grenzwandel

04.09.2009 um 15:24 Uhr

reflexion am freitag nachmittag

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

draußen regnet und stürmt es, herbstlich eben, und ich sitze hier und habe schon einen obere-extremitäten-anatomie-marathon hinter mir. jetzt bin ich müde, obwohl, das bin ich schon seit dem aufstehen heute morgen, nach dem gelungenen chat mit einem netten herrn bis spät in die nacht. anschließend musste ich dann noch meine völlig durcheinanderwirbelnden gedanken bändigen, die sich mal wieder selbständig zu machen versuchten. was wenn...was wenn nicht....wo...wie...und überhaupt. zur ruhe rufen musste ich sie, meine gedanken, weil damit eine uralte angst einherging. angst vor einem möglichen sich kennenlernen, sich auf den anderen einstellen und -lassen, etc. obwohl das zum zeitpunkt jetzt völlig aus der luft gegriffen ist. wir haben geredet, haben gemeinsamkeiten festgestellt und ähnliche ansichten bezüglich unser beider leben, haben gelacht, ironisiert und sarkastisiert, ein bisschen geflirtet, unser beider beziehungsstatus (beidseits nicht vorhanden) abgecheckt, auf eine sehr sehr nette und auch subtile art und weise, berufliche ansichten und pläne besprochen - der herr ist promovierender neuroinformatiker und musiker - und uns einfach gut unterhalten. ich sollte das jetzt einfach mal auf mich zukommen lassen, alles andere würde dieser sache nicht gerecht werden und bedeuten, dass ich nach alten mustern handle. das will ich nicht. um keinen preis auf der welt werde ich meine bisher gewonnene ruhe und gelassenheit und meine autonomie wieder hergeben. um keinen. und daher muss und werde ich langsam machen, keine antizipierenden gedanken mehr produzieren und schon gar keine erwartungen. ich würde den herrn gerne näher kennenlernen (alleine vom aussehen hat dieser mensch das potential 'traummann'...ähhh, no, no, no, nicht das, stopp grenzie :-), soviel ist sicher, und alles andere wird sich zeigen.

schöne begegnung auf jeden fall, und das bezeichnenderweise in einem moment, in dem ich so weich bin und vor gefühlen überlaufe. denn immer noch hängt mir der abschied vom mittwoch in den knochen, aber so ganz langsam weicht der schmerz und macht einer wunderschönen erinnerung platz. 

ich mag mein leben. und bin immer wieder erstaunt darüber, was für wundervolle menschen ich an meiner seite habe. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierentaschenlampe schreibt am 04.09.2009 um 16:44 Uhr:Das hast du schön beschrieben!

    Und schön auch, wenn Gedanken fliegen, ohne dass man sie tatsächlich beeinflussen kann.

    liebe Grüße

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