zwei buchstaben und ein punkt
Stimmung: gelassen
Musik: uriah heep
tag eins nach dem freien tag. fazit: es lief bombig. fünf seiten, aber hey, seiten, aus denen der hirnschmalz nur so heraustropft, keine tabellen und grafiken dazwischen, neenee, gigantische transferleistung das ganze, interpretation von ergebnissen, synthese und so.
und was für ergebnisse, und was für welche. ich kann es nicht glauben. wenn ich vor dreieinhalb jahren - als ich noch mitten in der nie enden wollenden datenerhebung steckte, oder vor wasweißichdennmeinetwegen vor 2 jahren, also mitten in der datenaufbereitung - gewusst hätte, was da alles großartiges dabei rauskommt, es wäre mir viel frust erspart geblieben. verdammt viel frust und nerven hab ich gelassen, ja, das hab ich. aber diese ergebnisse entschädigen einfach für alles. mannmannmann. was eine verkehrte realität. jahrelanger frust, und ein paar seiten, die alles wieder wett machen. und für was das alles? für zwei buchstaben und einen punkt. das ist, wenn man es mal genau nimmt, verflixt viel aufwand pro buchstabe, und der punkt erst, der punkt. punkt. der hat's in sich, der punkt. weil ohne den punkt sind die beiden buchstaben nichts wert. nackt, die buchstaben, ohne den punkt, unvollendet. der punkt muss sein. wirklich. ich bestehe auf den punkt.
was war sonst noch? ach ja: das unterbewusstsein hat sich beruhigt. heute mittag hat es aufgehört zu toben. nachdem ich, auf dem balkon stehend und rauchen, plötzlich wusste, warum es überhaupt angefangen hatte zu toben, das unterbewusstsein.
mir fehlt die therapie, und die damit verbundene struktur. das übliche also: pausenproblematik. wenn keine pause ist sind es nämlich allerhöchstens zwei tage ohne couch, dann lieg ich wieder drauf, und egal wie die sitzung läuft, analytische sternstunde oder abwehr pur, irgendwas tut sich immer. entweder schon währenddessen, oder aber danach. und jetzt, jetzt bin ich quasi projektionsflächenlos, ohne spiegel, und das führt bisweilen einfach dazu, dass ich an mir vorbeischaue. aber hey, ich habs gemerkt heute, und kaum hatte sich diese erkenntnis ihren weg ins bewusstsein gekämpft, war ruhe. so geht das also.
was noch?
ach ja: das übliche.
zu viel:
nicht gespültes geschirr, schnee
zu wenig:
kaffee (aus faulheit), zigarretten (der kälte wegen) und gesundes essen (es gab wie seit monaten reis mit sojasoße und feldalat)
gar nicht:
geduscht (himmel, ich werde hier noch zur lotterliese), geschirr gespült, bewegung (das pendeln zwischen schreibtisch, bad und herd (zum tee kochen) zählt nämlich nicht wirklich)
erkenntnis des tages
der tom macht ganz tolle bilder und ist furchbar nett (im blog zumindest :-)

Bei mir gab es zwar auch keine Sonne und doch schick ich halt ma ein paar Strahlen in Gedanken rüber. Die sehen echt toll aus. Geben auch noch ein mollig warmes Gefühl im Gesicht.
Liebe Grüße.
Tom
lieben gruß grenzgaengerin und auch dir netter tom ;-)