grenzwandel

27.08.2009 um 17:36 Uhr

erfolge

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

hmmm. ich bin ruhig und gelassen und lasse immer mal wieder die therapiestunde von gestern revue passieren. wir haben meinen weg vom anfang der therapie bis heute mit symbolen gelegt, und das war so bezeichnend. die momente und situationen der stärke der letzten beiden jahre kamen alle aus mir heraus, und die situationen, in denen ich eingebrochen und letztendlich in meinen depressionen versunken bin, waren alle von außen induziert. das waren momente, in denen ich dann angefangen habe, an mir und meinen fähigkeiten zu zweifeln, was letztendlich dazu führte, dass ich mir den boden unter den füßen weggezogen habe und abgestürzt bin.

am ende der langen reihe von symbolen, als jetziger zustand und ausblick in die zukunft, stand der elefant. er ist stark und dennoch sehr sensibel, er weiß, was er kann und will und handelt danach, ist überhaupt nicht aggressiv (es sei denn, er wird real bedroht), intelligent, weise, ruhig und gelassen. ein schönes symbol, das mir die kbt-therapeutin dann auch geschenkt hat. jetzt steht er auf meinem schreibtisch, und ab montag werde ich in in jede analysesitzung mitnehmen.

über abhängigkeiten haben wir gesprochen und die situationen, in denen ich mich in abhängigkeiten bringe (wie in den letzten tagen in bezug auf die werte frau dr. psychoanalytikerin, zumindest gedanklich und gefühlt) und mich selbst klein und hilflos mache und mich dann auch so wahrnehme. ganz oft sind das situationen, in denen ich nicht im hier und jetzt bin sondern in der zukunft, dann kommt die unsicherheit, kommen ängste und damit das bedürfnis, zu kontrollieren. und damit geht letztendlich das gefühl für mich verloren und auch die kongruenz, die authentizität. hier müssen allerdings die momente, in denen sich mein kleines kind gehör verschafft, außen vor bleiben. das ist etwas ganz anderes, auch wenn ich mich in diesen momenten ebenfalls klein und hilflos fühle.

heute ist es gut, ich bin bei mir - auch wenn ich kaum lern-motivation aufbringen kann, aber das macht nichts - und genieße den tag. und ich habe etwas neues gefunden, was mich total interessiert: bachblüten. danke schnute an dieser stelle für den tip. ich werde weiter recherchieren und berichten. außerdem habe ich ein neues bild im kopf, das ich demnächst auf leinwand bringen werde, hat auch mit dem elefant zu tun und mit dem übergang von schwarzweiß zu farbig und bunt. es ist so spannend festzustellen, wie sich die ganze kraft, die ich immer gebraucht habe, um mein wahres ich und meine emotionen zu unterdrücken, jetzt in kreative energie umwandelt. ich war gestern so erstaunt, so erstaunt, als ich mir den weg der letzten zwei, oder vielmehr zweieinhalb jahre symbolisiert und angeschaut habe. ich hab so unglaublich viel geschafft in dieser ganzen zeit. und ich merke, ich fühle und sehe die fortschritte, die ich gemacht habe, mache. und ich bin so stolz drauf. so stolz.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. Wari schreibt am 27.08.2009 um 21:02 Uhr:darauf kannst du stolz sein. sehr sogar.
    und der elefant, er ist ein tolles symbol. wahrlich.
  2. sternenschein schreibt am 29.08.2009 um 22:00 Uhr:Da kannst du wirklich sehr stolz drauf sein.
    Der Elefant weiss was er kann und was er will, und HANDELT danach.
    Eine sehr grosse Veränderung gegen früher.
    Liebe Grüsse

Einloggen zum Kommentieren:

Hinweis: viele Funktionen von blogigo (z.B. Einträge kommentieren) stehen Dir erst nach einer kostenlosen und unverbindlichen Registrierung zur Verfügung. Hier kannst Du Dich in Sekundenschnelle registrieren.