grenzwandel

02.09.2009 um 13:06 Uhr

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von: grenzgaenger   Kategorie: psychoanalytisches

ich bin ein bisschen in aufruhr. innen, versteht sich. oder auch nicht, denn noch verstehe ich es nicht ganz. ich habe schlecht geschlafen, ja. oder obwohl, sooo schlecht auch wieder nicht. heute vormittag habe ich gelernt, und zwischendurch, weil ich eine emailadresse suchte, in meinen alten mails gestöbert. da fand ich eine, von meiner exfreundin m., in der sie mich ein knappes halbes jahr, nachdem sie mich auf hässlichste art abserviert hatte, anflehte, ihr nochmal eine chance zu geben. ich glaube, das war der knackpunkt. ich war irgendwie verunsichert, habe an eben jene (nicht wirklich schöne) zeit zurückgedacht und vor allem an die aggressionen, die mich tage-, wochenlang beherrscht hatten, nach diesem beziehungsende. dann fiel mir ein, dass besagte frau immer noch einige viele bücher von mir hat, darunter einige meiner lieblingsbücher. und dann tat ich etwas unüberlegtes. ich versuchte nämlich, sie anzurufen. sie war GOTT-SEI-DANK nicht zuhause, denn schon wärend es klingelte merkte ich, wie ich langsam zerflatterte. danach hatte ich herzklopfen - auf eine negative art und weise - und saß erstmal eine stunde lang rauchenderweise auf dem balkon und versuchte, zu mir zurückzufinden. das ging nicht ganz so gut, also verzog ich mich ins bett, schlafen hilft oftmals.

was hat mich so aufgewühlt, dass ich schon wieder im begriff war, mir den boden unter den füßen wegzuziehen? was? die erinnerung? die aufwallenden aggressionen (die berechtigt waren und sind) oder der gedanke daran, dass madame ein langem eine neue freundin hat mit der sie zusammenwohnt und mit der sie glücklich ist (wie man so hört)? weil mir mal wieder bewusst wurde, dass ich alleine bin, was mir derzeit relativ häufig auffällt? ich mag es zwar nicht ändern, aber bisweilen tut es weh, ziemlich sogar. 

ich glaube, das ist es. ich kann es fühlen. alleine. einsam. der gedanke daran, das aushalten dieses zustandes.der versuch, es zu kompensieren. das gefühl von hilflosigkeit, wenn ich an die damalige situation denke. es war furchtbar. sowohl vor der trennung, während und danach. und gefühlte hilflosigkeit lässt mich aggressiv werden. ich kriege es jetzt nicht so ganz auseinandersortiert, aber das macht nichts. ich weiß, was ich meine.


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