nachwehen
ich tapere völlig unzurechnungsfähig durch meine wohnung. von hier nach da, von rechts nach links und wieder zurück. irgendetwas fehlt, ist nicht da, weg, gegangen.
es ist ein komisches gefühl. über vier jahre habe ich einen großteil meiner kraft, und nerven und energie in diese arbeit gesteckt, von jetzt auf nachher ist es vorbei, und jetzt liegt sie hier gebunden neben mir. vorhin habe ich sie aufgeschlagen, und das erste was ich sah: einen rechtschreibfehler. natürlich. ich habe sie wieder zu gemacht. und jetzt schleiche ich skeptisch um sie herum, weiß, dass ich mit der abgabe gestern alles aus meinem kontrollbereich gegeben habe, jetzt nimmt alles seinen lauf und ich kann es nicht mehr ändern. das zerrt ein bißchen.
mir tut alles, aber auch alles, weh und je mehr ich schlafe, desto deutlicher merkt der körper, was ich ihm so lange vorenthalten habe. mit drei tagen pause ist es wohl nicht getan.
naja, wenn ein ozean von einem sturm aufgepeitscht wird, ist er auch nicht unmittelbar nach abzug des sturms wieder ruhig und glatt. und ich glaube, ich habe es mir verdient, jetzt erst mal aufgewühlt und zerknittert sein zu dürfen.

sowas - nämlich wie sie - muss man erstmal schaffen *schulterklopf*
ansonsten hilft nur nicht mehr reinkucken...ich habe das bisher immer so gehandhabt und bin gut damit gefahren...jetzt ist der drops nämlich eh gelutscht und du kannst NIX mehr tun...aber im positiven sinne...du hast deine arbeit geleistet und nun kommt eben das, was irgendwann kommen musste - die bewertung...sich seine eigene arbeit "schlecht" zu machen, in dem man sich jetzt über eventuelle rechtschreib-, formatierungs-, rechenfehler (oder welche unzulänglichkeiten auch immer) gedanken macht oder auch noch ärgert tut nicht not...echt nicht!
kümmern sie sich lieber mal ums lama...ich höre es bis hierher schreien...
freundlichste grüße
frau argh