man verschone mich mit allem, was auf -at endet
ich habe es doch tatsächlich geschafft, mich des medizin-antrags zu entledigen. und zwar ganz so, wie es mir entspricht. nämlich pendelnd. hochoffiziell dieses mal, zwischen sekretariat, dekanat, notariat und rektorat. nachdem ich die bestätigung über die abgabe meiner dissertation - die sage und schreibe eine ganze dinA-4 seite füllt (...) - abgeholt hatte (im dekanat), pendelte ich zum notariat, da die uni nicht befugt ist, zeugnisse anderer universitäten zu beglaubigen (???), und nachdem ich dem schlipstragenden herrn notar für ein siegel und eine unterschrift 11 (in worten: ELF) euro auf den schreibtisch gelegt hatte (vom werfen hielt mich lediglich meine gute erziehung ab), pendelte ich in die andere richtung, nämlich zum dekanat der medizinischen fakultät - am anderen ende der stadt gelegen - nur um dort zu erfahren, dass der antrag aufs rektorat gehört (von dem ich mehr oder weniger gerade kam, da sich notariat direkt danaben befindet)...wie immer um 10 minuten vor schließung schlug ich auf, fragte mich einmal quer durchs rektorat, das momentan eigentlich gar keins ist, da wir keinen rektor haben weil der neue nämlich schon wieder weg ist, ans bundesverfassungsgericht, und überhaupt. durch alle stockwerke, um letztendlich bei der freundlichen mitarbeiterin zu landen, bei der ich mich seinerzeit schon als promotionsstudentin immatrikuliert hatte. wie sie wollen jetzt noch medizin studieren, sie haben doch schon promoviert, reicht's ihnen noch nicht? nein, frau k., es reicht noch nicht, jetzt gehts erst richtig los. so der gutachter und die zvs wollen. wieder raus, richtung auto, das am rechtsmedizinischen institut geparkt war, das gerade eine neue lieferung bekam...die politeuse davon abgehalten, mir einen strafzettel zu verpassen...
toll. alles gut.

ganz liebe grüße und gute besserung