grenzwandel

06.05.2008 um 19:20 Uhr

ich muss

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

 

ich weiß auch nicht, wozu ich diese dramen auf der couch immer brauche. nur damit es hinterher klick macht? ein hoher preis für ein klick. nunja. das getobe hat sich nun endgültig gelegt, ich bin einen schritt weiter und weiß was los war. das selbe wie immer. projizierte bewertung, abwertung, leistungsdruck, unerfüllte erwartungen, abwehr.

ich muss durch diese abwehr durch und ich muss diese autoaggressionen loswerden. und wenn ich schon gerade dabei bin zu müssen...weil es so schön passt...

dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen.

31.03.2008 um 07:48 Uhr

der therapie-punk (4): aus gegebenem anlass

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

Stimmung: who cares
Musik: blöde frage

 

29.03.2008 um 09:28 Uhr

frühstück mit dem unterbewusstsein

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

Stimmung: kontrollierend
Musik: nelly furtado

ich hänge. habe mein tobendes unterbewusstsein entlavt, weiß, warum es tobt. und gebe ihm raum. ein bisschen wenigstens. gerade eben habe ich mit ihm kaffee getrunken und versucht, ihm seinen zustand zu erklären. das ist ja das problem. es tobt nur dann, wenn es nicht versteht - mit ironie und sarkasmus kann es definitiv nichts anfangen, wie madam psychoanalytikerin nicht müde wird, zu betonen, und als der liebe gott eben jene verteilte konnte ich gar nicht aufhören, hier zu schreien - wenn es also ratlos ist, das unterbewusstsein, wenn es vom vorbewusstsein am bewusstwerden gehindert wird, dann sucht es sich eben spalten und ritzen, durch die hindurch es sich bemerkbar machen kann. das berühmte toben eben, in das sich dann irgendwann der verstand einschaltet und schimpft, mit dem unterbewusstsein, und es damit nur noch schlimmer macht.

jetzt habe ich es fast die ganze osterpause geschafft, zu lassen, vor allem mich, und jetzt, da ab montag wieder drei mal die woche couch auf dem programm steht, fange ich an, in die abwehr zu gehen und gleichzeitig zu greifen. mein außen, um dem innen halt zu geben. aber ich sehe es. ich kann das tobende unterbewusstsein mittlerweile sehen, und noch viel wichtiger, ich fühle es und kann es einordnen. so ist es letztendlich in den griff zu kriegen. und genau das tue ich gerade. und nachher werden wir zusammen kochen. was gesundes.

und falls irgendjemand nicht weiß, wie ein tobendes unterbewusstsein aussieht...

hier, bitte:

22.03.2008 um 10:26 Uhr

der therapie-punk (2) - erinnerung ans unterbewusstsein

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

 
heute hab ich frei. da hätte es ja eigentlich gelegenheit, das unterbewusstsein, sich mal wieder zu regen, weil bei all dem stress momentan muss es leidergottseidank (...) ein wenig zurückstecken und bekommt nicht so viel raum zum toben, das (vor-)bewusstsein hält den deckel drauf - ja, genau, DEN deckel, den deckel vom psychenfass, aber diesmal ohne die stahlnägel - die emotionen kratzen allerhöchstens an der oberfläche, tiefer runter gehts nicht, und das am horizont aufgetauchte therapiepausenüberbrückungssubjekt hab ich diesmal schon in der vorrunde ausgeknockt bekommen, bewusst sogar, hach, toll...und, also nee, was ich eigentlich sagen will, ich meine, weil ich, weil wir doch selbstbewertungsverbot haben, jetzt, in der therapiepause, und mir das auch gut tut, wie ich feststellen muss...
 
an dieser stelle - nur vorsichtshalber - als erinnerung an das unterbewusstsein:
 
 
also halt dich zurück, heute, am freien tag.
 
es wird nicht getobt.

15.03.2008 um 21:00 Uhr

therapie als cartoon: der therapie-punk (1)

von: grenzgaenger   Kategorie: der therapie-punk

ich bin ein sehr visueller mensch, ich glaube, das hatte ich bereits erwähnt. die bilder kommen und gehen, sie sind ein zugang zum unterbewusstsein, und dementsprechend therapierelevant sind sie. wir haben uns angewöhnt, meine therapeutin und ich, viel mit diesen bildern zu arbeiten. mit den bildern, die während oder nach den couch-sitzungen entstehen - meistens sind sie einfach irgenwann da, wie aus dem nichts heraus aufgetaucht, und auch mit denen, die meinen träumen entspringen. und manchmal entstehen solche, die ein fester bestandteil der therapie werden, sie kehren immer wieder, in allen nur denkbar sinnvollen, traurigen, absurden und wahn-witzigen ausprägungen und situationen. sie sind unberechenbar. und genau das ist das schöne an all diesen bildern.

zwei dieser therapeutischen 'running-pics' sind der therapie-punk und das unterbewußtsein.

der therapie-punk entstammt einem traum. irgendwann im letzten herbst, in einer phase, in der mich die therapie einfach nur wahnsinnig genervt hat, tauchte er auf, der punk. ich lag auf einer wiese in einem park, blauer himmel, sonnenschein, die vögel pfiffen und ich habe gelesen. und wie aus dem nichts heraus saß plötzlich dieser punk schräg links hinter mir, gestunken hat er, irokesenschnitt in grün, karohose und völlig verratzte jacke, mit einer bierflasche in der hand, saß er da, rutsche immer näher und fragte permanent, ob ich lust hätte, mit ihm riesenrad fahren zu gehen. hallo? gehts noch? das kann ja wohl echt nicht sein, also, also, nee, also, NEE. ich hab versucht, ihn zu ignorieren, hab keine antwort gegeben und eine ganze weile so getan, als wäre er gar nicht da. er wiederum wurde immer aufdringlicher, ich immer nervöser und irgendwann hab ich mich umgedreht und ihn angefahren, er solle sich doch bitte und mit verlaub verpissen. hat er aber nicht, er hat weiter genervt.

diesen traum hab ich also in der nächsten sitzung meiner therapeutin erzählt, und sie hat nur gelacht und gesagt, klasse analyse-traum, direkter bezug zum hier, denn wer sitzt denn in der realität schräg links hinter ihnen und geht ihnen - gefühlt zumindest - bisweilen ordentlich auf die nerven und kommt ihnen - ebenfalls gefühlt - nicht selten zu nahe...oh mann, wie schuppen isses mir von den augen gefallen: meine therapeutin natürlich...ein lachkrampf meinerseits folgte, weil ich sie in diesem moment als den therapie-punk visualisiert habe und das auch sofort raushauen musste, was sie nicht minder erheitert hat. so entstand also der therapie-punk.

das bild meines unterbewusstseins kam mir nach einer der vielen sitzungen, in denen meine therapeutin versucht hat mir nahezubringen, ich dürfe an meine emotionen weder ironisch noch sarkastisch, geschweige denn zynisch herangehen, das verstünde das unterbewusstsein nicht und dann isses verwirrt - DAS ARME! also wieder mal eine DIESER sitzungen, ich schrottgenervt raus und anschließend in die stadt, mit dem vorsatz, die therapie um den aspekt therapeutisches shoppen zu erweitern. ich steh also vor meinem lieblingsladen und plötzlich fällt mich dieses bild an, und ich wusste sofort, daß ich gerade mein unterbewusstsein gesehen hatte, und weil es so dermaßen absurd war, dieses bild, hab ich mich auch hier weggeschmissen vor lachen, mitten in der gut gefüllten fußgängerzone. weil, sorry, aber abwegiger kann ein unterbewusstsein nicht aussehen, wirklich nicht. und was das ganze noch abrundet ist schlicht die tatsache, daß diese bilder nicht bewusst entstehen, sondern eben aus dem unterbewussten heraus kommen, von daher muß ich wohl echt davon ausgehen, dass mein unterbewusstsein genau so aussieht, wie es sich mir gezeigt hat: es ist quadratisch, steht hochkant und hat wellige ränder, fließt nach unten hin auseinander, mal mehr, mal weniger, je nach zustand, hat riesige, sehr ausdrucksstarke augen und vor allem ist es rosa. yep. es ist rosa, mein unterbewusstsein. jedes mal, wenn es erscheint vor meinem geistigen auge, muss ich grinsen.

diese beiden bilder kommen immer und immer wieder, mittlerweile sogar in kombination. der therapie-punk und das unterbewusstsein. großartig.

monate lang hatte ich meine therapeutin vollgejault, wie blöde es doch wäre, daß ich nicht zeichnen könne, bei all den bildern und szenen in meinem kopf, eine verschwendung, jawoll, und ebenso lange sagte sie jedes mal lediglich, ich solle es doch bitte endlich mal ausprobieren, das mit dem zeichen, mehr als schief gehen könne es ja wohl nicht und dann...so what. weitere wochen zogen ins land, wochen, die geprägt waren von einer nicht abreißen wollenden bilder-flut und logischerweise auch vom besagten jaulen über das nicht vorhandene zeichentalent (ja, is blöd, nä, weil ich konnte es ja eigentlich gar nicht wissen, daß ich nicht zeichnen konnte, weil ich es nämlich noch nie in meinem leben wirklich ernsthaft ausprobiert hatte), ich hab die therapie-bilder also immer nur kurz in worten festgehalten, was ich aber auch irgendwie doof fand, weil es einfach nur einzelne szenen waren und keine bildgeschichten, und irgendwann dachte ich dann, ja, is gut jetzt, genug gejault, die bilder sind ja da, in meinem kopf, eigentlich müsste ich sie nur irgendwie abzeichnen. jawoll. ich also los, entsprechende utensilien besorgt - hundeelendteure faber-castell ecco pigment stifte, daheim hingesetzt und angefangen, die ganzen bilder und szenen zu zeichnen...

mittlerweile ist der therapie-punk als cartoon eine feste und meistens extrem erheiternde größe der therapie, denn es gibt immer und immer wieder situationen und emotionen, die ich mit tausend worten nicht treffender beschreiben könnte. darüber, daß das hypersensibelchen probleme mit den therapie-pausen hat - jajajajajaja jadoch, seit gestern ist osterpause... - habe ich mich bereits ausführlich ausgelassen - eintrag 'pausengeplänkel' vom februar - und daher an dieser stelle nun, aus gegebenem anlass...

 

# 5, wie gesagt, seeeehr aktuell gerade...therapeutin im urlaub, unterbewusstsein tobt.

to be continued...