therapeutische reflexionen
die therapie läuft. jetzt, jetzt wo das ende in sicht ist, jetzt läuft sie, verstehe ich, erkenne dinge, für deren erkenntnis ich über ein jahr zeit gehabt hätte, jetzt rede ich auf einmal auf augenhöhe mit meiner therapeutin, kann annehmen, was sie sagt und vor allem: auf einmal nehme ich wahr, dass sie mitbekommt, wie es mir geht. sie war immer präsent, hat jede kleinste regung während der sitzungen von mir wahrgenommen, klar, das war/ist ihr job, aber dass sie mitbekommt wie es mir GEHT, das kam bei mir bisher nicht so wirklich an. wahrscheinlich wollte ich es nicht sehen. wahrscheinlich war es genau das, was gefehlt hat, um den letzten rest vertrauen aufzubringen um ohne angst analysieren zu können. denn eben jene angst war mein ständiger begleiter, ich habe es nie geschafft, sie draußen zu lassen. angst - abwehr. gehören zusammen. zumindest bei mir. noch. ich werde daran arbeiten, das will ich und das werde ich.
aber trotz allem: ich habe - for now - die richtige entscheidung getroffen. erstmal analyseende. alles diesbezüglich andere wird sich weisen. das ende bleibt offen, zumindest für die kasse, ich kann wiederkommen, wenn ich will.
ich bin gespannt. ich habe so die ein oder andere idee, was ich machen möchte, wenn die analyse zu ende ist. ich habe gedanken im kopf, wünsche und vorstellungen, denn immerhin beginnt am 12.11. ja ein neuer abschnitt meines lebens, dem ich (momentan) ruhig und gelassen entgegen schaue.
