dub day 5/1
ok. gerade nochmal die kurve gekriegt. ich hatte mal wieder einen bezeichnenden (alb-)traum, in dem unter anderem meine therapeutin eine tragende rolle spielte, ich mal wieder ein gemetzel unter meinen kommilitonen veranstaltete, weswegen ich mich der schwedischen polizei stellte, per brief, in dem ich alles beschrieb und dann eine sitzung bei meiner therapeutin hatte (die auf einmal keine wunderschoenen langen locken sondern militant-feministische ratzekurze haare trug (...?...)). in dieser sitzung kam heraus, dass ich das gemetzel nur getraeumt und nicht in wiklichkeit veranstaltet (sie wollen sich in wirklichkeit gar nicht auf irgendjemanden einlassen) und mich also umsonst der vielfachen koerperverletzung bezichtigt hatte. dann war ich auf einmal krank und meine therapeutin war voellig aufgeloest vor sorge um mich und ich fragte sie, ob die innere haltung und jene zum leben einen krankheitsverlauf beeinflussen koennen, was sie bejahte und ich mir fortan keine sorgen mehr um mich machte. dann wiederum wollte sie nicht, dass ich ihr zuschaue bei der vorbereitung ihrer vorlesung, was ich aber voellig ok fand und mich verzog. (...?...).
teile dieses traums bekomme ich aufgeloest, teilweise habe ich die analyse sogar mitgetraeumt, aber teilweise kann ich noch nichts damit anfangen. aber: es geht mir gut heute morgen, es hat sich durch den traum wohl einiges geloest, vor allem meine unterschwelligen aengste.
ich bin bei mir, fuer mich verantwortlich und wenn ich fuer mich sorge kann mir nichts passieren. auch hier nicht, nirgendwo. das wichtigste ist, wie ich schon so oft festgestellt habe, der innere halt, das stabile innen, und nicht das aussen. so lange ich bei mir bleibe, bin ich sicher. interessant allerdings sind die aggressionen der letzten beiden traeume. in den letzten wochen und fast sogar schon monaten hab ich verwundert festgestellt, dass meine aggressionen im alltag langsam verschwinden/verschwunden sind. jetzt tauchen sie wieder auf, im traum; das hatte ich auch lange nicht. sie sind also noch da, zumindest zeitweise, weil traeumen ist auch eine form von ausleben. aber ich kann ja kaum erwarten, dass all meine jahrelang angesammelten aggressionen von heute auf morgen verschwunden sind, zumal ich sie ja nie ausgelebt, sondern immer nur gegen mich gerichtet hatte. aber es ist schoen, sie langsam aber sicher in den griff zu bekommen. da macht es auch nichts, wenn sie in meinen traeumen auftauchen, das duerfen sie. traeumen darf man alles, ebenso sich vorstellen. trennen von traum und realitaet, das ist wichtig.
ich bleibe also heute nochmal in dublin und werde einen grossen spaziergang zum hafen machen. ich mag haefen. aber erstmal sollte ich was fruehstuecken und noch einen kaffee trinken, dann kann es losgehen.
