herbst, melancholie und tränen
mein gott bin ich weich, gefühlvoll, traurig und melancholisch. immer noch läuft dasselbe lied in der endlosschleife, immer noch laufen mir immer wieder die tränen übers gesicht und immer noch fühle ich den schmerz des gestrigen abschieds. eine abschied, der eigentlich keiner war, nur einer auf zeit, denn wir werden uns wiedersehen, die madame kbt und ich, irgendwann werden wir weiterarbeiten, an mir, meinem inneren. es ist nicht in aufruhr, mein innen, nein. es ist sogar sehr ruhig, aber es ist traurig, es fühlt. den ganzen tag schon spüre ich diese weichheit und genieße sie, auch wenn sie weh tut und mich einnimmt, ohne dass ich etwas dagegen tun kann oder es wollen würde.
ich habe ihr geschrieben, der kbt-therapeutin, habe ihr den text von heute morgen geschickt. ich wollte ihr danken aber mir fehlten die worte. und der text sagt alles und noch viel mehr.
ein übriges tut die tatsache, dass gerade der herbst einzug hält. mit sturm, regen, dunklen wolken, kühler luft und sich verfärbenden und fallenden blättern. er bläst den sommer davon, der herbst, und verschafft sich platz, will sein. eine jahreszeit, die ich über alles liebe, und die regelmäßig mit höchst melancholischen anwandlungen einhergeht.
ich schätze, ich habe keine andere chance außer mich meiner momentanen stimmung hinzugeben und sie zu leben.
