grenzwandel

04.12.2008 um 20:26 Uhr

s-t-a-b-i-l

von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

völlig aus dem konzept gebracht hat sie mich, die werte frau dr. psychoanalytikerin. mit der einfachen frage 'wie geht es ihnen?'. das war das erste, das aller erste mal, dass sie begonnen hat zu reden. sonst bin ich diejenige, die anfängt, anfangen muss, sonst kommt nichts von ihr. und heute fragt sie mich so mir nichts, dir nichts, wie es mir geht, kaum dass ich auf der couch lag. himmel. und, was soll ich sagen? ich habe seit einer woche das gefühl, stabil zu sein. fragil stabil zwar, aber immerhin. es hat sich so viel getan, so viel, dass ich gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll, hätte ich jetzt vor, darüber zu schreiben. meine derzeitige gefühlslage hat eine dermaßen neue qualität, das ich mir ihr dauernd bewusst bin. ich staune, wundere und freue mich. das pendeln hält sich in erträglichsten grenzen, stimmungsumschwünge nehme ich im vorfeld wahr und kann ihnen einhalt gebieten. das funktioniert tatsächlich, kein blindes tappen mehr in lauernde depressionsfallen, keine autoaggressionen. herrgott was bin ich stolz auf mich und glücklich darüber, es sein zu können. und passend zur stimmung...

und die chemie-klausur am samstag kann mich mal. man kann nicht besser vorbereitet sein als ich. bin schon am überlegen, ob ich morgen einfach nichts mehr tun soll, außer ausspannen und ausschlafen. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenarinna schreibt am 09.12.2008 um 09:39 Uhr:liebe grenzgängerin,
    wenn ich bei dir lese, dann ist das gut. wie soll ich das beschreiben, ich bin nicht so gut im worte zusammensetzen... es ist schonungslos ehrlich und doch immer wieder hoffnungsvoll. könnt ich doch so sein, wie du.
    gruß, arinna
  2. zitierengrenzgaenger schreibt am 09.12.2008 um 20:45 Uhr:ach du, ich bin doch auch noch auf dem weg zu mir selbst. und es ist ein verdammt harter und steiniger weg. allerdings scheint auch immer wieder mal die sonne. versuchs doch einfach mal, mit den worten. am anfang ist es immer irgendwie schwer, aber es wird leichter. mit der zeit.
    liebe grüße.
  3. zitierenarinna schreibt am 09.12.2008 um 22:07 Uhr:wenn ich das ab und zu haben würde, so eine verbindung mit/zu mir selbst, oder eine art stabilität, dann würde es sich ja lohnen zu kämpfen... aber entweder kenne ich das nicht, oder ich kann es nicht spüren.
    auch dir liebe, wärmende grüße.

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