grenzwandel

31.05.2012 um 17:04 Uhr

*haarerauf*

 

ich muss zum sport. ich muss ganz dringend zum sport. eine weiterer tag, an dem so viel pasiert ist, an dem ich, jetzt am abend, meinen kopf wieder freibekommen muss.un-be-dingt.

ich könnte mir gerade die haare einzeln ausreißen. eine oberflächlich betrachtet banale frage, nur so hingeworfen, ohne groß darüber nachzudenken, dachte ich zumindest, lässt mich gerade ernsthaft an meinem verstand zweifeln. die reaktion folgte prompt auf den fuß, batsch, hatte ich einen spiegel vor der nase, mein gegenüber so viel sensibler für das, was da zwischen den zeilen stand, als ich selber. ganz großes kino. tolle wurst. entlarvt. einfach so, im vorbeigehen, mit einer kurzen rückfrage. 

das meine ich mit kontrollverslust. unter anderem. momente, in denen ich irgendwie diffus irgendein gefühl bei mir wahrnehme und lange, bevor ich auch nur angefangen habe es zu sehen, es einzuordnen, schon gehandelt habe. in solchen momenten, so ist es immer und immer wieder, gebe ich dinge von mir preis, die ich am liebsten sogar vor mir selbst verbergen würde. weil ich sie mit schwäche und unsicherheit assoziiere. mangelhafte affektkontrolle, würde ich sagen. und jetzt sitze ich hier, habe angst, dass mein gegenüber das in den falschen hals bekommen hat, dass all das, was bisher war, jetzt einen knacks hat, wegen einer unüberlegt gestellten frage. ich bin so ein hornochse. kann ich mich nicht mal selber einfach in ruhe lassen? ein bisschen mehr gelassenheit, frau dr. grenzi, stünde ihnen gut zu gesicht. 

 

31.05.2012 um 11:40 Uhr

ich kann nicht anders...

 

...

Fremde oder Freunde,
wie wird alles sein?
Wieder unzertrennlich,
oder ganz allein?
Du und ich zusammen
was auch kommen mag
zwei auf verschiednen Wegen
in den neuen Tag.
Fremde oder Freunde,
die Frage ist gestellt,
und wir müssen wissen,
wie nun der Würfel fällt.
Du nur kennst die Antwort,
du und nicht der Wind,
ob wir von nun an
Fremde oder Freunde sind

...

 

es lässt mich nicht los. du lässt mich nicht los...

 

30.05.2012 um 17:21 Uhr

intensität

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

himmel. bei mir passiert gerade so viel und ich mache eine erfahrung, die neu ist, ihresgleichen sucht und mich beschäftigt, mich neugierig macht, mich mit unglaublich vielen fragen und antworten zurücklässt. sie lässt mich rätseln, staunen, ich entdecke mich neu und finde bits and pieces. ich bin ein wenig melancholisch, trotzdem so offen und weich, wie ich es schon lange nicht mehr war. und was das schöne ist: ich mag mich in diesem zustand, genieße das fühlen, das entdecken und vor allem das schreiben in einer ausführlichkeit, wie ich es schon sehr lange nicht mehr getan habe.

die ganze sache hat allerdings einen haken. und zwar meinen linken ellbogen. um genau zu sein, seinen schleimbeutel. da ich die dämliche angewohnheit habe, mich beim tippen immer auf meinen linken ellbogen zu stützen, immer und seit ich denken, bzw. tippen kann, findet er die häufigkeit und intensität meines schreibens gerade nur so mittel. er mault. fühlt sich an wie matsch. scheiße. 

nachher muss ich zum sport, ganz dringend. kopf freikriegen. zum glück für mich ist das hirn kein muskel. es bleibt nachher einfach zu hause. nicht denken. einfach nur sein. 

kurzer nachtrag noch: es schüttet, als gäbe es keinen morgen mehr. ich liebe das. und daher werde ich jetzt irgend welche betriebsärztlichen bestimmungen und arbeitsschutzgesetze eben jene sein lassen und mich noch eine stunde vor die offene balkontür setzen und zeitung lesen. das ist genau das, was ich jetzt bis zum sport brauche. 

 

 

29.05.2012 um 13:37 Uhr

alleine mit mir

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

bei mir tut sich gerade ganz viel. vor allem emotional. ich fühle, bekomme es aber nicht so ganz auseinander sortiert.

die letzten monate, wochen und tage haben eine menge mit mir gemacht. die trennung von mister r., das treffen mit madame, gespräche mit meiner besten freundin, nachdenken mit mir alleine. ich hatte mir eine art beschäftigungstherapie verordnet, war ständig unterwegs, immer am machen, um ja nach der trennung von r. nicht in eines meiner wohlbekannten löcher zu fallen und zu versumpfen. die gefahr war da. jetzt, nachdem madame weg ist und ich diese woche keine uni habe, komme ich gerade ein bisschen runter. ich entspanne, gleichzeitig habe ich gestern aber eine art erschöpfung wahrgenommen. körperlich und emotional. der körperlichen habe ich entgegen gewirkt, indem ich das gestrige sportprogramm gestrichen habe. die emotionale habe ich versucht, aktiv zu kompensieren und mir das zu holen, von dem ich das gefühl hatte, es zu brauchen. anerkennung. gefallen. nähe. interessant sein. zwar nur digital, in einem netzwerk, in dem ich immer mal wieder unterwegs bin, aber dennoch. jetzt frage ich mich aber gerade: wieviel davon bin ich, was ist kompensation, was will ich?

was ich merke, verstärkt seit gestern, ist, dass mir frauen fehlen. kontakte zu (gleichgesinnten) frauen, flirten, als begehrenswert von ihnen wahrgenommen zu werden, selber zu flirten, zu begehren. das ist eine sehnsucht, die nicht neu ist, die ich kenne. im moment ist sie aber ziemlich ausgeprägt und ich weiß nicht so ganz genau, wohin mit diesen gefühlen. angucken und aushalten? kompensieren? aktiv werden? ich weiß es nicht.

ich habe gestern im rahmen meiner digitalen kompensation zwei interessante kontakte zu zwei interessanten und schönen, aus meiner sicht ziemlich begehrenswerten, frauen geknüpft. die initiative hatte jeweils ich ergriffen, aber die reaktionen waren beide male sehr interessiert, positiv und neugier weckend. jetzt sitze ich allerdings hier und fange an zu träumen. einerseits will ich gar nicht damit aufhören, andererseits weiß ich, dass es mir gut tun würde, im hier und jetzt zu bleiben. ich muss das hier und jetzt, mich und meine emotionen, schlicht aushalten. ein satz meiner geliebten ex-analytikerin. hingucken. aushalten. keine alternative. und so habe ich das gefühl, dass all diese emotionen und meine rationale einordnung eben dieser von allen seiten an mir zerren. ich bin innerlich latent nervös, kann mich nicht besonders gut auf das lernen konzentrieren, habe ein großes redebedürfnis einerseits, und andererseits das bedürfnis, zu verdrängen. rückzug kommt nicht in frage, das steht aber auch gar nicht zur debatte. ich glaube es nervt mich einfach auch, dass meine durchweg poitive stimmung der letzten 2 wochen ein bisschen am kippen ist. dieser aktuelle zustand ist jedoch auch ein großer teil von mir, das bin ich, das kenne ich. neu ist meine art, damit umzugehen. hinzuschauen. auszuhalten. es muss mir nicht immer perfekt gehen. ich muss mir nicht jede minute aus voller überzeugung heraus sagen können, ich sei toll. eine geile sau, um die worte der besten freundin zu benutzen. bin ich, ja, aber kann man das immer, zu jeder minute, auch fühlen? muss ich das können? nein, muss ich nicht. und trotzdem nervt es mich gerade, nerve ich mich gerade. da ist ein bisschen innere leere, die ich krampfhaft versuche, zu füllen. ich bin mit mir alleine, und diesen zustand finde ich gerade ziemlich anstrengend.

 

28.05.2012 um 13:30 Uhr

hier und jetzt

 

ich fühle. ich fühle gerade so viel, so umfassend, so schön und positiv. ein zustand, der nicht alltäglich ist bei mir, den ich aber gerade annehme und genieße.

nach einem unwahrscheinlich entspannten und entspannenden wochenende mit vielen gesprächen, gemeinsamem lachen und schweigen und vor allem nach der klärung eines fünfeinhalb jahre andauernden schwebezustands geht es mir durch und durch gut. eine ehrliche frage, eine ehrliche antwort und damit die basis für eine hoffentlich lebenslang andauernde innige freundschaft mit viel nähe und vertrautheit. vielleicht ist es ja tatsächlich so dass es menschen gibt, mit denen eine freundschaft unendlich viel wichtiger ist, als eine beziehung. vertrautheit und sexualität schließen sich gegenseitig aus. dieser satz meiner besten freundin gestern abend am telefon, nachdem ich madame zum zug gebracht hatte, wirkt nach. und zwar nicht nur im kopf, sondern im herzen, im bauch, oder wo auch immer mein emotionales zentrum sitzen mag. die madame und ich sind so grundlegend verschieden und uns trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, so unglaublich nah, wie ich es bisher in dieser intensität nicht kannte. ich möchte diese frau in meinem leben haben, in dieser nähe und der innigen vertrautheit, die wir die 22 stunden lang hatten, in denen sie bei mir war. und möglicherweise, wahrscheinlich würde genau das im rahmen einer beziehung zwischen uns nicht auf dauer funktionieren. ich will das gar nicht als schade, geschweige denn als bitter bezeichnen, nein. es ist so, wie es ist und ich nehme es an. hauptsache, madame werden ein teil meines lebens. liebe muss ihren ausdruck nicht zwingend in körperlichkeit, sexualität finden. es ist gut, so wie es ist.

 

26.05.2012 um 19:13 Uhr

19.11 - 20.59 uhr...

 

madame sitzen seit einer minute im zug. in eindreiviertel stunden ist sie hier...

26.05.2012 um 00:02 Uhr

heute abend

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

so. der tag ist rum. lange war er und anstrengend, aber auch erfolgreich und interessant. geputzt ist die wohnung ebenfalls mittlerweile, sie ist porentief rein, blitzt und blinkt. es lebe der dampfreiniger von hot. sogar die fenster hab ich in einem wisch miterledigt. allerdings habe ich so ganz nebenbei fast eine flasche wein getrunken und bin, gelinde gesagt, ein wenig...nunja. madame haben am abend noch eine sms geschrieben, in der unter anderem noch einmal drin stand, dass sie sich freut. ich freue mich auch. ob sie das weiß?

das letzte wochenende einschließlich dieser woche war der hammer. voll, ein termin nach dem anderen, aber ebenfalls auch erfolgreich, mit viel positivem feedback seitens unterschiedlichster menschen. und jetzt steht dieses denkwürdige wochenende an. ich kann es gerade kaum glauben. morgen kommen madame. ich werde ausschlafen. ausschlafen, kaffee trinken, zeitung lesen und den ersten freien tag seit was weiß ich wie lange genießen. und morgen abend werde ich zum bahnhof fahren. ich freue mich wie ein schneepferd auf den besuch der madame, aber am allermeisten freue ich mich auf diesem einen moment, in dem ich am bahnhof stehen werde, aufgeregt, mit herzklopfen und dem vertrauten gefühl im bauch, der moment, kurz bevor der zug einrollen und madame aussteigen wird. ein moment, den ich mir seit jahren herbei wünsche, auf den ich gewartet habe, gehofft und wieder gewartet. fünfeinhalb jahre seit unserem ersten treffen und sie hat nichts an anziehungskraft eingebüßt, über all die jahre hatte ich immer wieder sehnsucht nach den armen, nach der nähe zu dieser frau. fünfeinhalb jahre. eine halbe ewigkeit, wenn man verknallt ist. viel zeit ist vergangen, viel ist passiert, wir sind beide älter geworden, vielleicht auch reifer, ich weiß es nicht.

mein gott beschäftigt mich dieser besuch. dass ich mich freuen würde, werde, war klar. aber dass er mich dermaßen beschäftigt, damit hatte ich nicht gerechnet. und trotzdem: ich bin bei mir und kann, trotz aller aufgeregtheit, gut fühlen, wie es mir geht. wichtig. ganz wichtig. ich bin hundemüde, aber ich will noch nicht ins bett. ich will diesen abend vor ihrem besuch so lange wie möglich für mich haben. alleine. 

 

24.05.2012 um 08:52 Uhr

rückblick & ausblick

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

so langsam komme ich ein wenig zur ruhe. letztes wochenende und die bisherige woche waren anstrengend und voll, so daß ich letztendlich wenig zeit zum nachdenken hatte. heute noch, morgen ebenfalls ein komplett ausgebuchter tag, dann ist die woche rum und es beginnt das abenteuer wochenende.

madame haben endgültig zugesagt, sie kommt am samstag abend. wir kennen uns seit jahren und himmeln uns seit ebenso langer zeit an, aber es wird dieser besuch das erste mal sein, dass wir uns treffen, ohne dass außenrum noch irgendetwas anderes ist. zwei menschen, ein treffen. nur sie und ich.

wenn mir damals, im dezember 2006, jemand gesagt hätte, es würde fünfeinhalb jahre dauern, bis es soweit ist, ich glaube ich wäre durchgedreht. sehnsucht hatte ich all die jahre, immer wieder, aber mit der zeit wurde es, nun ja, irgendwie zur gewohnheit. wir telefonierten, flirteten, himmelten uns an, sahen uns gelegentlich bei dem ein oder anderen anlaß. aber entweder war sie in einer beziehung, oder ich. so richtig stimmte das timing nie, auch wenn sowohl sie als auch ich immer wieder darüber nachgedacht haben, ob es mit uns beiden funktionieren würde. jetzt ist sie seit längerer zeit single, und ich seit, naja, wohl seit zwei monaten. so ungefähr. sie weiß das, kennt die geschichte. wir haben seit meiner trennung öfter telefoniert und gesmst als in den letzten jahren. und jetzt eben die anfrage, ob ich lust auf ihren besuch hätte. ich glaube nicht an einen zufall, und mit ein bisschen email- und sms-übersetzungshilfe seitens einer langjährigen und geliebten vertrauten/freundin (eigentlich wollte ich hier den winkenden smiley einfügen, aber das ding macht mich wahnsinnig!) könnte man auf die idee kommen, dass madame schon sehr bewusst kommen. jahrelang war sie immer irgendwie in einer wartenden -, teilweise in einer art abwehrhaltung, jetzt geht sie in die offensive. ich freue mich unwahrscheinlich, riesig, ich habe herzklopfen und bin aufgeregt wie ein verknallter teenager, aber irgendwie eben auch abwartend, wie sie all die jahre. ich bin gespannt, was kommt. wenn madame etwas wollen, dann ist sie durchaus ziemlich zielstrebig. wie beim ersten treffen. wir haben uns gesehen, es hat gefunkt, sie hat die initiative ergriffen und nicht lange darauf standen wir knutschend im flur der tagungsstätte, in der wir zu diesem zeitpunkt - mit einer menge anderer studenten, die alle fröhlich an uns vorbei liefen - eben waren. und, wohlgemerkt, zu diesem zeitpunkt waren wir beide in einer beziehung. in der zeit danach war es schwierig. wir telefonierten viel, mit knapp 1000 km räumlicher distanz zwischen uns, beide ernsthaft am überlegen, ob wir unsere jeweilige beziehung aufgeben sollen und es trotz allem, v.a. trotz der distanz und der wenigen zeit, die wir zur vefügung hatten, versuchen sollen. es kam nicht dazu. was zur folge hatte, dass wir uns telefonisch immer wieder anzickten, ich war unglücklich, sie auch, wie ich erst viel später erfuhr, dann war mal wieder sendepause. und so zogen die jahre ins land.

mittlerweile sind wir beide promovierte akademikerinnen, single, und vielleicht endlich an dem punkt angekommen, an dem wir beide bereit sind, es miteinander zu versuchen.

wir werden sehen.

 

22.05.2012 um 12:45 Uhr

to do

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

 

to-do für kommende woche, in freudiger erwartung des samstag (kommt da hier noch ein s dran oder nicht?)

- friseur. ziel: zumindest am oberen ende meines körpers wie ein model aussehen (für den schönheitschirurgen fehlt die zeit). erledigt.

- solarium. zielfarbe: statt hellweiß ein gepflegtes dunkelweiß. no. 1: weiß, no. 2: mittelweiß. no 3: dunkelweiß.

- putzen. dass man die dringlichkeit dessen immer erst anerkennt, wenn sich besuch angekündigt hat...wo in aller welt steckt mein dampfreiniger? erledigt. die wohnung ist porentief rein. 

- eine palette lactosefreier nahrung einkaufen. kennt sich jemand aus? sauteuer das zeug.

- wieder beruhigen. sehr witzig...

- gehirn wieder in betrieb nehmen. sonst mache ich mich zum affen. es wäre nicht das erste mal. ich gebe mir mühe.... es klappt nicht.

 

19.05.2012 um 11:06 Uhr

eine sms, eine überraschung und eine aufgeregte frau dr. grenzi

gestern abend um 23 uhr kam die nächste sms von ihm. "hey du. ich hätte morgen um 5 uhr zeit. wie sieht es bei dir aus?"

fast tut er mir leid, wie er völlig unbeholfen versucht, einen kontakt herzustellen, wenigstens ein bisschen kontrolle über die situation zu erlangen. ich habe die sms erneut ignoriert. ich verstehe nicht was so schwer zu verstehen ist an: ich würde dich bitten, mich nicht mehr zu kontaktieren bzw. an meinem schweigen. versteht er es nicht? will er es nicht verstehen? versucht er für sich zu retten, was er rettbar glaubt? kontaktiert er mich weil er glaubt, ich meine es nicht ernst? will er jetzt so weitermachen in der hoffnung, ich antworte doch irgendwann?  nun ja. we'll see.

themawechsel.

ich bekomme nächsten samstag besuch. hachseufz. von einer frau, die ich unwahrscheinlich toll finde, und das schon seit jahren, seit dem ersten und einem mal rumknutschen, zu dem es im dezember 2006 kam. seitdem haben wir immer irgendwie kontakt gehabt, wobei es oft einfach nur schwierig war, situations- und emotionsbedingt. nichts desto trotz: seit damals himmeln wir uns an, flirten am telefon wie bei den wenigen persönlichen treffen, die es in den letzten jahren gab und jetzt, anfang der woche die anfrage, ob mein pfingstwochenende verplant sei und falls nein, ob ich lust auf einen besuch von ihr hätte.

omg. OMG. O-M-F-G. minuten lang starrte ich auf mein handy. NA-TÜR-LICH hab ich bock auf einen besuch, was für eine FRAGE! und seitdem hüpfe ich auf einem bein im kreis und kriege mich gar nicht mehr ein. ok, ich musste eine nachtschicht wegtauschen, das war ein bisschen ein act, aber für diesen besuch würde ich die verleihung des nobelpreises an mich verschieben. ich muss zum friseur. ich muss dringend zum friseur. meine haare brauchen eine bändigung, sind schon wieder viel zu lang. und ins solarium muss ich auch noch, die käsigweiße farbe meiner extremitäten in den griff kriegen. OMG.

ich musste gerade kichern. als ich an die person gedacht habe, die so genau weiß, wie ich jetzt durch die gegend hüpfe, die damals, 2006, schon dabei war, die mich erst darauf aufmerksam gemacht hat, dass madame mich unübersehbar anhimmeln. mannmannmann, süße. ich schicke dir hiermit einen strauß sonnenstrahlen. 

11.05.2012 um 15:09 Uhr

again

 

heute mittag kam eine weitere sms von ihm: "lust auf ein treffen? lust auf lust?"

und seit dem blinkt in meiner großhirnrinde in leuchtgelben lettern: arschloch. arschloch. arschoch. allerdings kann ich mir ein latentes grinsen nicht verkneifen. er sucht kontrolle und ich werde sie ihm verweigern.

zu differenzierteren gedanken diesbezüglich bin ich noch nicht in der lage.