Ein Mann namens Horst - neuzeitliche Narreteien

31.10.2006 um 13:41 Uhr

Dingsdameister - oder: Keine Chance in der Werbung

"Ich war schon ein heisses Kitz, als ich noch jünger war", Gundel das Reh grinste. "Hirsche aller Generationen waren von mir angetan. Einmal, da hatte ich sogar einen One-Night-Stand mit einem, der in der Werbung Karriere gemacht hat. Bei Dingsda meister, oder wie das heisst."

"Ja ja, da hab ich mich auch mal beworben", Fred der Elch erinnerte sich.  "Aber als Elch hast du da keine Chance.

Aber heute, weisst du, da bin ich froh, dass ich nicht so ein Werbefuzzy geworden bin."

31.10.2006 um 13:23 Uhr

Etwas ganz Grosses

"Bei den Menschen gibt es den Ausspruch 'Ich glaub, mich knutscht ein Elch' " sagte Gundel das Reh.  "Was mögen sie wohl mit dieser Vorstellung verbinden?"

"Nun", Fred der Elch bekam wieder seinen philosophischen Gesichtsausdruck. "Sie haben ja auch den Ausruf: Du lieber Himmel! Und der Himmel ist etwas Wunderbares für sie.

Die Vorstellung, von einem wie mir geküsst zu werden, muss etwas ganz Grosses für sie sein!  Im Grunde kann ich das verstehen."

31.10.2006 um 12:07 Uhr

Fred - oder "Geschichten aus der Elchenwelt"

Liebe Leserinnen und Leser!

Endlich sind sie da - die Lebenserfahrungen von Elch Fred, von Gundl dem Reh und all den anderen Freunden.

Wahrscheinlich haben auch Sie, habt auch ihr euch gewiss oft gefragt, wie das Leben so als Elch ist. Denn ist es nicht Zufall, dass wir gerade als Menschen geboren wurden?  Wir könnten ebensogut Elch sein.

Fred hat dieses Glück. Und wir können nun an seinem Leben teilnehmen.  Hier also - auf milliardenfachen Wunsch - die >Geschichten aus der Elchenwelt< !

Euer Henri Hermes

                                                                                                   Bild Quelle: elchhausen.de

30.10.2006 um 12:45 Uhr

Wie kommt das Baby in sie hinein?

Horst babysittete bei seiner Nichte Evi, die allerdings das Wort Baby in dem Begriff überhaupt nicht mehr passend fand. Zumal Marlies, ihre Mama, tatsächlich bald ein Kind bekommen würde.

"Wie kommt eigentlich genau das Baby in sie hinein?" wollte die Kleine wissen. "Marlies will es mir demnächst näher erklären, aber ich kann ja auch dich fragen!"

"Oh, ganz einfach ...", die Frage kam Horst etwas überraschend. "Sie scheint Beischlaf ausgeübt zu haben."

"Ach so", meinte Evi. "Und so kommt das Kind in sie hinein?

"Nun ja", Horst schaute fachkundig "zuerst kommt das Genital  in sie hinein; und dann, dann eben das Kind."

"Dann ist also das Kind zuerst in dem Genital?"

30.10.2006 um 11:58 Uhr

Das Gedichtbändchen

Frau Müller-Bleibtreu hatte ein Gedichtbändchen zusammen- gestellt, das sie herausgeben wollte.  Horst quoll über mit Ratschlägen. "Das Büchlein braucht einen Titel!"

"Wie wär es mit: 'Juchhe - ein junger Morgen!' ?" Sie schaute ihn fragend an.

Horst nickte vor sich hin.  "Oder noch etwas zeitgenössischer: Echt geil - ein cooler Tag!"

30.10.2006 um 10:50 Uhr

Schwarm der Frauen

Horst tobte durch die Discothek.  "Man wird es noch sehen", meinte er. "Ich bin der Schwarm der Frauen!"

"Sie schwärmten alle!", bemerkte Narrbert. "Ich sah es gerade.  Sie schwärmten davon, als du dich an ihren Tisch setzen wolltest."

30.10.2006 um 10:11 Uhr

Das Kontaktanzeigen - Treffen

Er steuerte den hinteren Ecktisch im Bürger-Cafe an. Das musste sie sein.  "Ich bin Horst", sagte Horst.

"Ich bin Anke", sagte die Frau "setz dich doch".  "Danke Anke" erwiderte Horst.

"Sitzt du schon länger hier?" "Nein" entgegnete sie.  "Ich auch nicht" sagte Horst. Sie hatte sich bereits einen Cappuccino bestellt. Er tat dasselbe.

"Es ist das erste Mal, dass ich jemanden auf eine Kontakt-Anzeige hin treffe", ergriff er wieder das Wort. "Ich bin schon etwas nervös. Ich habe die Situation oft als Rollenspiel in meiner Männergruppe geprobt. Egon, der die Frau war, meinte, ich solle meine Unsicherheit ruhig zeigen."

"Echt stark, wie offen du bist, Horst", sagte Anke. "Ich bin  auch ein wenig unsicher. Meine Therapeutin sagt ebenso, ich solle das ruhig zeigen!"  "Echt stark" - war es jetzt an Horst.

"Was hast du da für ein Buch bei dir?", fragte sie.  Es schaute ein Stück aus seiner Jackentasche heraus.  "Ach das", Horst war leicht verlegen. "Das ist ein esoterisches Buch. Es heisst: Mein Seelenpartner - wie finde ich ihn".

"Das Thema interessiert mich auch", meinte Anke eifrig. "Sag, glaubst du an Seelenpartner?"

"Ich weiss nicht", gab Horst zu.  "Aber der Gedanke, ich kenne jemanden schon, den ich kennenlerne, macht mich weniger nervös."

29.10.2006 um 13:36 Uhr

Friedensbemühungen

Kurz vor neunzehn Uhr. Begegnungszentrum - Raum 4.  Horst und Heinz hatten den Arbeitskreis 'Buchhalter für den Frieden' gegründet. Es war das erste Treffen, das sie anberaumt hatten.  Beide waren gekommen.

"Ist es dir recht, wenn ich die Diskussion leite?" fragte Horst. "Ich bin heute Abend voller Power!"  "Mach du es" sagte Heinz, "ich schreibe auch lieber das Protokoll.

Neunzehn Uhr. Erstes Treffen. Anwesende Heinz und Horst. Ist es dir recht, wenn ich zuerst Heinz schreibe? Das kommt im Alphabet vor Horst!"  "Da muss ich erst mal in mich hineinspüren ... aber gut, für's erste, ist es für mich in Ordnung."

"Um einen Verein zu gründen, brauchen wir noch fünf Mitglieder" sagte Heinz, "vielleicht sollte das unser nächstes Ziel sein. Als Verein können wir unseren Ideen mehr Gehör verschaffen!"

"Ich setze das mal auf die Tagesordnung" erwiderte Horst.  "Möchtest du noch etwas einbringen?"    "Vielleicht wäre es auch gut, die UNO über unsere Friedensbemühungen in Kennt-  nis zu setzen. Aber ich denke, das ist noch verfrüht."

Heinz schaute verzagt. "Wenn wir unsere Meinungen dort aber vortragen sollen, dann musst du das machen.  Du weisst, vor einer Gruppe spreche ich nicht so gern!"

29.10.2006 um 12:35 Uhr

Vampirjagd - oder "Horst - im Bann der Dämonen"

Mittwoch Abend. Alle sassen bei Horst vor dem Fernseher und schauten 'Buffy - im Bann der Dämonen'.  Auch Horst fühlte sich in den Bann gezogen - allerdings von Buffy.

"Das ist eine starke Frau", begeisterte er sich "mit ihr würde ich auch gern mal auf Vampirjagd gehen!"  "Du auf Vampirjagd ..." griente Klaus-Jürgen, "die Dunklen Mächte wären erheitert!"

"Ha-ha", machte Horst. "Ha-ha. Was glaubt ihr, wenn ich daherkäme, mit meinem Pflock!"

"Wenn du daherkämst, mit deinem Pflock... " Narrbert suchte nach Worten, "mir schwant, Buffy wäre erheitert!"

29.10.2006 um 12:15 Uhr

nicht erotisieren

Horst stand mit Eva-Maria an der Theke. Er stand sehr verkrampft da.  Nach einer Weile verschwand Eva-Maria auf der Toilette und Horst wirkte wieder gelöster.

Narrbert gesellte sich zu ihm.  "Du standst sehr verkrampft da, Horst", meinte er.

"Mein Gemächt juckte" erklärte sich Horst. "Und ich habe mich erst jetzt, wo sie austreten musste, gekratzt."

"Ja, aber warum kratztest du dich denn nicht eher?" Narrbert verstand nicht.

"Naja", Horst druckste herum.  "Ich wollte Eva-Maria nicht erotisieren."

29.10.2006 um 12:08 Uhr

Der Superstar schlechthin

"Daniel ist der Superstar schlechthin." schwärmte Elke.

"Ha!" Horst hatte die Stimme eines Siegers.  "Wenn ich als Horst Müllerbock auftrete und mit dem After wippe, dann bin ich der Superstar schlechthin!"

24.10.2006 um 10:16 Uhr

Episoden aus *Narrberts Welt*

Bevor ich jetzt eine kleine Reise unternehme, hier noch einige Episoden aus NarrbertsWelt; die erste spielt zur Zeit der letzten US-Wahl.

"Schade!"  Die US-Wahl rief beträchtliche Betrübnis in Narrbert hervor.

"Was für ein Segen wär's gewesen, wenn ein friedvollerer Kriegsbefürworter Präsident geworden wäre!"

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23.10.2006 um 16:49 Uhr

Science Fiction - anspruchsvoller

"Ich schreibe gerade einen Science Fiction", erzählte Narrbert.  "Affenstark! Blutrünstige Aliens überfallen den Planeten!!" jubelte Horst.

"Nein, nein. Nicht diese Art. Schon etwas anspruchsvoller.  Eine hochentwickelte Zivilisation entdeckt die Erde. Es geht eher darum, wie sie unsere Welt sehen."

"Spannend!" Horst war erregt.  "Und wie soll er heissen?"

- "Planet der Normalverbraucher."

23.10.2006 um 15:59 Uhr

Tarot - oder der "König der Elche"

"Sag, hast du eigentlich schonmal mit dem Tarot gearbeitet?" fragte Frau Müller-Bleibtreu interessiert.

"Letzte Woche zog ich das erste Mal eine Karte" erzählte Horst eifrig.  "Ich werde es jetzt öfters tun; habe vor, ein Fachmann zu werden. Ich war schon gleich der König der Elche."

Er beugte sich zu ihr herüber. "Können Sie mir das noch näher erklären?"

23.10.2006 um 15:50 Uhr

Bis drei dabei !

Horst tobte durch die Disco.  "Heiße Mädelz, heiße Kerle!" tönte er. "Und das Motto des heutigen Abends lautet wieder: BIS DREI DABEI!"

"Und du scheinst mir ein ganz besonderes Exemplar eines heißen Kerls zu sein." Eine große Blonde an der Theke wandte sich ihm zu.  "Mit wem habe ich das Vergnügen?"

"Öh, heiße Horst." stammelte dieser.

23.10.2006 um 11:51 Uhr

Star Wars - Fieber

Alle waren im Star Wars - Fieber. Im Kino-Treff rückten viele galaktisch kostümiert an.

"Hier naht Horst MoonRider", ertönte eine Stimme "der ultimative Jedi! Weggefährte von Luke Skywalker. Kampfkräftiger als Anakin und Obi Wan zusammen!  Wer wagt den Kampf?"  Er fuchtelte mit seinem zwischen den Beinen hängenden Lichtschwert. Auf seinem wallenden Umhang prangte, so schien es, in Leuchtbuchstaben: HORST MOONRIDER.

Hinter ihm tauchte Klaus-Jürgen auf, ihm kräftig auf Schultern und Rücken schlagend.  "Niemand wagt es", bekundete er. "Wir wissen, wer der Meister ist!"

"Wenn ihr klug seid!" tönte Horst, würdevoll Richtung Klo davon schreitend.

"Du Narrbert", fragte der kleine Sohn Gitte's. "Warum steht 'HuhnRider' auf Horst seinem Umhang?"

22.10.2006 um 14:33 Uhr

Einen anderen Anspruch

"Guck hier", Frau Schneider-Lützgendorf schaute hinter der Illustrierten hervor.  "Die Schauspielerin Jessica Stockmann  - du weisst schon, die Ex von Michael Stich - hat sich aufgrund einer verlorenen Wette nackt gezeigt, im Playboy."

Horst überlegte nicht lange.  "Ich würd mich der Welt auch nackt zeigen. Ich bin kein Kind von Prüderie.  Allerdings nicht im Playboy - ich habe da einen anderen Anspruch."

Nachdem er nun doch überlegt hatte - "Wenn das Greenpeace Magazin an mich herantritt, lasse ich die Hüllen fallen!"

22.10.2006 um 14:06 Uhr

Wir sind Papst

"Wir sind Papst" stand auf der Titelseite der Bild"Wie kann man frei von Drogen soetwas formulieren?" murmelte Horst. 

"Doch wenn ich recht überlege  - wir - das bin ja auch ich..."  Er fiel in kreative Assoziation.  "Also ich - wär ich Papst - würde die Lehre neu formulieren. Natürlich würden Schwule und Frauen Priester sein dürfen. Papst Horst, den Bahnbrecher, würde man mich nennen." Sein Gesicht zeigte spirituelle Euphorie.

"Die Bildzeitung würde titeln: WIR SIND HORST."

22.10.2006 um 13:50 Uhr

Der eigene Gerhard

Gerhard rieb sich an Horsts Bein.  "Wie kamen Sie eigentlich dazu, ihren Kater Gerhard zu nennen?" wollte Elmer von Frau Schniepe wissen.

"Ach, als er Kanzler wurde, habe ich grosse Hoffnungen in ihn gesetzt. Mit seinen Reformen, die sogenannten, hat er's dann bei mir ver... - du weisst schon."  Sie füllte ihm Fresschen in den Napf.

"Ganz anders mein eigener Gerhard hier, mit dem hab ich nur Freude." Ihre Miene erhellte sich.  "Genau wie Gitte von nebenan mit ihrem Mops Helmut!"

21.10.2006 um 19:02 Uhr

Kein Thema

Es war Weihnachten. Frau Schniepe hatte Horst dazu überredet, mit ihr Sissy anzuschauen.  Sissy und Franz küssten sich gerade zum ersten Mal.

"Genau so war es, als mein Mann, Gott hab ihn selig, Herr Schniepe und ich uns das erste Mal küssten", rief sie aus. "Genau so!"  Sie schaute Horst an.

"Er schaute mich an. Hertha, sagte er. Otto, sagte ich .. .."  Sie juckte sich ihre Nase.

"Wir waren noch anständig, damals, ich war noch anständig vor der Ehe. Otto war anständig.  Alles Unanständige an uns jedenfalls war zwischen uns kein Thema."