grenzwandel

10.03.2008 um 06:08 Uhr

angefallen und niedergerissen

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches   Stichwörter: traurig

so. jetzt ist es passiert. mal wieder.

ich habe unendlich viel zu tun, produziere haufenweise quark nebenher, bevölkere dreimal die woche diese beschissene couch um mich auseinanderzunehmen, und dennoch: immer und immer wieder finde ich, finden mein vor- oder mein unterbewusstsein irgendeine möglichkeit, das, was weh tut, erst mal zu verpacken, wegzupacken um es dann, irgendwann, früher oder später, im allerunpassendsten moment herauszukatapultieren, unerwartet, auf einmal schwappt er raus, der ganze schmerz und ich liege mal wieder auf der schnauze.

ich vermisse sie. ja verdammt, ich vermisse sie, sie fehlt mir, ihr lachen, ihre wärme, die nähe und die vertrautheit die wir hatten, der spaß, die intensität des zusammenseins, die gespräche, gefühle, all das fehlt, das nichtvorhandensein bohrt und zerrt und zieht und greift und klammert und stößt und tritt und verhöhnt und beißt und nagt. auf einmal, von jetzt auf nachher.

seit wochen frage ich mich, überlege, wie ich auf sie zugehe, was ich sage, sagen soll, sagen muss, darf und kann, hoffe, den richtigen moment zu erwischen, um einzuhaken, zu klären, reden, aus der welt zu schaffen, das, was zwischen uns steht, all die hässlichen worte, die gedanken an das ende, an die flucht und das getrenntsein seither und gleichzeitig habe ich so unendlich große angst davor, sie zu hören, am telefon, die stimme, die ich so vermisse, ihre stimme, habe angst vor distanz und ablehnung, vor einem nein, vor einem ich kann oder ich will nicht, denn ablehnung zu fühlen ist schlimmer als sterben. diese angst ist es, die mich lähmt, gelähmt hat, mich blockiert und erstarren ließ und lässt, in diesem schmerz, der irgendwann keiner mehr war und ist, einfach weg, ungefühlt...und jetzt, jetzt hat er sich seinen weg gebahnt, und ich sitze hier, weine und will einfach nur zurück in ihre arme.

sonst nichts.


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