grenzwandel

08.09.2009 um 19:10 Uhr

immer diese überschriftenfindung, herrgott.

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

letzendlich gab es doch etwas zu beichten. ich habe hingeschaut, wenn auch nach anfänglichem toben, und habe es gesehen. und kaum war es raus, ging es. ich konnte hinschauen, analysieren, erkennen. warum fällt mir das immer und immer wieder so schwer? weil ich etwas nicht bekomme, was ich will - reaktionen von meiner therapeutin - mich das aggressiv macht, weil es zu sache geht und ich angst habe.

in dieser einen stunde ist das mein raum, ist es meine zeit. ich will sie nützen. nur meinem unterbewusstsein muss ich das noch klar machen. ich muss keine angst haben. ganz im gegenteil. es gab und gibt ja immer wieder situationen, in denen es lief und läuft und es mir hinterher gut, besser, mit der erkenntnis ging.

es ist ein denkbar asymmetrisches verhältnis, ja. aber ich werde nichts daran ändern können, ich kann nur für mich das beste daraus machen. ich werde versuchen, weiter dran zu bleiben. und es stimmt. die akzeptanz, und dann die anerkennung war bisher immer der erste schritt. das war auch bei dem kleinen kind in mir so. seit ich es wahrnehme, ihm zuhöre und ihm letztendlich gebe, was es braucht, geht es mir gut und ich fühle mich vollständig.das problem ist, es gibt einen unterschied zwischen dem klein sein und dem mich klein und hilflos machen. letzteres ist abwehr. und dann kommt natürlich noch meine negative bewertung dessen hinzu, das gefühl, zu versagen, der leistungsdruck. ich bin nicht mehr nachdenkungs- geschweige denn entscheidungsfähig. das gilt es anzuschauen, warum ich das immer und immer wieder mache und in der folge fast unweigerlich aggressionen aufbaue. aber ich werde nicht aufgeben. bestimmt nicht.


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