Hexen
Die Menschen glaubten schon immer an Zauber- und Hexerei. Unter dem Einfluß des Christentums nahm die Bekämpfung der Zauberei und Hexerei eine entgegengesetzte Richtung. Die Kirche versucht den Zauberglauben zu unterdrücken.
Es besteht immer eine direkte Verbindung zwischen dem Schicksal einer Hexe und ihrem Vermögen. Denn der Papst sprach reiche Hexen heilig, während arme Hexen verbrannt worden sind.
Hexen waren im Volksglauben gewöhnlich häßliche alte Zauberinnen, die, mit dem Teufel im Bunde, Menschen und Tieren Schaden zufügen. Nach Jean Bodin ist Hexerei die Kunst, die wissentlich ihre Ziele mit teuflischen Mitteln zu erreichen sucht. Sie ist so alt wie die Menschheit selbst und entstand aus der Vorstellung, daß Dämonen möglicherweise die wichtigsten Ereignisse des Lebens verursachen. Man glaubte, sie mit List und geheimen Mitteln beherrschen, ihre feindliche Macht bannen oder ihren Beistand in Not, Krankheit oder Tod erwirken zu können. Die Medizinmänner der primitiven Völker verwendeten ihre Kräfte in beide Richtungen:
Die unsichtbaren Mächte konnten ja gut oder böse, Dämonen oder Beschützer, sein.
Im frühen Mittelalter gab es in England weibliche Clan-Oberhäupter, die als Gesetzgeberinnen matriachales Recht ausübten und vollstreckten. Die Magna Carta von Chester nannte sie "Judices de which": Hexenrichterinnen.
Auch hatten die ältesten Frauen eines Clans die politsche Macht inne, aber die patriachalische Religion und ihre Gesetzgebung verdrängte sie allmählich aus dieser Position. Man bezeichntete sie nun als Hexen "witches", um sie zu vernichten.
