Ein Mann namens Horst - neuzeitliche Narreteien

02.12.2006 um 16:17 Uhr

Für den Fall

Frau Schniepe und ihr Bekannter Bertfried wollten übers Wochenende in die Berge fahren.

"Vorsichtshalber Verhüterli's!" neckte sie Horst.

"Was fällt dir ein? Traust du Bertfried Ungebürlichkeiten zu!?" Sie funkelte ihn böse an.

Nach einer Weile. - "Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste. Das sollten wir bedenken. -

Für den Fall, dass etwas Unschickliches uns übermannt"

01.12.2006 um 14:49 Uhr

>>Szenario<<

"Was schreibst du da so unermüdlich, Horst?" fragte Klaus-Jürgen.

"Ich arbeite an meiner ersten Science-Fiction Story!" erwiderte Horst nicht ohne Stolz.  "Cool. Ich mag Science-Fiction. Was geht da ab?"

"Ein fanatischer Diktator hat die Weltherrschaft an sich gerissen.  Mit seinen Getreuen bildet er einen Pakt des Schreckens."  "Nicht ungeil. Aber auch nicht neu. So ein Szenario kommt häufig vor..."

"Abwarten!" unterbrach ihn Horst.  "Er hat sich eine unübersehbare Zahl von Kampfschafen geklont . Sie grasen um seinen Präsidentenpalast."

"Sie grasen?"   "Sie sind, ähm, natürlich Gras- und Fleischfresser!" erklärte Horst.

"Krass." Klaus-Jürgen klang jetzt anerkennend.

"Selbst dem Helden gelingt es nicht - nach heftigen Kämpfen natürlich, mit den mutierten Bestien - zum Palast vorzudringen."

"Was also tut er?" Klaus-Jürgens Interesse war geweckt.

"Er reist in die Vergangenheit. Die Nacht, in der der Schurke gezeugt wurde!"  "Nicht uncool.  Aber auch nicht selten, in dem Genre!"

"Nun hör doch erstmal zu!" Horst war leicht gereizt. 

"Er sucht also die Eltern des zukünftigen Diktators auf. Er trifft sie an, noch rechtzeitig, in einer billigen Absteige. Es gewittert."

"Und dann", Klaus-Jürgen ist begeistert "greift er zur Laserkanone. Er eliminiert sie. Pustet sie weg!"

"Dass ihr immer alle so brutal sein müsst!" Horst war fassungslos.

"Er überredet sie, ein Kondom zu benutzen!"

 

01.12.2006 um 13:44 Uhr

ungezwungen

Sonntag Nachmittag. Horst und Klaus-Jürgen sassen in der Sauna.  Horst hatte sich einen Platz in der Ecke gesucht und blickte freudig um sich. Sein Badetuch bedeckte seine speziellen Blößen.

"Was verbirgst du dein Gemächt?" neckte ihn Klaus-Jürgen. "Schämst du dich etwa seiner?"

"Einer wie ich - und mich schämen. So ein Unfug!" gab Horst gereizt zurück. "Das Tuch liegt ganz von selber so da; höchst zufällig, sozusagen!"

"Wenn es ganz zufällig da so liegt, dann kannst du's ja auch wegnehmen." setzte Klaus-Jürgen nach.

"Das wäre gezwungen!" belehrte ihn Horst. "Ein so ungezwungener Mensch wie ich hat es nicht nötig, zu zeigen, dass er ungezwungen ist!"