grenzwandel

22.08.2013 um 13:37 Uhr

traurig

 

liebe leut,

die ganzen letzten tage schon wollte ich mich mal wieder aus der versenkung zurückmelden und berichten, was mich derzeit so umtreibt: meine aus absoluten erholungsgründen notwendigerweise abgebrochene famulatur, die motorrad-urlaubsvorbereitungen für kroatien und vor allem von dem mädel, das vor knapp vier wochen einfach so in mein leben platzte und mit dem ich seit zwei wochen alle zeit verbringe, die ich noch übrig habe (und falls sich jetzt jemand wundert: ja, in der realität ;-)). all das wollte ich erzählen, und dann stieß ich auf die nachricht, dass sternenschein gestorben ist.

batsch, diese zeilen saßen. und zwar so richtig.

sternenschein, sterni, war der erste, der hier vor nunmehr über fünf jahren meinen allerersten eintrag kommentierte und all die jahre hatten wir kontakt per pn, mal mehr, mal weniger, mal länger, dann wieder kürzer. er hat die aufs und abs in meinem blog, und somit die meiner letzten fünf lebensjahre verfolgt und nicht selten (oftmals gütig bis weise) kommentiert und sich per pn persönlich berichten lassen.

nach seiner ersten diagnose kam er auf mich zu und fragte um medizinischen rat, und so tauschten wir uns über sein (wohl-)ergehen, seine diagnosen und seine erfahrungen mit ärzten, pflegepersonal, untersuchungen, diagnosen, frust und hoffnungen aus. dass er keine 90 jahre alt werden würde, war mir von anfang an klar, aber ich habe immer gehofft, dass es nicht so schnell gehen würde, wie es das jetzt letztlich getan hat.

gott, wird sternenschein hier fehlen. aber in der hoffnung, dass er jetzt auf einer wolke sitzt, mit den beinen baumelt und lächelnd über unsere kleine aber feine blogigo-gemeinde wacht, vielleicht zusammen mit unserem musiker, winke ich lächelnd (und weinend) gen himmel und sage leise: danke sternenschein, dass du da warst.