hase zweimal gesichtet
irgend jemand hat die matrix umprogrammiert. ich bin fest davon überzeugt. es tragen sich höchst amüsante dinge zu.
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sms von madam anästhesistin. sie habe frei, ob die werte frau granzgängerin lust habe, gemeinsam die rennesel quälen zu gehen. ähhh, *ausdemfensterguck*: es regnet, ist relativ kalt und furchtbar ungemütlich. auf meine ansage, ich sei kinderkrank und mit antibioktika vollgepumt kam die lapidare antwort, das sei ja wohl kein grund, und überhaupt man sei ja ärztin und könne zur not helfen. ach ja? geht's noch? darf ich an die wanderung im dezember erinnern, die ich zur hälfte mit eingeklemmtem lendenwirbelnerv hinter mich gebracht habe und das werte fräulein ärztin dabei trösten musste, weil sie völlig fertig mit den nerven war? nunja.
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eine halbe stunde später: sms vom fräulein kunsthistorikerin aus berlin (man höre und staune und erinnere sich an das chaos von vor anderthalb jahren ;-)), ob schnecke grenzgängerin denn zum promotreffen komme, man würde sich freuen und des öfteren an einen bestimmten abend vor nunmehr ebenfalls anderthalb jahren denken. ähhh? bin ich noch stipendiatin oder wie? ist man nicht mit den promotreffensteilnahmeregeln vertraut oder verdrängt man da was? gibt man sich irgendwelchen illusionen hin? will man gar mehr? meingott sind manche menschen unrealistisch! ein nachträglich schadenfrohes grinsen jedoch konnte ich mir dann doch nicht verkneifen, und mit einem noch dickeren grinsen wurde die sms gelöscht. hach tat das gut.
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höchst und somit ungewöhnlich freundliche mail vom chef, ein teil der texte fürs spektrum-buch sei da, das selbst zu schreibende daran orientiert zu entwerfen oder im zweifelsfall an weitere autoren zu delegieren (ich ziehe letzteres vor) und überhaupt wie sei das doch alles toll. ja, monsieur, ganz toll, wirklich, hochkompetent, -qualitativ und prestigeträchtig, zukunftsweisend, karrierechancen- und ansehensteigernd, demütig sinke ich auf die knie. soll ich auch noch schuhe putzen? jetzt mal bitte nicht dem glauben erliegen, herr chef, sie hätten jemand anderen gehabt, dem dieser job so auf den leib geschneidert wäre wie mir und ihre wahl sei aus soft-gründen heraus auf mich gefallen. damit das mal klar ist. wenn ich aussteige, hast du ein problem, mein lieber.
so. ich wollte noch irgendetwas wirklich wichtiges machen...ach ja, der werten frau studienfreundin schreiben, dass meine unterlagen so gut wie auf dem weg sind. und dann meine hausärztin des vertrauens anrufen und fragen, ob das ansteigen des fiebers normal sei und ob ich früher kommen soll/kann, um mir wohl doch die dritte infusion abzuholen.
