abschluß
ich nehme die aussage aus dem letzten eintrag zurück. mein gefühl hat mich nicht getäuscht, auch wenn's gestern ausgeartet ist. ich habe intuitiv das richtige getan.
rückblick
1. persönliches vorstellungsgespräch am mittwoch, für eine stelle an einer höchst sensiblen position in der hochschulverwaltung (die seit gerade eben nicht mehr die hochschulverwaltung meines vertrauens ist).
2. das gespräch war grandios gut, viel länger als geplant, sehr diskussions- und ideenentwicklungsreich, insgesamt hatten beide seiten nach beendigung ein sehr positives fazit gezogen.
3. es gab eine offene flanke meinerseits bezüglich der arbeit mit verschiedenen datensätzen und methoden, die ich mehr als deutlich kommuniziert hatte: ich habe einen überblick in der theorie, in der praxis hatte ich jedoch noch keine gelegenheit, mit eben jenen daten und methoden zu arbeiten. deutlich, wie ich finde.
4. ich scheine sie dennoch überzeugt zu haben.
5. gestern nachmittag der anruf des projektleiters, die frau grenzgängerin ist im finale, man hatte sich nicht zwischen ein paar wenigen kandidaten entscheiden können, probearbeiten ist angesagt.
6. und zwar genau mit eben jenen datensätzen und methoden, von denen die frau grenzgängerin gesagt hatte, sie müsse sich einarbeiten!
7. angesetzt: eine halbe stunde! man setze sich zuvor mit dem projektleiter - der der direkte kollege gewesen wäre - zusammen, bespricht die problematik, und dann läuft die uhr. es geht um die ergebnisse wobei völlig klar sei, dass man das in der vorgegebenen zeit nicht schaffen kann, um die lösungsansätze, die grafische aufbereitung und die interpretation, alle hilfsmittel erlaubt. hallo? halloho??? geht's noch? eine halbe stunde??? wie in aller welt soll ich das schaffen, wenn ich einen datensatz vorgesetzt bekomme, dessen struktur ich theoretisch zwar erahnen kann, in der praxis jedoch noch nicht vor mir hatte???
8. die frau grenzgängerin ist also völlig durchgedreht gestern, hat so ganz nebenbei ein versprehen gebrochen, sich völlig demontiert und eine furchtbare nacht hinter sich gebracht.
9. vorhin hat sie abgesagt. und hier wird's echt mysteriös.
10. ein mir unbekannter mensch am telefon.
11. ich wollte den herrn projektleiter sprechen (wie gesagt, derjenige, der in der datenanalyse und -interpretation der spezialist und direkter kollege ist bzw. wäre), sagte ich.
12. jaaa, der herr projektleiter ist freitags nicht im haus, hieß es.
13. wie bitte???????
14. einzig zugegen ab 10 uhr, die zeit zu der ich bestellt war, der herr stabsstellenleiter. der allerdings keine ahnung von den daten, geschweige denn von deren auswertung hat!!!
14,5. man hätte mir was vorgeknallt und mich alleine gelassen.
15. ich kann mir lebhaft vorstellen, was das für ein desaster geworden wäre, weil ich schlicht keinen ansprechpartner gehabt hätte für fragen, niemanden, mit dem zusammen ich im falle aller völligen ahnungslos-fälle einen ansatz hätte entwickeln können, nichts, niemand.
16. sowas nenn' ich ins offene messer laufen lassen.
17. herzlichen dank.
18. ohne mich.
19. und jetzt geht's mir schlagartig besser, ich stehe hinter dieser entscheidung, habe diverse erkenntnisse zu verarbeiten und mir über das ein oder andere nochmal ganz grundlagend gedanken zu machen.
20. aber als aller erstes gibt's ein super-frühstück deluxe.

Warum hast Du von Dir aus abgesagt? Vielleicht war genau das was Du getan hast brilliant.
Genau solche Situation können trainiert werden und geben somit eine gewisse innere Ruhe auf den Weg. Nur als kleiner Tipp.
Einen schönen Tag
Dakini
sicher alles gut, so wie es war.
das brüllen hat dir den weg freigemacht.
den weg zur intuition.
das frühstück ist eingekauft, und jetzt werde ich es mir irgendwie gemütlich machen und versuchen, mich von gestern zu erholen.
liebe grüße an euch beide