grenzwandel

05.01.2009 um 13:11 Uhr

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von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

scheiße. es geht mir nicht gut. es geht mir gar nicht gut. das arbeiten werde ich überstehen, es wird mich ein wenig ablenken. was ist denn bloß schon wieder los? ein gedanke an den drohenden alltag ab mittwoch und schon ist mir wieder schwindelig und ich habe ein engegefühl in der brust. ich habe das gefühl, das alles nicht zu schaffen, ich will mich zurückziehen, alleine sein, niemanden hören und sehen. therapie erst nächste woche wieder, fühle mich wie im sommer. die drei wochen sind zu lang.was tun? was verdammt nochmal kann ich tun?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenargh schreibt am 05.01.2009 um 13:19 Uhr:hmmm...schwer zu sagen - vor allem, wenn man nicht in einer solchen lage/situation ist *grübel* aber was immer wieder auffällt - alles scheint mit der anwesenheit und den reaktionen der frau therapeutin zu stehen und zu fallen...ich dachte immer eine therapie soll stützen und einem helfen "zu sich selbst zu finden" (ich kann das gerade nicht anders ausdrücken) aber du scheinst dich irgendwie davon abhängig zu machen..und abhängigkeit ist nie gut - irgendwie. du hast die herausvorderung eines medizinstudiums angenommen - stell dich der sache, aber versteck dich nicht dahinter. arbeit ist schön und gut - aber zu viel davon auf dauer eben nicht...

    oh gott...das war jetzt aber ne kiste voller (halb)weißheiten oder auch nicht...egal - es musste einfach mal raus. am ende bist es aber trotzdem du selbst...wie gesagt - diese situation oder dieses gefühl ist schwer bis gar nicht nachvollziehbar für jemanden, dem es nicht so geht...
  2. zitierenzartgewebt schreibt am 05.01.2009 um 13:44 Uhr:Passende Worte kann ich Dir auch nicht schenken,
    auch keine Weisheiten!

    Mir ist nach „WIEGEN“.
    Weißt du, so wie man kleine Babys
    sanft im Arm gehalten, in den Schlaf wiegt.
    Mit leisem Gesumme …
    Einfach nur „da sein“.


    Das möchte ich.
  3. zitierengrenzgaenger schreibt am 05.01.2009 um 14:17 Uhr:hey frau argh. ich weiß, eigentlich brauche ich mich nicht angegriffen fühlen. ist aber so. diese therapeutische abhängigkeit ist völlig normal und auch gewollt, quasi notwendig, um psychoanalytisch arbeiten zu können, vor allem in den anfängen der therapie. und es ist auch völlig normal, dass eine derart intensive therapie zunächst einmal destabilisiert, bevor sie stabilisieren kann. sie stützt mich zwar jetzt auch schon, aber ich bin noch am graben, ich muss die verletzungen erst noch ausgraben, um überhaupt an ihnen arbeiten zu können. und genau so lange wird das auch mit der destabilisierung und der abhängigkeit andauern. ich muss mir quasi die eigenen psychischen beine, auf denen ich mal stehen will, erst mühsam erarbeiten. so das musste jetzt auch mal raus. nix für ungut. ich hab sie trotzdem lieb.

    @ zartgewebt: danke. deine worte kommen auf einer gefühlsebene an. das ist schön.
  4. zitierenargh schreibt am 05.01.2009 um 14:19 Uhr:kein problem ^^ - wie ich schon sagte...ich stecke eben nicht "drinnen"
  5. zitierengrenzgaenger schreibt am 05.01.2009 um 14:20 Uhr:sein sie froh.
  6. zitierenargh schreibt am 05.01.2009 um 14:21 Uhr:das bin ich - und genau deswegen ist es für mich aber auch zuweilen schwer das gelesene "richtig" zu deuten...

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