grenzwandel

29.11.2012 um 14:12 Uhr

lachanfall des tages

von: grenzgaenger   Kategorie: lacher des tages

 

 

 

27.11.2012 um 17:22 Uhr

mit hängendem kopf

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

mein gott was ist denn heute für ein tag? ich bin durchlässig bis zu gehtnichtmehr, habe den halben vormittag und mittag mit heulen und in angst verbracht, gucke an der realität vorbei - meilenweit -, interpretiere was das zeug hält, ziehe und zerre und finde keinen halt im innen. ein kleines bisschen mehr distanz, und meine komplette sicherheit ist dahin. ein bisschen mehr ablenkung, beschäftigung mit anderen dingen und ich verfalle in quälende zweifel. ich lese die worte, die bestimmt sind, mir meine angst zu nehmen, mir meine sicherheit zurückzugeben und nehme sie wahr, aber ich verstehe sie nicht. da steht es, schwarz auf weiß, alles ok und he, mach dir keine sorgen, es hat sich nichts geändert. buchstaben, aneinander gereiht, deren bedeutung als worte mein großhirn nicht erreichen. weil sie vorher vom limbischen system einkassiert und zerhackstückt werden. wieso in aller welt haben gefühle eine solche macht über den verstand?

was ist bloß los heute? was ist bloß los mit mir?

werde ich langsam wahnsinnig oder hat es das pms mal wieder geschafft, mich auszutricksen und mich in die obligatorische monatliche emotionsfalle zu locken, in die ich gerade, wie eigentlich immer, blind hineintappe?

bitte lieber gott, lass es einfach letzteres sein, lass es einfach meinen hormonhaushalt sein, der meine gefühle verrückt spielen und mich gerade an allem zweifeln lässt. lass es morgen vorbei und alles wieder beim alten sein. bitte.

hörst du?

 

24.11.2012 um 15:14 Uhr

mit gebrüll

von: grenzgaenger   Kategorie: alltägliches

woohoo. ich glaube, ich habe noch nie in meinem leben jemanden so angeschrien wie vorhin meinen mitbewohner. der ließ sich nicht lumpen und schrie zurück. und so standen wir eine geschlagene viertel stunde im flur und schrien uns an, er gerade mit freund nach hause gekommen (der sich wohlweislich aus der schußlinie zu retten wusste) und ich, gerade am gehen zwecks essenserwerb beim edeka um die ecke. so standen wir da also, schrien und gifteten und frusteten uns an. irgendwann ging es gar nicht mehr um inhaltliches wie geschirr, bad putzen, zeugs überall liegen lassen etc. (ich rede und rede und rede seit monaten diesbezüglich an den herrn ran, es tat sich nur leider überhaupt nichts und ich hatte die schnauze gestrichen voll), sondern wir brüllten um des gegenseitigen anbrüllens willen. irgendwann, nach einer gefühlten ewigkeit ging uns nahezu gleichzeitig die luft aus, woraufhin er in seinem zimmer verschwand und ich wutschnaubend die wohnung verließ. ich war so unglaublich wütend, wenn auch nur einer der kunden beim edeka meine gedanken hätte lesen können, wäre wahrscheinlich 5 minuten später das sek schwerbewaffnet vor der ladentür gestanden, um mich wegen gedanklicher bildung einer terroristischen einmannzelle zu verhaften. gottseidank weiß ich mich zu beherrschen und so lächelte ich die alte dame an, die mir mit ihrem einkaufswagen in die beine fuhr, wartete geduldig an der fleischtheke und stellte mich brav und unschuldig an der kasse an. innerlich jedoch lief ich nach wie vor amok und überlegte, was ich alles vergessen hatte, dem herrn kollegen an den kopf zu schmeißen. kaum kam ich zur wohnungstüre herein, stand er vor mir, guckte mich an und wie auf kommando fingen wir an zu lachen. 10 minuten dauerte es dann noch, die sache aus der welt zu schaffen und jetzt sitze ich hier und habe zum ersten mal seit monaten das gefühl, dass jetzt alles gesagt und die situation bereinigt ist.


20.11.2012 um 18:35 Uhr

grank und krau, murmelte das nebelmonster...

von: grenzgaenger   Kategorie: alltägliches

 

es geht mir so sehr auf die nerven. und schlimmer noch: ich fange an, mir dabei auf die nerven zu gehen. seit wochen bin ich krank, erst ne banale virusinfektion, so dachte ich, die sich nunmehr aber seit wochen zieht und zieht und zieht. meine lymphknoten an kopf und hals sind streckenweise so angeschwollen, dass ich nicht darauf liegen kann, weil sie so weh tun, ich hab gelenk- und immer und immer wieder kopfschmerzen und bin ständig müde. nach dem aufstehen bin ich zwei stunden fit, dann gehts bergab, und so bin ich kaum in der lage, länger produktiv zu arbeiten. was aber dringend notwendig wäre, uni, zwei projekte am laufen, am donnerstag für den stipendiengeber im einsatz, und so weiter. dem himmel sei dank habe ich diese woche keine universitären pflichtveranstaltungen. und genau dieser tatsache fallen auch alle anderen zum opfer. die uniklinik wird mich diese woche nicht zu gesicht bekommen, keine vorlesungen, gar nichts. die laborergebnisse der blutuntersuchung sollten morgen kommen. meine zwei schreckgespenste heißen reaktivierter ebv oder cmv. wen es interessiert: fragt tante google.

am meisten macht mir zu schaffen, dass ich diesen zustand nicht kenne. ich bin von der konsistenz her eigentlich eher robust, wenn ich was hab dann in aller regel nur sehr selten und dann kurz und heftig. länger als zwei, drei tage war ich seit einer halbe ewigkeit nicht mehr krank.

 ... hab ich gerade konsistenz geschrieben??? *lach*. ich meinte natürlich konstitution. 

naja, wie dem auch sei. morgen wissen wir mehr. hoffentlich. scheiß zustand. aber woher solls auch kommen, die kraft zum regenerieren? ich bräuchte dringend urlaub. ziemlich dringend sogar. so wie es aussieht, habe ich anfang märz 10 tage frei. leider sind das noch über drei monate und ich habe keine ahnung, wie ich die überstehen soll. aber egal. ich gucke einfach von tag zu tag. was anderes macht derzeit keinen sinn. zumindest nicht das unipensum und meine gesundheit betreffend.

alles andere, falls es jemanden interessiert, läuft wie geleckt.

 

12.11.2012 um 11:38 Uhr

nur mal so nebenbei

 

 

11.11.2012 um 08:18 Uhr

stand der dinge

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

ich liege im bett und kann nicht mehr schlafen, wie so oft in den letzten vielen wochen, oder noch eine stunde, oder zwei oder sogar drei früher, und das obwohl ich seit über einer woche krank bin und den schlaf dringend gebrauchen könnte. sehr dringend sogar. aber nein, ich wache auf, und an schlaf ist nicht mehr zu denken, unabhängig vom grad der müdigkeit. zu viel im kopf, viel zu viel im kopf, und nicht selten dazu zu wenig im magen. da geht gerade ein bisschen viel durcheinander.

an sich läuft derzeit alles wie am schnürchen in meinem leben. oder naja, sind wir ehrlich, fast alles. es scheint an der zeit, mich auf den boden der tatsachen zurückzuholen. nun denn.

das studium. wider erwarten haben die ersten vier wochen blockpraktikum chirurgie spaß gemacht und ich habe eine menge gelernt. nette wochendozenten, ein trotz aller befürchtungen zwar anstrengendes, aber überschaubares programm, gemacht von klinikern für zukünftige kliniker, das wichtigste in kürze. wesentliches auf den punkt gebracht. eigenarbeit und mitdenken nicht nur gewünscht sondern zwingend notwendig. das alles kommt mir entgegen und hat dazu beigetragen, dass es eben spaß machte und ziemlich gut lief. ich hätte allerdings konsequenter aufarbeiten müssen, dringend sogar. das sitzt mir jetzt im nacken und wird einen großteil des heutigen tages einnehmen, mindestens, denn die letzte woche dieses blocks steht an und ich möchte unbedingt am ende alle entsprechenden unterlagen sortiert, strukturiert und vom inhalt her komplett abheften können. die entsprechende mündliche prüfung am ende des semesters - der sogenannte osce - wird es in sich haben und nicht mal ich werde den bestehen, wenn ich erst eine woche zuvor anfange, zu lernen. zumal das semester bis dahin komplett voll ist und vor dem osce sieben andere prüfungen und klausuren anstehen. punkt eins also, der definitiv besser hätte laufen können. prioritäten. konsequenz.

die doktorarbeit. die tatsache, dass das chirurgieprogramm lücken in den tagen ließ, habe ich in den ersten drei wochen mehr oder weniger konsequent genützt, daten für meine doktorarbeit zu erheben. geistige mechanik zwar, die mich ein ums andere mal die augen verdrehen ließ, vor allem, wenn die datenlage sich mal wieder katastrophal lückig präsentierte und ich fluchend vor dem rechner saß und mir in kleinkarierter, belupter manier informationen, von denen ich glaubte sie zu brauchen, zusammensuchen musste. geistige mechanik, aber eben dazu da, die basis zu schaffen, auf der analysiert, bewertet, ergebnisse produziert - eben dissertiert - wird. in den letzten 10 tagen kam ein weiteres projekt hinzu, sodass die doktorarbeit zeitweilig, nein, ehrlicherweise eher seit dem, an aufmerksamkeitsmangel litt. aber leider habe ich nur zwei hirnhälften und begrenzt zeit zur verfügung. trotzdem, auch hier: mehr konsequenz und eine bessere struktur hätten nicht geschadet. gerade tut sie mir fast leid, meine diss. ich werde mich ihr verstärkt widmen, in den nächsten tagen. versprochen.

projekt nummer zwei. der hammer. schon vor wochen machte mein dorktorvater mir dieses angebot. nach rücksprache mit der dritten beteiligten person war klar: wir machen das. riesen sache, vor allem für mich, in jeglicher hinsicht. bei der ersten strategischen besprechung mit ihm ließ mein dv dann letztendlich durchblicken, WIE groß dieses ding wirklich sein wid. größer als gedacht, wichtiger als zuerst ersichtlich, prestigeträchtiger als angenommen. so es denn alles funktioniert. ok. und hier fängt es an, zumindest für mich, nicht ganz einfach zu sein. und jetzt der reihe nach.

woche 1: viel arbeit vor allem in hintergrundrecherchen etc. investiert, die projekt(planungs)struktur gebastelt, die technische seite ist am werden und ich kümmer mich um struktur und inhalt. soweit so gut. einen strich durch die rechnung hat mir dann die virusinfektion gemacht, die mich seit über einer woche im schwitzkasten hat, zeitweise mit über 40 fieber und kopfschmerzen, die kaum zu ertragen waren. und ich bin sicherlich nicht zimperlich. bis schmerzen mich zum spucken, oder wahlweise zum weinen bringen, muss schon ordentlich was passieren. so geschehen in den letzten 7 tagen. ich war also ausgeknockt, habe an der uni sämtliche fehltermine ausgereizt, mich hingeschleppt, wenn das nicht ging und alles andere blieb gezwungenermaßen liegen.

und jetzt sitze ich hier und habe ein chaos im kopf, dass ich gerade kaum sortiert bekomme, das mir den schlaf raubt. die IT hat weitergearbeitet, und das verdammt gut und schnell. und ich habe ein schrecklich schlechtes gewissen, dass ich nichts machen konnte, gefühlt in zugzwang und zu langsam bin und zudem muss ich ständig an studium und diss denken, die hinten anstehen mussten. verkehrte welt. denn eigentlich gebe ich das tempo vor, so war das ausgemacht. das ist so und wird, bzw. muss so bleiben. anders wird es nicht gehen, denn sonst wird über kurz oder lang irgend etwas auf der strecke bleiben. im ungünstigsten fall ich. das ist das eine.

das andere sind die erwartungen. zunächst die, die ich an mich selbst habe. aber was sind das denn für erwartungen? was für ein bild habe ich denn von mir? natürlich gefalle ich mir in dieser rolle, ja, herrgottnochmal. frau dr. grenzi, nicht ganz untalentierte/unerfolgreiche medizinstudentin, lieblingsdoktorandin des leitenden oberarztes mit jetzt schon sicherer assistenzarztstelle am hiesigen klinikum, geschätzte, auf augenhöhe kommunizierende und in der anästhesiologischen direktionsebene gern gesehene kollegin und hoffentlich irgendwann mal leitende oberärztin. aber bin ich das wirklich? BIN ICH DAS WIRKLICH? ich weiß es nicht. sehe ich mich nur so? oder ist das die realität?

was ist die erwachsene frau dr., und welchen anteil an den ganzen, teilweise diametral auseinandergehenden emotionen gehen auf das konto der drei kinder in mir? auf der einen seite sind da optimismus, zuversicht, stolz, ehrgeiz und das gefühl, insgesamt einen guten job zu machen (studium, diss, projekt). auf der anderen seite: unsicherheit, ein (bisweilen mehr als) vages gefühl von kontrollverlust sowie die tendenz, mich zurückzuziehen. ist das die erwachsene frau dr. im clinch mit den kindlichen anteilen in ihr, die sich vernachlässigt fühlen? wenn ich hinschaue, hinfühle, könnte ich spontan anfangen, zu weinen. also ja. meine kinder sind, mal wieder, vernachlässigt. ich bestehe nicht nur aus leistung, verdammt nochmal. ich vergesse das ganz gerne, und wenn man das selbst vergisst und sich entsprechend gibt, dann sind eben auch die anderen geneigt, das zu vergessen. oder zumindest nicht dran zu denken.

und überhaupt. die anderen. teil zwei des erwartungsproblems. eine reihe von menschen, deren (vermeintliche) erwartungen zu enttäuschen ich eine heidenangst habe. die meines doktorvaters. er fördert mich sicherlich nicht so sehr, ohne erwartungen zu haben. die leistung muss stimmen. meine ich dass er meint. liegt hier schon das problem begraben? er lässt mir komplett freie hand, sowohl mit der diss, als auch mit projekt no. 2, keinerlei vorgaben, kein zeitdruck, keine deadline. nichts. aber heisßt das auch, dass er keine erwartungen hat? kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen. oder doch? oder hat er erwartungen, überlässt es aber komplett mir, wie und in welchen zeitrahmen ich sie erfülle? ich weiß es nicht. und es macht mich wahnsinnig. und dann wäre da noch die IT-front. die mir fast noch mehr zu schaffen macht, bezüglich gefühlter erwartungen. bin ich zu langsam? nicht umfassend genug in der lage, mehrere dinge gleichzeitig zu managen, wie sie es ist? ich fühle mich irgendwie klein, ihr gegenüber, unzulänglich, unreif. diesbezüglich. und das blockiert mich. macht mir angst. vor mir selber. denn eigentlich gibt es keinen grund dazu. gar keinen. das weiß ich, sehe ich, aber ich fühle es nicht, sondern das gegenteil. und auch hier die frage: sind es meine kinder, die sich hier auf der basis uralter muster bemerkbar machen? sind sie vernachlässigt? sollte ich mich wieder mehr um die verletzte, um die weiche seite in mir kümmern? und auch hier muss ich eigentlich nicht lange nachdenken, da ich die antwort fühle. ja, ich muss. nein, falsch. ich muss nicht, ich will.

thema essen. scheiß thema. absolutes scheißthema derzeit. so vieles, das mich ankotzt. vor allem ich mich selber. im wahrsten sinne des wortes. was drin bleibt hat glück gehabt. nicht gut. ich weiß. ICH WEIß. und alleine die tatsache, dass sich in mir gerade alles gegen dieses thema sträubt zeigt mir, wie verdammt notwendig es ist, mich damit auseinanderzusetzen. und an dieser stelle würde ich am liebsten davonlaufen. was ist das problem? was ich derzeit das problem? ...

...was für ein freud'scher verschreiber...

was ICH derzeit für ein problem. das ist hart. aber ich lasse es, entgegen aller anderweitigen impulse, so stehen. das chaos in meinem kopf ist sicherlich ein großteil des problems. ich bekomme es nicht verarbeitet, verdaut, also muss es wieder raus. vielleicht sollte ich mir mal den vorgang der verdauung angucken. was lässt sich schlecht verdauen? alles, was unzerkaut heruntergeschluckt wurde. aus gier, aus zeitmangel, aus faulheit, einfach unzerkaut gelassen. lauter große brocken, die schwer im magen liegen und belasten. dass man sich damit lange nicht wohlfühlt, bis der magen sie niedergerungen hat, leuchtet ein. aber kaum hat er es geschafft, kommt der nächste unzerkaute brocken. und dann der nächste. und noch einer. irgendwann ist der magen überfordert und sagt: ok. schluss. ich kann nicht mehr. und ich mag nicht mehr.

es ist eine frage von prioritäten. ich weiß. prioritäten, struktur und organisation. eins nach dem anderen. alles der reihe nach. überschaubar planen und gestalten, nicht überfordern. hörst du grenzi? um gottes willen, überforder dich nicht. und versuch nicht, dich stärker zu zeigen, als du bist. das ist nicht notwendig. stell beide beine auf den boden und pack die flügel wieder in den schrank. genug geschwebt. jetzt ist es an der zeit, das fundament zu zimmern für all das, was in nächster zeit ansteht, angegangen, gemanaged und erledigt werden muss. das fundament ist das wichtigste. wenn das steht, kann man solide drauf bauen. lass dir zeit, grenzi. nimm sie dir und forder sie ein, wann immer du mehr brauchst. bitte. das bist du dir schuldig. nur dir. dir ganz alleine.

bleib bei dir und vergiss dich nicht.

bitte.

 

04.11.2012 um 20:45 Uhr

Gute Besserung

von: Phil_Sophie   Stichwörter: Fremdeintrag, weil, du, mir, so, leid, tust

Werde wieder gesund.
Ich denke an dich !