abschied
Stimmung: traurig
Musik: hanging by the moment - lifehouse
ganz offensichtlich gibt es menschen, denen man - unabhängig davon, wie sehr man sie mag - nicht gerecht wird, nicht gerecht werden kann, ihrem wesen, ihrem ganzen sein, und die einem selbst auch nicht gerecht werden können. das tut weh, vor allem im moment der erkenntnis und erst recht dann, wenn man im moment dieser erkenntnis dem betreffenden menschen gegenübersitzt um herauszufinden, wie es weitergehen soll, ob es weitergehen kann.
es hat so unendlich weh getan, ihr gegenüber zu sitzen, gestern, und zu wissen, nein, nicht zu wissen, zu fühlen, daß es kein weitergehen geben kann, geben wird. am schlimmsten, und gleichzeitig aber am schönsten war die ambivalenz dieses moments, der schmerz über diese erkenntnis und gleichzeitig die erleichterung darüber, ihn fühlen zu können. denn nur emotionen, die man fühlt, kann man zum ausgangspunkt einer authentischen handlung machen. und genau das habe ich getan. ich bin gegangen. für immer.
liebe v.
ich habe die zeit, die wir zusammen hatten, unglaublich genossen, die nähe, deine wärme und die vertrautheit, die wir geteilt haben, immer wieder, so oft. so oft. ich habe mich wohl- und verstanden gefühlt, bei dir, mit dir, in deinen armen, ich liebe deine art zu fühlen, zu lachen und zu weinen, und immer wieder gab es momente, in denen ich dich geliebt habe.
ich werde all diese momente in meinem herzen bewahren, sie werden mich begleiten, ich werde sie festhalten.
dich jedoch habe ich losgelassen.
und bin angekommen.

Manchmal lügen wir so gut, das wir selber einen Moment innehalten um zu spüren wie es wäre, wenn wir glauben könnten, was wir sagen.
Offenheit erzeugt Hass und die Wahrheit (sofern es diese objektiv gibt) ist langweilig oder deprimierend.
Du meinst mich?