Romantik ist…..
An kalten Tagen macht Gemütlichkeit besonders viel Spaß. Den gestrigen Abend habe ich also unter Deckenberge auf dem Sofa verbracht und "Remember me" geschaut. Der Film war eine Empfehlung meiner Freundinnen. Er sei: totaaaaaaaaaaaal schön und sooooooooo romantisch. Ich hab vorab noch einen kurzen Blick auf die Amazon-Bewertungen geworfen und auch da hat er gute Bewertungen, also hab ich es riskiert. Böser Fehler. Ich fand ihn grottenschlecht. Ich hätte es allerdings auch wirklich besser wissen müssen. Meine Freundinnen finden auch "Titanic", "Nur mit Dir" und "P.S. ich liebe dich" hochgradig romantisch.
Ich kann dem nichts Romantisches und auch nichts Schönes abgewinnen.
Spätestens bei Liebesfilmen zeigt sich wohl das wahre Wesen der Frauen – grausam und mordlüstern. Warum kommt die Damenwelt wohl sonst bei den Filmen ins Schwärmen, in denen mindestens ein Teil des Liebespaares (vorzugsweiße der Männliche
) stirbt?
Gut, vielleicht schwingt da auch eine ordentliche Portion Sarkasmus mit. Getreu dem Motto –besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Immerhin enden diese Filme dank des frühen Todes, der oder des Liebsten bevor der Alltag Einzug hält. Also bevor er und seine Freunde mit Bierdosen bewaffnet das heimische Sofa belagern oder sie feststellt, dass bei seinem "Schätzchen" nicht von ihr, sondert von seinem Auto die Rede ist.
Und auch für manchen Mann dürfte es ernüchternd sein, wenn die bislang verständnisvolle und bodenständige Liebste die erste gemeinsame Wohnung mit unzähligen "Dekoelementen" zumüllt, ihm großzügig 1/8 des Kleiderschranks überlässt und er sich beim ersten gemeinsamen Hausputz in seine Bundeswehrzeiten zurückversetzt fühlt.
Bei Filmen scheint zu gelten: Romantik ist, wenn er am Ende tot ist – oder sie wenigstens Prostituierte.
