salatneurotik
Stimmung: zer-knirscht
Musik: dixie chicks
ich habe eine feldsalatess- und -waschzwangs-neurose. und das nicht erst seit gestern. ursache ist meine oma. beziehungsweise nicht meine oma als solche, sondern der feldsalat, den sie mir mit vierzehn jahren vorsetzte, stolz ob der neuen salatsoße, die sie meinte, soeben erfunden zu haben. im eifer des gefechts hatte sie jedoch leider vergessen, den salat zu waschen. nun ja.
im laufe vieler vieler jahre, die ich mich dem wahnsinn besagter neurose nun schon hingebe, habe ich versucht, die feldsalat-waschtechnik zu perfektionieren. bei allen versuchen, den salat vom feld zu trennen, bin ich nunmehr soweit, ihn zu duschen. jawoll. spaghetti-sieb raus, feldsalat rein, beides unter die dusche. die duschdauer an sich variiert in abhängigkeit der salat- respektive der feldmenge. kern des problems ist es, letztere einzuschätzen. man entwickelt jedoch ein gespür dafür. über die jahre. mittlerweile habe ich es geschafft, den feld-salat-trennungsprozess weitestgehend vollständig zu vollziehen.
wohlgemerkt: weitestgehend.
in aller regel bleibt ein sandkorn zurück, im salat, das es geschafft hat, sich auch den hartnäckigsten versuchen es zu entfernen, zu widersetzen. nun könnte man meinen, ein sandkorn in einer schüssel feldsalat fiele nicht weiter ins gewicht. könnte MAN meinen. nicht so ich. denn jedes mal, jedes verdammte einzelne mal beiße ich drauf. auf das sandkorn. jedes mal.
eben wieder.

Die Alternative: du schneidest die Wurzeln ab - dann aber: Gaumen olé! Nichts in der Salatküche ist schlimmer als Feldsalatblättchen, die am Gaumen kleben...
übrigens - mir gefällt "Mäuseöhrchensalat" besser! ;o)