- und ab damit !
Da freut sich der Huber",
freute sich Huber.
"Was Sie nicht sagen", entfuhr es Horst.
"Ich schaue nicht so oft Fernsehen", meinte Narrbert.
"Aber ich mag Bowlen auch
- nur lieber real. -
Die Kugeln greifen
- und a b d a m i t !"
"Ich würde so gern viel mehr Sex haben" jammerte Horst. "Warum bloss das Enthaltsam-sein-müssen erfunden wurde!?"
"Vielleicht will es uns etwas lehren!?" sinnierte Narrbert.
"Der Normalverbraucher ist nur dem Pimmel nah - er mag nicht klagen.
Doch der Geniesser ist auch dem Himmel nah -
Lässt sich mehr sagen?"
Nach reiflichem Überlegen hatte Heinz Frau Pinkepank aufgesucht. Wie man ja weiss, vermag sie in der Glaskugel die Zukunft zu schauen.
"Wie war es?" fragte Horst. "Hat sie etwas gesehen?" "Ja, schon." meinte Heinz.
"Nun spann uns nicht auf die Folter, was sah sie?" Elmer und Klaus-Jürgen wurden ungeduldig.
"Naja - sie sollte nach etwas Ausschau halten, wo jeder sagen würde: Nun musst du dich erstmal setzen, Heinz. Ihr wisst schon. Darum bat ich sie."
"Das ist gut", bekräftigte Horst. "Erblickte sie etwas - in dieser Art?"
"Ja schon." Heinz sprach leicht zauderlich.
"Ich bekomme einen neuen Bürostuhl!"
Es war der erste Weihnachtstag. Horst und Mutter saßen zu Mittag.
"Du hättest ruhig mal den hellen Pullover anziehen können, den ich dir geschenkt habe." sagte Mutter.
"Ich habe den dunklen Pullover angezogen, den du mir geschenkt hast." sagte Horst.
"Ja, und den Hellen, den magst du wohl nicht!?" beharrte Mutter. "Doch", entgegnete Horst.
"Und warum kannst du ihn dann nicht mal tragen? Man kann seiner Mutter ja auch mal eine Freude machen."
Horst zog seinen Pullover aus. "Und was machst du nun?" wollte Mutter wissen.
"Ich ziehe den dunklen Pullover aus", erwiderte Horst. "Ja, und weshalb das?" "Ich ziehe den hellen Pullover an."
"Ach", sagte Mutter. "Und der Dunkle –
Sag doch gleich, wenn er dir nicht gefällt!"
Klaus-Jürgen, Elmer und Heinz, Frau Müller-Bleibtreu, Frau Schneider-Lützgendorf und Frau Pinkepank... Schelmtraud, Huber, Bertfried - und viel andere.
Sogar Gäste aus anderen Weblogs - so versuchte Huber von Leo das Rezept von Glögg zu entlocken, Schelmtraud sprach mit KFM über Autos - und Zebulon und die Rote Zora scherzten und tranken Punsch.
"Kinder, Kinder - was für eine Feier!" Frau Schniepe rief es wieder und wieder.
"Leise rieselt der Schnee" - laut hallte es durch das Wohnzimmer - obwohl es gar nicht schneite.
Dafür rieselte es anderswo - aus Hubers Mund, und herunter, an der Hauswand. Er hatte tief ins Glas geschaut.
"Ich fühle mich - wie in Zebulons Zauberkarussell.." Sein Blick war glasig. "Alles dreht sich.. und dreht sich..."
"Kinder, Kinder - was für eine Feier!" Frau Schniepe rief es wieder und wieder, während Bertfried und Zebulon sich bekannt machten.
"Ich heisse Bertfried", sagte Bertfried. "Du kannst Bertfried sagen."
"Bertfried." sagte Zebulon. Jetzt schneite es.
Und zur Freude aller schneite Narrbert herein. "Kinder, Kinder" rief er. "Was für ein Fest!"
Horst und Mutter saßen vor Mutters Baum. Es war das Fest der Freude.
"O Tannebaum, O Tannebaum, wie grün..." "Also Horst, bitte! Muss das denn sein? Du könntest schon mir zuliebe einmal richtig singen. Nochmal von vorn!"
"O Tannebaum, O Tannebaum, wie grün..." - "Siehst du, es geht doch - Fangen wir nochmal an."
"O Tannebaum, O Tannebaum, wie grün..." - "Ist es so recht?" "So ist es recht. Warum nur nicht gleich so? Wir fangen noch mal an!"
"O Tannebaum, O Tannebaum, wie grün..." - "Aber immer musst du zuerst querschiessen. Kannst du nicht einmal gescheit singen!? Ich gehe gleich auf mein Zimmer! -
Dann siehst du ja mal wieder, was du davon hast!"
Elch Fred hatte einem Arbeitstreffen zwischen Weihnachtsmännern und Osterhasen beigewohnt. Fred, der hin und wieder als Weihnachtselch jobbte, hatte hier die Nichte eines seiner häsischen Kollegen kennengelernt und sich unsterblich verliebt.
"Weisst du, sie gefällt mir nicht nur vom Charakter her, so als Hase, meine ich. Ich finde sie auch erotisch, verstehst du, vom Körperlichen her attraktiv."
"Du fändest sie nicht noch anziehender, wenn sie vierhundert Kilo wöge, wie eine Elchkuh?" wollte Gundel, das Reh, wissen.
"Dann wäre sie natürlich perfekt" gab Fred zu, "weisst du, ich finde sie auch so perfekt."
Bild / Quelle: elchhausen.de
Fred, der Elch wirkte aufgeregt. "Du weisst doch, ich jobbe zurzeit wieder als Weihnachtselch", berichtete er.
"Und weisst du, Knecht Ruprecht ist krank, obwohl er heute Dienst hat. Ich denke, ich muss improvisieren."
Gundel, das Reh, schaute ihn fragend an.
"Wenn ich mir einen weissen Bart anhefte, meinst du, ich komme dann bei den Kindern als Nikolaus durch?"
Gundel schüttelte den Kopf. "Unsinn! Du weisst doch, er hat eine knollige Knubbelnase. -
Daran wird alles auffliegen!!"
Elch Fred hatte sich des öfteren mit Holger, dem Rind, zum Gespräch getroffen. Dem Rind ging es seit einiger Zeit nicht gut . Fred sorgte sich um den Freund.
"Du solltest eine Therapie machen?" schlug er vor.
Holger war skeptisch. "Und was mache ich bei so einer Therapie?"
Fred wusste Bescheid. "Da arbeitest du deine frühe Rindheit auf."
"Ho Ho, ich bin Knecht Ruprecht, ihr wisst schon, der mit dem besonderen Sack..." Horst spürte Zufriedenheit, alles lief bestens. "Aber auch der Mann, mit der dicken Rute. Wart ihr denn alle brav?"
Die Kids in Gittes Wohnzimmer waren Aufmerksamkeit pur. "Klaro!" "Was glaubst du denn?" "Wir sind die Bravheit selbst!"
Svenni, ein Junge aus der Nachbarschaft, nahm Gitte beiseite.
"Bisher hab ich gedacht, er wäre eine Erfindung" flüsterte er, "aber der hier ist mehr als echt - dies kann nur der Knecht selber sein.
Mich wundert nur, dass er so horstmäßig rüber kommt." Er dachte angestrengt nach.
"Dieser Mann ist klar älter, mit seinem weissen Bart. Könnte es sein, dass sie ihn geklont haben? -
Und dass Horst in echt ein geheimes Forschungsprojekt ist?"
Die Freunde trafen sich bei Klaus-Jürgen zu einem Videoabend. Zunächst sassen sie noch zusammen und tranken Tee oder Wein. Auf einmal kroch unter dem Sofa eine Spinne hervor.
Horst kreischte auf. "Ein Getier!" schrie er. "Ein Untier. Ein Urvieh!" 'Mann' schmunzelte liebevoll. Alle wussten von Horstens Spinnenphobie.
"ARAC ATTACK!" freute sich Elmer. "Ich wusste nicht, dass es heute abend Arac Attack gibt!" Er zog seine Sandale aus. "Ich werde das Monster erlegen!"
"Das wär daneben", sagte Horst. "Es hat das gleiche Recht zu leben, wie wir. Nur..." er stand jetzt in der äussersten Ecke des Raumes, "...es ist eben ein Ungetüm. Wie die alten Urdrachen früher. Heinz, Klaus-Jürgen, bitte bringt sie hinaus!"
Erst in diesem Moment bemerkten sie Bärbel, die im Türrahmen stand und alles mit angehört hatte.
"Die Recken von Camelot hätten sich aber dem Urdrachen selbst gestellt - anstatt zu delegieren." Ihre Augen lachten. "Zumal, wenn eine, sozusagen Jungfrau dabei ist!"
Blitzschnell war Horst aus dem Zimmer und ebenso schnell wieder zurück. Er hatte aus dem Abstellraum einen Besen mitgebracht, stand erneut in seiner Ecke - dessen Spitze auf die Gefahr gerichtet.
"Das ist es nicht!" rief er. "Ich bin bereit zum Kampf. Nur - dieses Viech ist ein Insekt. Es hat nicht die Intelligenz des alten Drachengeschlechts. Es versteht mich gar nicht, seht ihr - es macht gar keine Anstalten, sich auf einen Kampf einzulassen."
Für Augenblicke verschlug es den Anderen die Sprache.
Dann fuhr Horst - diesmal bedeutend zaghafter - fort. "Naja... und sie einfach nur hinauszutragen ist eines Edelmannes nicht würdig, ist es nicht so!?"
Horst war überzeugt davon, dass eine pränatale Störung bei ihm vorläge. Im Laufe eines Jahres studierte er sämtliche ihm zugängliche psychologische und medizinische Literatur diesbezüglich und empfand es als Fügung des Schicksals, dass am kommenden Wochenende ein grosser Kongress zu diesem Thema stattfand. Er zählte bereits die Tage, bis zu diesem Ereignis.
"Was sagst du dazu?" fragte er Narrbert.
"Gutes Thema, guter Kongress. Gutes Vorhaben, da hinzufahren." meinte Narrbert nachdenklich. "Nur..."
"Nur?" wollte Horst wissen.
"Nur solltest du nicht die ganze Zeit so ein pränatales Gesicht machen", erwiderte Narrbert freundlich.
"Manche Frauen kommen daher, dass einem schwindelig werden könnte vor Entzücken", bemerkte Horst. "Was soll man da nur machen?"
"Am besten, ein Gesicht - dass die Frauen ebenfalls schwindelig werden vor Entzücken", erwiderte Narrbert.
Er nippte am Weinglas. "Du wirst das schon hinkriegen -
mit etwas Übung - vor dem Klo-Spiegel!"
"Dimitri Genitalow blickte genüsslich auf die zwölf unbekleideten Damen, die sich zu seinen Füssen räkelten." Horsts Gesicht verriet ebenfalls Genüsslichkeit.
">Na dann<, knurrte er und kippte ein letztes Glas Wodka herunter."
"Was fantasierst du da?" Klaus-Jürgen geriet in heftiges Kopfschütteln. "Deine Tagträume werden auch immer bizarrer."
"Unfug!" Horst war nicht frei von Ärger. -
"Ich schreibe einen erotischen Roman, der in Russland handelt."
"Ich bin glücklich und voller Lebensfreude" - tönte aus Horst's geöffnetem Wohnzimmerfenster. "Ich bin glücklich und voller Lebensfreude!" - jetzt schon lauter. Heftiger.
"Ich bin glücklich und voller Lebensfreude!!" Die Stimme hatte weiter an Lautstärke zugenommen und klang nun wütend, fast drohend. "Ich bin glücklich und voller Lebensfreude!"
Heinz, der draussen stehen geblieben war, bekam das Gefühl, Horst sei in eine Schlägerei verwickelt.
"Sprichst du wieder deine Affirmationen, Horst?" rief er in den Raum hinein.
"Das hört man doch", kam es zurück. -
"Nur mich nervt dieser ständige Gedanke: Das Leben ist eine Qual!!"
"Schwarzbraun ist die Haselnuss!!" - Die Luft war geschwängert von alten Heino-Hits. Klaus-Jürgen hatte seinen Dreißigsten mit Frau Piepenbrinks Achtundsechzigsten zusammengelegt und man beging ein Fest niedagewesenen Ausmaßes.
Horst sass mit leichtem Blues in einer Ecke.
"Caramba, Caracho, ein Whiskey... Frau Piepenbrinks Stimme überschlug sich fast. Caramba, Caracho, ein Jinn!!"
"Caramba, Caracho, Erdmute!" Jetzt setzte Klaus-Jürgen ein, eng an sie geschmiegt. "Du küßt mich - raubst mir den Sinn!"
"Seit sie liiert sind, sind sie wie ausgewechselt" freute sich Narrbert, "ist es nicht wunderbar!?"
"Ja, ja ... " brummte Horst. "Und wer wechselt mich aus? Ich möchte auch des Sinnes beraubt werden!"
"Lausche einfach der Musik", Narrbert lächelte. -
"Glaubst du nicht, dass sie dir den Sinn ein klein wenig rauben könnte?"
"Schaust du manchmal Hardcore-Filme?" wurde Horst gefragt.
"Theoretisch grundsätzlich nie." erwiderte dieser.
"Schon aus Prinzip."