kleine brötchen und ein ventil
blog-motiv
nummer eins ist klar. glasklar. das schreiben ist ein ventil. und ich
habe ruhe dabei, dann, wenn ich auf mich schaue und höre und nicht die
außenperspektive auf mich einnehme. alleine die tatsachen, dass ich
nach dem eintrag von vorhin nochmal eingeschlafen bin und tief und fest
geschlafen habe, einen traum hatte, in dem meine mutter auf einer sehr
bezeichnende weise vorkam, dass ich mich nach dem aufwachen
einigermaßen erholt gefühlt habe und in der lage war, ein paar dinge zu
erledigen und vor allem die tatsache, dass ich klar denken kann und auf
einmal weiß, wo die probleme liegen und wie ich sie in den griff
bekomme, alleine - hmmm, alleine ist untertrieben - das reicht aus um
zu wissen, dass das bloggen unglaublich wichtig ist, weil es eben diese
ventilfunktion hat. ich bin niemand, der mit einem tennisschläger auf
die matratze einprügelt, oder wütend wird und schreit, nein, mein
inneres findet den besten ausdruck nun einmal in form von worten. erst
recht, wenn ich bei mir bin, und wenn ich das eben nicht bin, dann ist
das schreiben ein weg zurück zu mir.
so. die erkenntnis folgte auf den fuß. es ist wichtig zu wissen, was man kann. richtig. aber das alleine reicht nicht aus, man muss wissen, was man will, auch richtig und sehr wichtig und vor allem muss man wissen, was man leisten kann, zu leisten imstande ist. und zum leisten können gehört eben nicht nur die fachliche kompetenz, zum leisten können gehören auch der körper und vor allem die psyche. außerdem der faktor zeit. nicht in jeder phase des lebens ist man in der lage, das selbe leisten zu können, es gibt zeiten, in denen müssen eben kleinere brötchen gebacken werden. was bringen mir riesen brötchen, wenn ich nicht in der lage bin, sie aufzuessen. richtig. nichts. ergo: keine kompromisse mehr bezüglich der zukunftsplanung, kein 'das könnte ok sein', 'ich werde das schon irgendwie schaffen', kein 'ich könnte/sollte das vielleicht mal ausprobieren', nein. schluß. aus. finito. ich weiß was ich fachlich kann und ich weiß was ich will und ich kann auch realistisch einschätzen, was ich momentan zu leisten imstande bin. danach, und nur danach, nach dieser kombination, werde ich in zukunft handeln, wie gesagt, ohne kompromisse. nur das ist der weg, mein weg und ist vor allem der weg, den ich gehen will. nicht muss, nein, ich muss gar nichts (nä, frau psychoanalytikerin, das hab ich nun endlich kapiert). ich kann und ich will.
es ist mein leben, meine gesundheit, meine psyche. es sind meine entscheidungen.
meine.
ich.