s-t-a-b-i-l
völlig aus dem konzept gebracht hat sie mich, die werte frau dr. psychoanalytikerin. mit der einfachen frage 'wie geht es ihnen?'. das war das erste, das aller erste mal, dass sie begonnen hat zu reden. sonst bin ich diejenige, die anfängt, anfangen muss, sonst kommt nichts von ihr. und heute fragt sie mich so mir nichts, dir nichts, wie es mir geht, kaum dass ich auf der couch lag. himmel. und, was soll ich sagen? ich habe seit einer woche das gefühl, stabil zu sein. fragil stabil zwar, aber immerhin. es hat sich so viel getan, so viel, dass ich gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll, hätte ich jetzt vor, darüber zu schreiben. meine derzeitige gefühlslage hat eine dermaßen neue qualität, das ich mir ihr dauernd bewusst bin. ich staune, wundere und freue mich. das pendeln hält sich in erträglichsten grenzen, stimmungsumschwünge nehme ich im vorfeld wahr und kann ihnen einhalt gebieten. das funktioniert tatsächlich, kein blindes tappen mehr in lauernde depressionsfallen, keine autoaggressionen. herrgott was bin ich stolz auf mich und glücklich darüber, es sein zu können. und passend zur stimmung...
und die chemie-klausur am samstag kann mich mal. man kann nicht besser vorbereitet sein als ich. bin schon am überlegen, ob ich morgen einfach nichts mehr tun soll, außer ausspannen und ausschlafen.

wenn ich bei dir lese, dann ist das gut. wie soll ich das beschreiben, ich bin nicht so gut im worte zusammensetzen... es ist schonungslos ehrlich und doch immer wieder hoffnungsvoll. könnt ich doch so sein, wie du.
gruß, arinna
liebe grüße.
auch dir liebe, wärmende grüße.