grenzwandel

09.10.2012 um 19:44 Uhr

nur mal so nebenbei

 

wie in aller welt kann man zwei quantenphysikern, die quantenprozesse beobachten, den nobelpreis verleihen??? da haben wir doch schon wieder ein katze, die sich in den schwanz beißt. ein quantenprozess definiert sich doch darüber, eben NICHT beobachtbar zu sein. schon vergessen? hingucken nicht erlaubt. sonst wird's rot. oder blau. kommunikation ist tödlich. zumindest für quantenprozesse.

aber scheinbar interessiert das niemanden. vielleicht ist das ja auch quantenphysik. was ich ignoriere, existiert nicht.

 

28.03.2008 um 10:02 Uhr

nachtrag zu schrödinger & co.

 

...wie jedoch kann innerhalb eines bestehenden nicht-nichts, nämlich unserer realität, ein echtes nichts geschaffen werden, aus dem dann in einem moment induzierter instabilität - also im moment des nicht-nichts werdenden nichts - etwas entsteht?

als beweis dafür, dass sich das universum selbst aus dem nichts heraus erschafft? neenee meine herren schrödinger, bohr, hawking und wie ihr alle heißt.

da beißt sich die katze doch schon wieder in den schwanz.

27.03.2008 um 23:37 Uhr

philosophischer reduktionismus? reduktionistische philosophie?

Stimmung: ratlos

dass materie aus dem nichts heraus entsteht, entstehen kann, hat die moderne physik bereits bewiesen. verantwortlich sind - wer hätte es gedacht - quantenprozesse.

dazu bedarf es - richtig - energie.

woher nehmen, die energie? aus dem nichts. natürlich. woher sonst? sagt schrödinger. und nennt es unbestimmtheitsrelation.

ok. ist klar soweit.

da fehlt aber noch was. genau. die raumzeit. denn ohne schon vorhandene, oder zumindest gleichzeitig mit der energie und der materie entstehende raumzeit, passiert...öhöm...nichts.

alles klar.

und auch die raumzeit wiederum entsteht aus dem nichts. durch quantenfluktuation. sagt jedenfalls hawking. wir ignorieren gekonnt die tatsache, dass er das noch nicht bewiesen hat.

logisch geschlussfolgert ergibt sich daraus die instabilität des nichts.

wir schließen weiterhin - ebenfalls logisch - dass das universum sich daher selbst aus dem nichts heraus erschafft.

so. und hier wird es kompliziert.

denn müsste es nicht wenigstens ein gesetz geben, das dem nichts gestattet, instabil zu sein?

 

25.03.2008 um 00:14 Uhr

vollkommene gänze

 

die null als ergebnis der weltformel wäre das vollkommenste aller denkbaren ergebnisse.

dann, wenn sich zuvor beweisen ließe, dass die null nicht nichts ist, sondern etwas, das alle existierenden gegensätze vereint und sie zu einem ganzen werden lässt, das aus teilen besteht, die niemals getrennt waren.

 

14.03.2008 um 07:24 Uhr

warum sich postmoderne und quantenmechanik nicht mögen

Stimmung: gereizt
Musik: toto

jetzt bin ich schon wieder beim thema. postmodernismus. kann mich das denn nicht verschonen? als ob jemand die postmoderne wundertüte geöffnet hätte, aus der nun jeden tag ein anderer konstruktiver dekonstruktivist narrativen schwachsinn zaubert. ich persönlich würde sie ja eher als postmoderne kotztüte bezeichnen wollen. aber bitte. BITTE. dann werde ich mich - probehalber und vorübergehend - eben auch in die reihe der postmodernen alles-anzweifler einreihen. mal gucken, was DABEI rauskommt. da hab ich zwar jahrelang gebraucht, um mich getreu descartes als denkendes subjekt zu akzeptieren, zu etablieren, und dann kommt das postmoderne nichts im gewande des seins daher und dekonstruiert so mir nichts dir nichts eben jenes als quell objektiver erkenntnis.

aber halt. *handheb*. hier tauchen die ersten fragezeichen am postmodernen horizont auf.

denken?

ich denke, also bin ich?

ich fühle dass ich denke, also bin ich?

mitnichten.

existiert das denken als solches überhaupt und wenn ja lässt es sich fizieren? veri oder falsi? oder möglicherweise mumi? ist es überhaupt noch wichtig? im zuge postmodernen existenzialpathos, im netz lapidarer satzfolgen verbrauchter sprache ohne wert, aus schablonen, stereotypen und attitüden wirrer befindlichkeiten die der möblierung innerer leere dienen, werden wir doch zu universalautisten. denken spielt hier keine allzu große rolle mehr. so oder so.

was sagt denn die quantenmechanik dazu? dass schrödingers katze zugleich lebendig und tot ist wenn keiner hinguckt und der geworfene ball erst dann blau wird wenn er mit einem ihn anblickenden kommunikationswilligen bzw. –fähigen subjekt kommuniziert...

postmodernes blabla im quantenmechanischen fleischwolf?

zumindest post-rationales. aber das passte dann ja wieder. die postmoderne verneint ja - wie bereits erwähnt - mit ihren dekonstruktivistischen ansätzen das rational-positivistisch-kritisch-konstruktiv denkende subjekt als letzte erkenntnistheoretische quelle. wenn aber ein solches subjekt als ursprung von rationalität als basis für kommunikation nicht existiert, wie kann dann ein ball jemals blau werden? schließen sich postmoderne und quantenmechanik also gegenseitig aus? lässt sich das statistisch auf grundlage der bayesischen theoreme von wahrscheinlichkeiten abhängiger ereignisse legen? be oder wider?

was wiederum fragen über fragen aufwirft. konstatiert man in der postmoderne die radikale konstruiertheit aller erkenntnistheoretischen positionen, muss man sich somit auf das beobachten von beobachtungen zurückziehen? und vor allem: wer beobachtet denn nun...das nicht existente, konstruktiv-rational denkende, postmoderne subjekt? wohl eher nicht.

hegel hätte seine freude: negativität soweit das auge reicht. wohingegen kant sich - quantenmechanisch begründbar tot und lebendig zugleich, es sollte nur ja niemand hingucken – zur dekonstruktion der aufklärung als ausgang des menschen aus seiner selbst konstruierten beliebigkeit zu wort hätte melden müssen. oder so. bei aller erkenntnistheoretischer dystonie eigentlich als konstruktive dekonstruktion quantenmenchanischer realität zu begreifen, denn, wie wir alle wissen, hat kant sich bisher nicht gemeldet. oder es hat doch jemand hingeguckt.

soviel also dazu.

cogito ergo bumm.

amen.

 

09.03.2008 um 13:31 Uhr

'relativ' mal einfach gedacht

 

die endlichkeit einer strecke ist eine illusion, ein pragmatisches konstrukt, geschuldet der nicht-illusionären endlichkeit des menschlichen verstandes...also

strecke = weg

weg = unendlich

zeit = relativ (einstein's definition von zeit und relativität zugrunde gelegt jedenfalls)

geschwindigkeit = absolut (man nehme der einfachheit, und auch der schönheit halber mal nur die lichtgeschwindigkeit)

davon ausgehend ergibt sich folgendes...theoretisch zumindest:

geschwindigkeit = weg/zeit, daraus folgt

geschwindigkeit x zeit = weg, woraus sich

zeit = weg/geschwindigkeit ergibt, ergo:

relativ = unendlich/absolut.


klingt irgendwie nicht unlogisch...

08.03.2008 um 21:30 Uhr

annihilation der extreme

die annihilation ist - physikalisch betrachtet - ein prozess, bei dem ein teilchen-antiteilchen-paar... nunja, sagen wir mal salopp ... verschwindet, ausgelöscht wird, an seine stelle jedoch andere teilchen treten, entweder ohne, oder aber mit ruhemasse. da 'in ruhe' = 'im gleichgewicht' bedeutet (die wissenschaftliche unschärfe dieser aussage wollen wir an dieser stelle der einfachheit halber mal ignorieren...) und die physik 'gleichgewicht' als einen sich (temporär) nicht verändernden zustand eines systems definiert, tendiere ich dazu, ruheteilchen sympathisch zu finden. was mich zu folgender überlegung veranlasst:

nehmen wir mal an, dass

1.) physik alles ist und der rest nichts, sich also mit physikalischen formeln die welt und das universum erklären lassen, theoretisch zumindest

2.) emotionen synaptischem, also (chemisch-)pysikalischem teilchen-feuer geschuldet sind

3.) es zu jedem teilchen ein anti-teilchen (dies allerdings ist nicht lediglich eine annahme!) und damit

4.) zu jeder physikalisch erzeugten extrem-emotion eine extreme anti-emotion gibt, müsste sich

5.) über die annihilation eigentlich die sogenannte ruhe-emotion, also quantenmechanisch induziertes, emotionales gleichgewicht erzeugen lassen.

theoretisch zumindest.

 

       einwände?