07.12.2011 um 10:37 Uhr
17.03.2010 um 20:29 Uhr
nachtschicht
nachtschicht nummer 3. einer der pfleger meinte, es sei ein etwas unphysiologischer rhythmus; ich finde ihn völlig pathologisch. abends um halb 10 anfangen zu arbeiten, morgens um 8 ins bett gehen, mittags zum frühstück nudeln mit pesto, dann mittagschlaf und zum abendessen müsli mit kaffee. ganz großes kino. aber irgenwann musste es ja so weit sein.
11.02.2010 um 21:21 Uhr
ende.
das semester ist vorbei und ich bin völlig erledigt, könnte 24/7 schlafen. hart war es, aber dennoch schön, mit dem ganz eigenen reiz, den grenzsituationen so an sich haben. gestern gabs zum abschluß des semesters noch eine leiche, rechtsmedizinische obduktion, und jetzt werde ich diese universität bis ende des monats nicht mehr betreten, geschweige denn, irgendwelche bücher in die hand nehmen. und wenn der herr kollege und ich nun noch die zusage für unsere traumwohnung bekommen, kann nichts, aber auch gar nichts mehr schief gehen.
mein hirn hat sich abgeschaltet, ich kann momentan kaum geradeaus denken. aber das ist ok so, ich habe eine menge arbeit, stress und anspannung hinter mir, fünf monate durchgelernt und 8 prüfungen hinter mich gebracht. der weg zum traumberuf ist ein harter, definitiv. aber dennoch wunderschön, ich bereue keinen schritt und würde den weg jederzeit wieder einschlagen. ich bin glücklich, angekommen, angekommen in meinem leben. im märz bin ich vier wochen auf der anästhesiologischen intensivstation, und ich freue mich riesig darauf. endlich klinik, ärzte um mich herum und patienten mit den händen an der hosennaht und schläuchen in allen körperöffnungen.
und ich werde jetzt mit einem glas wein und einem buch ins bett gehen und keine überflüssige bewegung mehr machen. gute nacht.
20.01.2010 um 10:20 Uhr
dienstplanungen
grenzi: guten morgen frau xy, hier ist grenzi. ich sollte sie nochmal anrufen wg. der dienstplanung meines praktikums auf der anästhesiologischen intensivstation im märz.
frau xy: ach, guten morgen. die dienstplanung, hmmm, ja. das ist ein ganz schwieriges thema momentan bei uns. wie können sie denn arbeiten?
grenzi: ich bin komplett flexibel.
frau xy: ... wie, komplett flexibel? *staun*. frühschichten?
grenzi: wann immer sie mich brauchen.
frau xy: ... hm. *zögernd* spätschichten?
grenzi: kein problem.
frau xy: ... ... ... wochenenden???
grenzi: die gehören dazu.
frau xy: ... ... ... *trautsichkaumzufragen* und nachtschichten?
grenzi: gerne sogar.
frau xy: ... ... ... ... ... ... ähhh. ja. mhm. das war einfach. sowas gab es schon lange nicht mehr. eher noch nie. mormalerweise feilschen meine mitarbeiter, wo und wie sie nur können...
grenzi: *grins*
frau xy: ja. also gut. ich sehe schon, wir müssen sie uns warmhalten.
grenzi: *lalala* *nixdagegen* und *sohatteichmirdasvorgestelltunderzählensieesruhigdemchef*
...
alles geritzt. die anästhesie, notfall- und intensivmedizin und ich. *lalala...*
16.01.2010 um 21:35 Uhr
die...
... entdeckung des tages.
ich bin ja momentan, ähhh..., beschäftigt, jawoll. ziemlich ausgelastet, um genauer zu sein. bisher hat mein immunsystem auch 1a mitgehalten, aber gestern abend bzw. heute morgen haben dann hals und nebenhöhlen beschlossen, schlapp zu machen. hals rot und kratzig, nebenhöhlen dicht. da fängt man schon mal an, sich gedanken zu machen. zudem bin ich ja durchaus experimentierfreudig und nicht umsonst angehende ärztin. heute also ein exkurs in die angewandte hals-nasen-ohren-heilkunde und dann auch noch - eher zufällig - in die dermatologie.
zurück. die nebenhöhlen also. dicht, verschleimt. unangenehm und einem produktiven lernen nicht förderlich. viel trinken, klar, das ist nichts neues, und nasenspülung, so die idee. und alles andere ergab sich von selbst. mir kam nämlich der gedanken, statt einer selbst zusammengemischten salzlösung viel eher mal eine physiologische kochsalzlösung zu nehmen, im klinischen gebrauch ringer-lösung, normalerweise für infusionen verwendet. aber, so der gedanke, da von der zusammensetzung her physiologisch, also gleiche konzentration wie blut und weitere körperflüssigkeiten wahrscheinlich weniger austrocknend, ganz im gegenteil, eher befeuchtend. ich also in die apotheke meines vertrauens, ringer-lösung verlangt (schwei-ne-teuer, ein liter infusion geschlagene 6 euro), bezahlt und wieder nach hause. als erstes musste ich das zeug natürlich probieren (ich bin definitiv oralfixiert. ich habe keine ahnung wie ich es geschafft habe, meine kindheit zu überleben). schmeckt nur so mittel. etwas salzig eben. aber, der erste effekt nach kaum drei schlucken: halsweh weg. dann das zeug dreimal durch die nase gezogen, massenhaft schleim im gefolge beim rauslaufenlassen und dieser effekt hielt noch ca. eine halbe stunde an, dann war alles raus. und blieb draußen. freie nase und nasennebenhöhlen, kein druck mehr, keine schmerzen, alles gut. und auch der hals blieb schmerzfrei. hallelujah. gegen die allgemeine abgeschlagenheit dann noch eine aspirin-komplex eingeworfen und schon war ich wieder bereit. das ganze heute abend nochmal, der selbe effekt. der gegen abend nochmal wiedergekommene schleim (weniger als heute mittag) sowie das halskratzen weg, alles frei.
und weil ich neben dem nasereinigen dann auch gleichzeitig mein gesicht gewaschen hatte dachte ich mir so, einmal eincremen mit ringerlösung kann auch meiner gesichtshaut nicht schaden. und auch hier - siehe da und hallelujah: so eine pralle, feuchte und entspannt aussehende haut hat mir mein spiegelbild schon lange nicht mehr entgegen gehalten.
ringer-lösung. kann ich nur empfehlen.
so. und nun? richtung bett. morgen gehts weiter mit den halsorganen.
08.10.2009 um 07:24 Uhr
30.07.2009 um 07:16 Uhr
harte schule
erste notarzterfahrung. gestern mit einer notärztin gefahren. der tag endete damit, dass der diensthabende kardiologe in der uniklinik die notfallbehandlung einstellte, nachdem der patient, der beim gymnastik machen röcheln umgefallen war, über eine stunde lang reanimiert worden und in die uniklinik verbracht worden war, um einen herzkatheter gelegt zu bekommen; nachdem aber beim zugang legen schon teilweise geronnenes blut aus seiner vene lief, sagte der kardiologe aus, ende, einstellen, das hat keinen sinn mehr. der patient war 67 jahre alt, kerngesund, nichtraucher und nichttrinker, sportler, gerade in rente gegangen. ich war die ganze zeit mit dabei, die notärztin hatte die tatsache, dass ich erst im dritten semester bin, gekonnt ignoriert und mich voll in die notfallbehandlung mit einbezogen, und zudem hat sie mich zeitweise abgestellt, um der ehefrau psychologisch beizustehen und sie am dekompensieren zu hindern. ein harter einstieg in die notfallmedizin, hart aber lehrreich. und zumindest weiß ich jetzt auch hier, dass ich alle voraussetzungen mitbringe, selbst irgendwann notarzteinsätze zu fahren. drittes semester, das soll man mir erstmal nachmachen.
ach, und so ganz nebenbei hat mir der leitende notarzt eine dissertation angeboten.
20.07.2009 um 09:40 Uhr
medizinstudenten am wochenende
man sollte uns festbinden. auf jeden fall unter aufsicht stellen, an den wochenenden. medizinstudenten unter sich, auf dem balkon der studentenwohnsiedlung, beim herrn kollegen. eigentlich waren wir nur auf einen kaffee verabredet, hatten uns quasi das ganze semester über kaum gesehen, weil völlig unterschiedliches programm. ich vor allem in der anatomie, physiologie und biochemie zugange, der kollege beim materialkurs. gestern haben wir uns dann wiedergesehen, auf seinem balkon, in der kult mediziner-studi-wg. wie gesagt, wir wollten nur kaffee trinken, herausgekommen ist ein 8-stündiger, zum kugeln witziger und forschungsintensiver mediziner-selbsterfahrungs-praxis-nachmittag. wir sitzen auf dem balkon, updaten uns gegenseitig über die neusten gerüchte, verpaarungen, durchfaller, etc. irgendwann meint der kollege, man könne ja mal wieder blutabnehmen üben. großartige idee. material? fehlanzeige. das internet spuckte sogleich die diensthabende apotheke aus, die glücklicherweise um die ecke lag. anruf, nachfrage, ob 0,6er butterflies und 2ml -pritzen vorhanden sind. auf ein etwas verwundertes ja, aber sicher seitens des apothekers also ab in die latschen und aus dem haus, apotheke überfallen gehen. durch die notdienstluke also sammelbestellung aufgegeben, butterflies und spritzen, den fragenden blick der apothekenhelferin gekonnt ignorierend. das macht also 8,90 euro. ääähhh, grenzi, gib mir bitte noch 3,90, ich hab nicht genügend kohle. ähhh, kollege m., ich hab nur noch 2 euro klein. im chor...ähhh...kriegen wir das zeug auch für 7 euro...???...kurze nachfrage beim apotheker, ok, und wir konnten mit einem haufen kanülen und spritzen für 7 euro statt für 8,90 beglückt wieder gen studi-balkon abziehen. auf dem balkon angekommen, desinfektionsmittel und pads auf dem weg dahin noch aus dem bad geschnappt, auf dem tisch deponiert...m. ich muss erstmal eine rauchen (die erste schachtel hatten wir zu diesem zeitpunkt schon gekillt). und dann gings auch schon los. gscheite gefäße suchen, was bei kollege m. als durchtrainiertem sportler weniger das problem war, meine waren gestern irgendwie nicht in blutabnehmlaune. egal. gesucht, gestochen, abgezapft. und nochmal. anderes gefäß. diesmal an der hand, beim kollege am anderen arm, dann bei mir am fuß, bei ihm an der hand. und so ging das dann. rauchenderweise saßen wir irgendwann da und begutachteten unsere ausbeute, eine handvoll spritzen, gefüllt mit wunderschönem venösen blut. sachmal, weißte was, wir machen hier jetzt mal angewandte immunologische forschung, meinte ich irgendwann, gib mir mal eine spritze mit deinem und eine mit meinem blut. wir mischen das jetzt und schauen, ob das wirklich verklumpt. gesagt, getan, und fasziniert saßen wir eine ganze weile über dem in einer spritze gemischten blut und versuchten, die pathologie dieses gemischs zu analysieren. es tat sich nichts und wir freuten uns schon auf den nobelpreis für die entdeckung, dass man blut unterschiedlicher blutgruppen eben doch problemlos mischen kann, von wegen verklumpung. alles easy. über die nächsten kaffees und zigarretten vergaßen wir die spritze mit unserer nobelpreisverdächtigen entdeckung, bis der kollege irgendwann meinte, lass nochmal schauen. und...tjahmmm...was soll man sagen. mit dem gemisch, das sich in der spritze befand, hätte man spätestens jetzt risse in der wand flicken können. eine einzige zähe pampe, viskosität gleich null, farbe pathologisch ungesund. scheiße. das mit dem nobelpreis wird so schnell wohl nichts. naja. inzwischen war es abend, die zweite runde abzapfen stand an, weil umsonst wollte man die kanülen und spritzen ja auch nicht - verbilligt - gekauft haben. nachdem die zweite runde etwas weniger erfolgreich verlief, weil unsere gefäße überhaupt kein bock mehr hatten und eines nach dem anderen zu gemacht hatte, ließen wir es dann auch dabei bewenden, spazierten erneut zur tankstelle, deckten uns mit allem möglichen ein, kochten dann nudeln mit pesto und ließen es uns bis mitternacht auf dem balkon im kerzenschein gutgehen.
ich sags ja. man sollte uns anbinden. meine venen haben sich bedankt und den ein oder anderen blauen fleck produziert, der mich noch eine weile an diesen denkwürdigen nachmittag erinnern wird.
17.07.2009 um 20:25 Uhr
einschneidendes erlebnis
ich habe das bedürfnis, ein für mich ganz ein'schneidendes' erlebnis mit ihnen zu teilen.
heute hat meine 'op-karriere' begonnen. die geschäftsführende oberärztin der neurochirurgie hatte mich zu einer hirnmetastasen-op mitgenommen, ich war von anfang bis ende dabei, fünf stunden. vom sterilen abdecken, über haare rasieren, schnitt setzen, schädel aufsägen, metastasen entfernen, zunähen. ich stand die meiste zeit hinter ihr und konnte ihr über die schulter gucken, während sie operierte und mir gleichzeitig erklärte und meine fragen beantwortete. und, ja, was soll ich sagen?
ich hatte bisher keinerlei zweifel an meiner entscheidung, medizin zu studieren, nicht im geringsten, aber seit heute weiß ich, dass ich endgültig angekommen bin. ich habe mich in der op-kleidung, im op, zu hause gefühlt und mich dort bewegt, als hätte ich noch nie etwas anderes gemacht. es hat sich völlig natürlich angefühlt, wie eine umgebung, die ich kenne und liebe, zu der ich gehöre und die zu mir gehört.
eine op in büchern oder im fernsehen zu sehen, ist das eine. live bei einer dabeizusein, das andere. ich war gespannt, ob ich es tatsächlich aushalte, das alles aus nächster nähe zu sehen, beim schnitt zuzusehen, beim gang durchs gehirn, beim herausschneiden der metastasen. ich hatte die patientin gesehen, bei der einleitung der narkose, wusste also, wie sie aussieht, kannte ihre patientendaten. aber sobald sie komplett abgedeckt und nur noch das zu eröffnende op-feld frei war, war die gesamte situation auf eben dieses op-feld reduziert. ich hatte ein system - den noch geschlossenen schädel mit dem gehirn - vor mir, ein system mit einem fehler, den es zu beheben galt. alles weitere, die patientin, ihre geschichte, waren ausgeblendet. und daher waren weder der riesige schnitt von ohr zu ohr, kurz hinter der haarlinie, noch das abziehen der haut bis kurz vor die augen und das umklappen eben jener über das abgedeckte gesicht, geschweige denn das eröffnen des schädels, ein problem.
danach wurde die harte hirnhaut - die dura mater - aufgeschnitten und ebenfalls zurückgeklappt, und dann konnte man auch schon auf die freigelegte oberfläche des gehirns, genauer der frontallappen, blicken.
der anblick eines menschlichen gehirns ist etwas unglaublich eindrückliches. es pulsiert mit dem herzschlag und strahlt eine ruhe und eine schönheit aus, wie ich sie bisher noch nicht gesehen habe.
ganz anders die erste metastase. ein melanom, das relativ oberflächlich lag und, da es schwarz war, sich deutlich vom umgebenden gehirngewebe abhob. ich habe heute meine definition von 'abgrundtief hässlich' gefunden; abgrundtief hässlich und bedrohlich wie kaum etwas.
das herausschneiden war feinstarbeit. die zwei anderen lagen tiefer im hirn, und die beiden operateure brauchten eine knappe halbe stunde, bis sie sich entlang der falx cerebri, also der bindegewebig bedeckten furche zwischen beiden hirnhälften, bis zu ihnen vorgearbeitet hatten. das herauslösen der beiden metastasen dauerte dann auch relativ lange, da sie, im gegensatz zur durch die bestrahlung nekrotisch gewordenen ersten, gut vaskularisiert, gefäßversorgt, waren und daher stark geblutet haben.
die beiden operierenden saßen, ich stand die ganze zeit hinter ihr, bzw. ihnen, fast fünf stunden lang, in höchster konzentration. ich habe das op-feld selber im blick gehabt, den monitor, auf den der ganze vorgang übertragen wurde, es wurde ja mit op-mikroskop operiert, habe den erklärungen der oberärztin gelauscht und hatte ununterbrochen fragen, die sie mir alle ausführlich beantwortet hat. eine art der konzentration, die eine ganz andere ist als zum beispiel beim lernen. aber die fünf stunden waren nicht eine minute lang ein problem; ich habe es noch nie geschafft, fünf stunden am stück zu lernen. auch eine erfahrung, mit der ich so nicht gerechnet hätte aber glücklich darüber bin, sie gemacht zu haben.
das angebot, jederzeit wieder mit dabei sein zu dürfen, habe ich dankend angenommen und es könnte passieren, dass mich die neurochirurgie nicht mehr loslässt. ich war 13, als ich das erste mal gesagt habe, dass ich ärztin werden will. und was genau wollte ich werden? neurochirurgin. heute hat sich also ein kreis geschlossen und ich fühle mich so vollständig und so im reinen mit mir wie noch nie zuvor.
17.07.2009 um 17:09 Uhr
ein denkwürdiger tag
heute hat meine op-karriere begonnen. zusammen mit der geschäftsführenden oberärztin der neurochirurgie und ihrem assistenten war ich im op, bei einer hirnmetastasenoperation mit dabei. was soll ich sagen? ich habe blut geleckt. und ich weiß, dass ich genau das richtige tue, die beste entscheidung meines bisherigen lebens getroffen habe als ich beschloss, einen schlußstrich zu ziehen und doch noch medizin zu studieren. ich habe zwar schon viel gemacht, aber ich kann mir nichts anderes vorstellen, als als ärztin zu arbeiten. in welchem bereich, das wird sich zeigen, herauskristalliesieren aus einer kleinen aber feinen auswahl. neurofächer stehen mit auf der liste. ich bin gespannt und freue mich darauf zu sehen, wie sich meine medizinische laufbahn weiter entwickelt.
jetzt sind erstmal semesterferien. naja, noch nicht ganz. aber so gut wie. bezüglich der klausur morgen schwanke ich, ob ich überhaupt hingehen soll. ich hatte so gut wie keine zeit, darauf zu lernen und werde sie - als erste klausur meines lebens - wohl nicht bestehen. aber ich habe beschlossen, dass das nicht schlimm ist. nächster termin ist der 28. september, genügend zeit also, in ruhe zu lernen. aber jetzt muss ich noch ein bisschen in mich gehen, nachdenken.
20.04.2009 um 08:00 Uhr
gehirndoping - phase V
19.04.2009 um 18:53 Uhr
gehirndoping - phase IV
19.04.2009 um 16:07 Uhr
gehirndoping phase III
es wirkt. ich habe selten so konzentriert gelernt. die umgebung ist weitgehend ausgeblendet (ich musste mich dazu aufraffen, diesen eintrag zu schreiben), ich sitze mit tunnelblick am schreibtisch und ausser meinen histopräparaten scheint nichts zu existieren. eine stunde verging wie im flug und ich habe bereits eine ganze menge geschafft.
allerdings ist meine entscheidungsfähigkeit stark eingeschränkt (ich muss aufs klo und sitze trotzdem hier und kann mich nicht entscheiden, ob ich gehen soll oder nicht) und von spontanität geschweige denn impulsen keine spur mehr. ich funktioniere. sonst nichts.
19.04.2009 um 15:02 Uhr
gehirndoping - phase II
19.04.2009 um 13:04 Uhr
gehirndoping - phase I
so. nach wochenlangem hin und herüberlegen bin ich jetzt soweit. ich werde einen selbstversuch starten, durchgeknallt genug bin ich. gelesen hab ich genug und mit meinem psychodok sind die (nichtvorhandenen) wechselwirkungen abgeklärt (allerdings wollte er kein rezept herausrücken).
phase I: (illegale) beschaffung des zeugs. ist nicht schwer, denn man kennt ja jemanden, dessen sohn es nimmt. bei einnahme ohne die symptome, für die das zeug eigentlich gemacht ist, ist herausragende konzentration über stunden zu erwarten. genau richtig vor dem morgigen histotestat, wo ich heute so zappelig bin, dass ich so gar nichts in den kopf bekomme. ich werde es also wagen. und mich jetzt mal auf den weg machen.
bericht der weiteren phasen folgt.
16.04.2009 um 18:41 Uhr
auf und zu
09.04.2009 um 12:36 Uhr
geweint wird erst, wenn es stark blutet oder komisch absteht!
09.04.2009 um 08:39 Uhr
wie blöd kann man eigentlich sein?
gottseidank ist das gehirn kein muskel. ich habe nämlich in meinem morgendlichen tran das paroxat mit tetrazepam verwechselt. ein muskelrelaxans. großes kino. ganz großes kino. ich kann mich kaum auf den beinen halten. gut, ich bin entspannt wie schon lange nicht mehr. aber ich muss lernen. und das gestaltet sich ein wenig schwierig. ich sitze wie ein komma an meinem schreibtisch und ein großteil meiner energie geht dafür drauf, mich einigermaßen aufrecht zu halten. scheiße.
