bodenlos II
nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. vor allem letzteres, vor allem nichts sagen. nicht reden, keine worte, keine erklärungen. keine menschen, keine bewegung. einfach nur traurig schweigen. alleine, unsicher und haltlos. innere leere, eine karge, trostlose landschaft. warum? warum damals? warum heute? warum irgendwann? warum ich? die decke wird immer löchriger und sogar aus der roten farbtube tröpfelt nur grauschwarzer brei. die zeit ist zäh wie gummi, die sekunden, minuten, stunden vergehen unbeachtet, nutzlos.
die selbstzweifel könnten nicht quälender sein, selbstbewertung, abwertung, gepaart mit aggressionen, gerichtet gegen das ich. ein hässliches gemisch, durchdringend, allumfassend, klebrig. unbeherrschbar.
wann. hat. das. ein. ende?

@ future: ich brauch keinen menschen, der mich versteht. ich muss erst mal mich selber finden, verstehen und akzeptieren. das einzige, was ich will und brauche ist ein stabiles innen, eines, das mir halt gibt. und der äußere halt, die werte frau dr. psychoanalytikerin, weilt noch bis zum 1.9. im urlaub.
niemand als du selbst bestimmst über grenzen - entscheide dich wo sie genau verläuft, oder reiße sie ab.
Aber wenn sie nicht ans Telefon geht ist es etwas schwer, ih eine haltende Hand anzubieten.