Einfach Horst
Horst und Silke kamen an einem christlich frommen Büchertisch vorbei. Silke war stehen geblieben.
"Der Herr möchte sich um Ihre Nöte kümmern" - die Frau hinter den Büchern wandte sich Silke eifrig zu. Horst war wie elektrisiert
"Das sage ich ihr ja auch immer", betonte er ebenfalls eifrig. "Herr Müller übrigens - um nicht so anonym zu bleiben."
Er streckte die Hand aus. "Aber die meisten nennen mich einfach Horst!"

Hier ein Heine-Gedichtlein für dich:
Heinrich Heine: Narretei
Torheiten begangen, Torheiten gemacht,
Ich mache deren noch immer.
Ich hab sie gemacht bei Tag und bei Nacht,
Die nächtlichen waren weit schlimmer.
Ich hab sie gemacht zu Wasser und Land,
Im Freien wie im Zimmer.
Ich machte viele sogar mit Verstand,
Die waren noch viel dümmer.
Herzliche Grüße von Buchzeiger
Noch ein Vierzeiler von Narrbert, der sich auf seinen eigenen Blog freut:
Es kam ein stattlicher Junggesell –
zum Frollein, ihr kennt ihn, den Fritz’en.
Er dachte an nichts, als sein Bettgestell
- das Frollein indes liess ihn sitzen.
Genau genommen war es damals so:
Der Fritze war ein eitler Geck –
verliebt ins Spiegelbild.
Selbst das lief ihm davon und weg
- wie einst das Frollein Hild!