grenzwandel

07.09.2009 um 23:02 Uhr

abwehr. wie so oft.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

es ist zum haareraufen. kaum liege ich auf der couch, schon gerate ich wieder in diese unterwürfige abhängigkeit und mache mich klein und warte auf strafe oder absolution. auf dem weg zum kollegen f. fiel mir auf, dass das viel mit selbstbewusstsein zu tun hat. ich habe keinen grund, mich klein zu machen, ich habe nichts zu beichten. fertig. warum also rutsche ich immer und immer wieder in diese abwehr hinein, verliere meinen roten faden? die gedanken fühlen sich an, als würden sie aus meinem kopf gesogen. in richtung ecke.

augenhöhe. ich will augenhöhe. und nur ich bin es, die sie immer und immer wieder kaputt macht. bei mir bleiben, dann klappt das auch. das ist der knackpunkt. bei mir bleiben. bei mir bleiben.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenindalo schreibt am 08.09.2009 um 06:51 Uhr:Bei dir bleiben ist ein gutes Mantra. Denn ich stimme dir zu, du hast keinen Grund, dich so zu fühlen. Zumindest von dem, was ich bisher weiß ;-)
  2. zitierenneko-neko schreibt am 08.09.2009 um 13:49 Uhr:ich weiß nicht - vielleicht ist ja auch die freundliche anerkennung des gefühls sich klein zu fühlen der erste schritt? vielleicht heißt bei dir bleiben nicht sofort wieder nach augenhöhe zu streben? vielleicht hast du augenhöhe genug in deinem leben und das andere ist die leerstelle? vielleicht ist das wegrationalisieren des gefühls die eigentliche abwehr? vielleicht geht das gefühl langsam weg, wenn du es zulässt? nur mal unter uns betschwester - die analytische situation ist die denkbar asymmetrischste überhaupt. sie lädt gerade zu ein zum klein werden - nicht zuletzt deshalb, weil die unerfüllten sehnsüchte in der regel ja gerade in die zeit des klein-seins fallen.

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