dich - du - dein. ich.
ich fühle mich mal wieder seltsam leer und haltlos, und dann doch wieder nicht. die therapie heute war schön, einfach schön und hat mir gutgetan. zumindest konnte ich den berg an schuldgefühlen, den ich gerade mit mir herumwälze, ein wenig abbauen. heute nachmittag ging mal wieder gar nichts, allerdings habe ich nicht getobt, wie gestern. irgendwie habe ich es geschafft, die notbremse zu ziehen und mich nicht in die trauer, den schmerz und die melacholie fallen zu lassen, die mich gerade beherrschen. ich konnte sogar recht distanziert draufgucken und an der ein oder anderen ecke einhaken. dank der therapiesitzung. dennoch, oder gerade deswegen, sitze ich hier und fühle die last auf meinen schultern, die last, die ich mir auch immer wieder selbst auflade, die last der schuldgefühle und der haltlosigkeit. nachdem die diss jetzt so gut wie veröffentlicht ist - ich muss sie nur noch in die ub tragen - kommt das schwarze loch wieder gefährlich nahe. mein gott bin ich froh, dass meine therapeutin da ist, der einzige mensch in dieser seltsamen veranstaltung namens leben - von dbf jetzt mal abgesehen - der mich zu verstehen, aufzufangen und zu halten imstande ist. eine wundervolle 'beziehung', die wir haben und pflegen, vertrauen und nähe und verständnis, jeder für sich, füreinander.
momentan ist es wieder soweit, ich habe es mal wieder erfolgreich geschafft, einen menschen, der mir eigentlich am herzen liegt und den ich mag, in die distanz zu katapultieren, mit der ich umgehen kann. es geht mir zwar nicht gut dabei, schuldgefühle noch und nöcher, aber immer noch besser als zu viel nähe. ich kann mit nähe einfach nicht umgehen und habe zudem momentan keinerlei kapazitäten, nach anderen zu gucken. es kostet mich alle kraft und energie, auf mich zu schauen und zu horchen und mich nicht gleich wieder angewidert abzuwenden. das versteht kein mensch, der nicht in der selben situation ist, und andere fangen erst an zu verstehen, was das wirklich bedeutet, wenn es dann so weit gekommen ist wie jetzt und ich fluchtartig den rückzug antrete. aber was schaue ich schon wieder nach anderen, versuche, deren seite mitzudenken, zu verstehen, was in ihnen vorgeht?
schau auf dich, grenzie, höre auf deine gefühle und schuldgefühle sind nicht notwendig, wenn du genau dies tust.

there's no need to look at all
it seems to be the time for you to wonder
about yourself and what it's all about.
just be and breathe and be and breathe
that's hard enough sometimes
nothing's neccessary, nothing's wrong,
it's just your way and you keep going on.