grenzwandel

04.01.2009 um 13:37 Uhr

grumpf am sonntag

von: grenzgaenger   Kategorie: blick nach vorne

ich mag physik. ja, ich mag dieses fach, finde es sogar leichter als chemie. eine frage, eine formel, eine antwort. ich mag das. es gibt allerding einen teilbereich der physik, den ich nicht ausstehen kann: die elektrizitätslehre. weil sich eben jener bereich hart an der grenze des mir visuell vorstellbaren bewegt. immer und immer wieder komme ich ins stocken, versuche, mir eine probeladung im elektrischen feld vorzustellen. wie zur hölle stellt man sich zudem elektrische spannung vor, oder, oder, elektrische feldstärke oder klemmspannungen? oder strom? das ist doch ein scheiß. mechanik? absolut einsichtig, optik und ionisierende strahlung ebenfalls. aber e-lehre? ich bin völlig entnervt und habe physik für heute in die ecke verbannt. themawechsel also. referat patientenverfügung. ich bin für die einleitung und die hintergründe zuständig, zudem habe ich mir für drei personen (incl. ich) eine plausible gliederung aus den fingern gesaugt, und die powerpointpräsentation übernehme ebenfalls ich. sowas kann man kein erstsemester machen lassen. das dumme ist nur, dass das gros der literatur in der teilbibliothek des max planck-instituts für ausländisches und internationals strafrecht steht, irgend so ein exoteninstitut, in die nicht jeder rein darf. das referat ist am 13.1. fällig, bedenkt man, das nächste woche die uni wieder losgeht,  am mittwoch, bleibt nicht so wahnsinnig viel zeit. also gilt es auch hier, sich etwas aus den fingern, respektive dem internet zu ziehen und das ein oder andere einem buch zuzuschreiben, das man nie in händen gehalten hat, nur um ein paar titel für die bibliographie zusammenzubekommen. nachdem ich physik jetzt in die ecke geschmissen habe und auch herzlich wenig lust habe, mit chemie weiterzumachen, werde ich mich also nun der patientenverfügung zuwenden müssen. draußen scheint die sonne, herrliches wetter und ich sitze hier und muss mich mit dem sterben auseinandersetzen. wie schön. nun gut. was sein muss, muss sein. irgendwann ist auch dieses semester vorbei.

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