grenzwandel

13.09.2008 um 09:28 Uhr

kauderwelsch

ich bin platt. viel gefeiert - vor allem das wiedersehen - und umso weniger geschlafen. zudem musste ich mal wieder feststellen, dass ich einfach keinen alkohol vertrage. ein glas wein und mir war ne halbe stunde sowas von schlecht, aber sowas von. der geborene langschläfer bin ich auch nicht, daher hänge ich jetzt hier, im elterlichen wohnzimmer, mit blick auf den nieselverregneten morgen, alles ist grau, und kippe eine tasse kaffee nach der anderen in mich rein. dumm nur, dass mein körper erst auf solche mengen koffein reagiert, bei denen andere schon kammerflimmern hätten, und davon bin ich noch meilenweit entfernt.

es ist schön, alleine zu sein, die werte frau mama schläft noch und der werte herr vater geht seiner samstagmorgendlichen lieblingsbeschäftigung nach: einkaufen auf dem markt, post, brötchen holen. so schön es gestern war und so sehr ich mich gefreut habe, den ganzen haufen wiederzusehen, es war anstrengend. irgendwie nimmt meine kompatibiltät mit menschenmengen stetig ab, es schlaucht mich einfach, unter so vielen menschen zu sein, vor allem unter menschen, die man gut kennt (und mag). alle wollen sie was von dir, entweder alles haarklein hören oder noch schlimmer: dich in den arm nehmen und drücken, anstrengend, sehr anstrengend. es ist deutlich einfacher, wenn ich mich in anonymen menschenmengen bewege, da kann ich für mich bleiben, keiner beachtet einen. naja, das nur am rande.

ach, irgendwie glaube ich, kann ich gerade nicht wirklich schreiben. ich bin zwar bei mir, aber trotzdem irgendwie dicht, sind wahrscheinlich die nachwirkungen von gestern abend. ich werde mich jetzt - spontaner entschluß - anziehen und laufen gehen. es nieselt zwar, wie gesagt, aber das ist beim laufen durchaus was angenehmes.  


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