grenzwandel

20.07.2008 um 23:22 Uhr

hin und her, vor und zurück

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

 

oh wie ich sie hasse, diese momente in denen ich merke, dass die stimmung kippt. es war ein schönes wochenende, ein sehr schönes sogar, ruhig und friedlich. das ein oder andere unternommen, viel geschlafen. und jetzt, jetzt sitze ich hier, bin elendliglich müde und hellwach und wenn ich an die kommenden tage denke, ist mir schon wieder alles zu viel. lasst mich doch einfach in ruhe, alle, ihr braucht mich nicht, ich brauche euch nicht, ihr wollt mich sehen, ich will euch sehen, will meine ruhe und an die decke starren aber ausgehen und spaß haben und das leben genießen. ich will im bett liegen, apathisch, und die sekunden, minuten und die stunden verstreichen lassen, nichts tun, nichts tun können aber in aktionismus ausbrechen, bäume ausreißen und die welt erobern. ich will verdammt nochmal traurig sein, nie wieder damit aufhören aber lachen, fröhlich und unbeschwert nach vorne schauen. gebt mir weiß und ich will schwarz, lacht mit mir und ich werde weinen, kommt auf mich zu, ich werde euch wegstoßen, haltet euch fern und ich werde an euch ziehen und zerren. ihr denkt, ihr macht mich glücklich, das gegenteil ist der fall, werft mich in den dreck und tretet auf mir rum, ich werde mich dabei wohl fühlen und mehr wollen, versprecht mir regen, ich sage sonnenschein, zeigt mir einen strahlend blauen himmel, ich werde dunkle wolken sehen. ich bin leer, verdammt leer, da ist nichts, nichts was sich lohnt anzugucken, zu entdecken, eine hülle, ansehnlich zwar, das außen, aber das innen ist verrottetes chaos, beschissene leere, die mitte verbarrikardiert, unzugänglich und vielleicht nicht einmal da. mittige illusion, die illusion der mitte, verficktes, beschissenes scheißleben. die emotionale eruption des freitag abend war zu viel, zu heftig, zu unvermittelt, keine chance, dicht zu machen. umgehauen hat sie mich, ausgeknockt, ganz offensichtlich. und wieder renn ich gegen die wand, die wand des ich. ich hab's so satt, so satt. was in aller welt ist los, mit mir, was ist schief gelaufen, was mache ich überhaupt hier? die welt braucht mich nicht und ich brauche nichts weniger als die welt und dieses beschissene leben. das einzige, das aller einzige was ich will, was ich brauche, ist meine therapeutin; und die ist verdammt noch mal nicht da.

und wo verdammt noch mal ist das stopschild. WO???

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenameparia schreibt am 20.07.2008 um 23:32 Uhr:http://www.onlinewahn.de/ende.gif

    da.
  2. zitierenNachtwolf schreibt am 21.07.2008 um 00:37 Uhr:hmmmmm. schade, hatte gehofft es hält länger an. ;)
  3. zitierensternenschein schreibt am 21.07.2008 um 00:39 Uhr:Sie ist nicht weg, sie ist da, nur eben noch in Urlaub. bald hast du sie wieder.
    Du hast schon so viel geschafft. Ich weiss schwachwer Trost, wenn man es nicht fühlen kann, umherirrt im Nebel des täglichen.
    Und doch ist es so..und jetzt hole das Stopschild raus!
    Ich verneige mich, nicht vor dem Dr., selbst wenn da viel an Kenntnis und Energie zugehörte, aber vor Titeln verneige ich mich nicht, sondern, vor dem Menschen Grenzgänger/in, vor dem inneren. Selbst wenn dort noch vieles im Kampf mit sich selbst ist. Gegen Dinge die wohl von aussen kamen, die dort einfach hinterlassen wurden, und ungerechtwerweise es dir überlassen wurde, dort aufzuräumen.
    Aber auch damit hast du begonnen und schon ziemlich viel bewältigt auf deinem Weg.
    Du bist ein wertvoller Mensch, selbst wenn du es manchmal nicht glauben magst, vor dem ich mich verneige.

    Alles Liebe..
    sternenschein
  4. zitierengrenzgaenger schreibt am 21.07.2008 um 06:43 Uhr:@ âme: der erste lacher des tages. danke dafür!

    @ wolf: hatte ich auch gehofft. wenn ich mir allerdings anschaue, wie es mir damit noch vor einem jahr oder so gegangen wäre, dann sehe ich selber, wie weit ich schon gekommen bin. von daher kann ich wohl sagen: ist nicht so wild, ich weiß, wie ich damit umgehen muss/kann; das wird schon wieder.

    @ sternenschein: danke, sternenschein. das ungläubige kopfschütteln meinerseits, womit ich solche worte verdient habe jetzt mal außen vor gelassen, hat sich beim lesen tatsächlich sowas wie ein gefühl geregt. traurigkeit zwar, aber das ist gut so. alles ist besser, als dieses zerrissen sein oder als nichts zu fühlen. danke.

    @ all: so. und jetzt werde ich mich mal an den entwurf eines stopschild-notfallprogramms machen.
  5. zitierenNoZi schreibt am 21.07.2008 um 09:26 Uhr:ich bin dabei. notbremse ziehen! und wie ein guter freund neulich schrieb: knief die arschbacken zusammen und steh das durch!

    weil der witz ist - die welt braucht dich!!! frag mich jetzt bitte nach keinem wieso, weshalb, warum! aber es ist so.

    auch ich muss das einsehen und so werde ich mal den starken teil in mir wachrütteln, die arschbacken zusammenkneifen und den mist durchstehen!

    vielleicht können wir ja ein stück gemeinsam gehen?!

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