Ein Mann namens Horst - neuzeitliche Narreteien

05.12.2006 um 17:08 Uhr

Die Niebelungen - esoterisch

"Ein Jahrhundert der Finsternis hatte das Reich heimgesucht. Die Menschen lebten in Angst. Immer wieder verdunkelte sich der Himmel durch Scharen furchterregender Urdrachen, die direkt aus dem Herzen der Hölle zu kriechen schienen."

Heinz saß wie versteinert.

"Nur ein Mann wagte es, sich dem Schrecken entgegen zu stellen - Jung Horstfried, der Drachentöter. -

Wie findest du's, Heinz?"  Der Töter schaute erwartungsfroh.

"Die Ausdrucksstärke ist kollossal."  Heinz schien ein wenig blasser. "Wo hast du die Inspiration her?"

"Nun", Horst's Finger hob sich "inspiriert hat mich die Saga um Jung Siegfried, die Niebelungen, du weisst schon.  Ich nehme einige Motive und transmutiere sie zu einem Ritter-Epos um Jung Horstfried  -  Fantasy vom Feinsten!"

"Verstehe." Heinz verstand.  "Aber Siegfried stirbt in der Sage, du weisst das, oder?  Helden sterben den Heldentod, denk an die Tafelrunde oder Captain Kirk!"

"Naja", Horst verzog das Gesicht "ich habe eher an ein Happy-End gedacht - mit Lady Griselda.  Aber du hast schon recht... doch ich kann einen esoterischen Schluss machen - das kommt immer an!"

"Einen esoterischen Schluss? Wie willst du das anstellen?"

"Sehr einfach! Bevor Horstfried den Heldentod stirbt, zeugt er ein Kind. -

Und in das inkarniert er sich neu!"

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitieren*Neu*-Seh-*Land-Fee* schreibt am 08.12.2006 um 22:08 Uhr:Hy "Horst"?

    hmmmm, zum Thema "Drachen", das ich persönlich doch wiedermal sehr aktúell empfinde, in meiner momentanen *Zeit/Raum-entwicklungswegs-stufe*..
    Kam mir beim gehen durch eine große weite abentliche Stadt,neulichst doch der Gedanke, ob ein sagen wir mal "siebenköpfiger Drache" nicht auch zu zähmen sei.
    - warum nur werden Drachen immer getötet in den alten Sagen? - ist das unserer Zeit entsprechend, denn nciht schon längst überholt - solch ein *altertümliches* barbarisches Verhalten ! :-))-
    Der *7-Kopf* mit dem ich es gerade zu tun habe/ ab und an..scheint mir, er wolledoch nur "Streicheleinheit". Und ist doch selbst sehr anhänglich.
    Freilich muß man tunlichst jederzeit darauf bedacht sein, das er einen nicht fresse oder verspei(s)e, als so denn auch verbrenne durch Feuerszorn.
    Was aber mein Gedanke war,
    was bitte *fünge* (:-)) ich mit solchem Ungetüm von riesen Drachen an? - hätt ich ihn erst mal gezähmt - und mindestens einer seiner Köpfe läge abnds zum Kaminfeuer immer auf meinem Schoß, bereit zum kraulen?

    Gruß von der *Neu*-Seh -*Land*-Fee !!
    Und jederzeitlichst dankbar für Anregungen in meinem Spezialbereichsthema!
  2. zitierenNarrbert van Kaspern schreibt am 09.12.2006 um 17:22 Uhr:Hi, *Neu*-Seh -*Land*-Fee!
    Ich gebe dir ganz recht – in unserer Muggel-Welt herrschen vielfach falsche und einseitige Vorstellungen von Drachen; der Henri Hermes soll dir auch noch mal drauf antworten.

    Drei interessante Links hab ich noch gefunden:
    http://bestiarium.net/
  3. zitierenNarrbert van Kaspern schreibt am 09.12.2006 um 17:24 Uhr:http://de.wikipedia.org/wiki/Drache_(Mythologie)
    http://www.drachental.de/

    Zur Mittagsstund traf ich ‚nen Drach –
    ich zitterte, "Oh Weh!" und "Ach!"
    und frug: "Willst du mich fressen?"

    "Quatsch, Narr – komm geh’n wir essen!"
    ciao, Narrbert
  4. zitierenNarrbertsWelt schreibt am 09.12.2006 um 17:35 Uhr:Kann sein, Blogigo hat heute technische Fehlfunktionen (!) Beim ersten Mal hat's Narrberts Eintrag nur zur Hälfte gepostet - darum erscheint er hier in zwei Teilen ! gruss, Henri
  5. zitierenHenri Hermes schreibt am 29.12.2006 um 15:01 Uhr:H i *Neu*-See-*Land*-Fee,
    ich wollte ja noch mal auf das Drachen-Thema eingehen; ich glaub auch, dass Drachen vielfach verkannt werden.
    Ich muss an meine Fantasy Geschichten denken, die seit vielen Jahren in einer Schublade liegen - momentan keine Ahnung, ob ich die noch mal neu belebe und in die Welt bringe.
    Wirkliche Helden, Heldinnen töten Drachen weniger – sie reiten sie.
    Gerade heute Abend bin ich verabredet, uns ERAGON anschauen – freu mich drauf.

    Tiefenpsychologisch steht die Begegnung mit dem Drachen ja für die Konfrontation mit den tiefsten Ängsten.. dem, was am meisten ängstigt.
    Eine Bekannte erzählte mal von einer Geschichte, wo ein Mann dem Drachen begegnet, vor dem er immer Angst gehabt hatte – und der Drache war selbst verletzt, zeigte ihm seine Wunde, und half ihm so, seine eigenen seelischen Verletzungen zu heilen. Das hatte mich damals berührt.
    Narrbert meldet sich auch noch mal,
    *gruss* Henri
  6. zitierenNarrbert schreibt am 29.12.2006 um 15:16 Uhr:Ich fuhr einst auf 'nem See
    mit dem Nachen -
    sah im Wasser 'nen Lindwurm,
    'nen Drachen.. ..

    Ich fragte: "Lebst du im See?"
    Er sagte: "Nee -

    ich mach Urlaub", da mussten
    wir lachen !

    - Narrbert van Kaspern -
  7. zitieren*Neu*-*se(e)h*-land-*Fee* schreibt am 19.01.2007 um 20:29 Uhr:Hy Henri, Hallo Narrbert..:-)

    hier ist der lange versprochene noch ausstehende weitere Kommentar:

    Als ich in der Zeit vor Weihnachten, noch etwas weiter beschäftigt mit diesem Thema unterwegs war, nachdem ich meinen ersten Komment hier schrieb,
    gab mir ein guter Freund zufällig ein Buch in die Hand :-)
    treffend schlug ich völlig *unwissend* einfach eine Seite aus diesem Buch auf:
    Seite 156 -158: Kapitel:
    "Der edle Ritter".

    und da mußte ich doch auch schmunzeln über meine forschen Bemerkungen hier, wohl ein Zeichen der Zeit in der Tat, es ist alles durcheinander.

    Dieses Kapitel steht in dem bekannten Buch:von John Gray: * Männer sind anders. Frauen auch *

    Wenn ich diesen Zeilen glauben schenke, so habe ich wohl das was die "Prinzessin" mit dem edlen Ritter dem Drachentöter gemacht hat,in dem von Gray beschriebenen Kapitel noch getoppt :-)
    ---(ihn in derArt und Weise, wie ein Ritter nun mal "zu kämpfen" sucht)den Ritter verunsichern, in seiner Aufgabe, den Drachen zu töten, in dem diese Prinzessin dort in dem Kapitel beschreibt, dass sie dem Ritter *ERKLÄRT*, wie er denn bitteschön den Drachen erlegen sollte.

    Tja, die Antwort darauf kann heutzutage sicherlich nur der *Drachenflüsterer* sein, möchte der Ritter seine "Würde" wahren,
    klar, aber was dann mit dem Schwert ....frechgrins.

    Beim sinieren hatte ich auch noch den sicheren Eindruck von folgendem :-)
    Also Drachen bitte nach wie vor nicht töten! aber ich glaube jeder Drache wäre auch mit Recht regelrecht verstört, wenn ein Ritter nicht mit seinem Schwert fuchtelte, (:-) oder?)- weil Drachen *diese alten Spiele* auch gewöhnt sind, möchte man meinen..
    solch Ritter würde ein Drache sicher auch nicht ernst nehmen.(ausser Drachenflüserer natürlich) Bzw..Drachen wollen beschäftigt sein und spielen.

    Schwierige Zeiten also für Drachen und Ritter, sehe ich ein..(interkulturelle- Transformationsprozesse?- Rollen neufindungs- aufgaben?)

    grüße..
    von der, mit in diese Themen verwobenen,
    *Neu*-se(h)-land-*fee*

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