Eintreten und Wohlfühlen

27.01.2007 um 01:11 Uhr

Alles hat ein Ende!

Hier geht nun ein wichtiger Teil meines Lebens zu Ende. Schön wars.. Dankbar bin ich.. und zufrieden.. wie es war, wie es ist und werden wird.

Es gäbe natürlich kein Ende, wenn nicht auch ein Anfang existiere. Und andersherum gäbe es keinen Anfang, wenn dem nicht ein Ende zu Grunde läge.

Deshalb freue ich mich über einen Neuanfang !

Mit den besten Grüßen und Wünschen, Euer Ex-Hühnchen!

25.01.2007 um 14:32 Uhr

Ich will Meee(h)r!

Mein Schiff steht im Hafen.
Es weiß genau, wofür es gebaut wurde.
Und es schunkelt leicht ungeduldig hin und her und bettelt um Losfahrt.
Ein kleiner Blick zum Horizont lässt erahnen,
welch buntes Potpourri aus Gefühlen auf sich warten lässt.

Es ist umhüllt von Frau Vorfreude, die immer einen Schritt voraus ist - das Ziel auf das weite, klare, wilde Wasser gerichtet. Frau Vorfreude pendelt zwischen Jetzt und Später, zwischen Hier und Da um beides im "AugenBlick" zu haben. Sie berichtet vom belebend Neuen, vom Meer und den Gefühlen, die emporsteigen werden. Sie erzählt... Nur Facetten, nur Nuancen, nur für den Appetit.... Sie sprüht voll Lebenslust und überträgt es dem noch so unerfahrenem Schiffchen und seinem Seemann bedingungslos.

Bleib schön hier und eile nicht zu schnell.
Beachte die Zeit in Deinem Bauch, Herr Seemann! Lass noch nicht die Leine los, bevor das Schiff noch nicht bereit ist für dieses großartige Abenteuer. Ein Abenteuer, das unausweichlich ist. Es kommt sowieso! Du weißt ganz genau, wenn Du erstmal dort draußen bist -unbedarft, erfahrungslos- gibt es nie wieder einen Schritt zurück!

Die Zeit des Hafens wird nun endlich vorbei sein!
Ich sehe schon das Leuchten am Horizont!

15.11.2006 um 12:18 Uhr

Alles ist Anders


Infinity

Was, wenn auf einmal alles anders ist?
Was wenn alles Anders besser ist?
Und wenn Anders nun dein ganzes bisheriges Leben verändert?
Wenn morgens eine neue Sonne aufgeht?
Wenn die Nacht in einem anderen „Licht erstrahlt“?
Wenn du das Leben durch eine neue Brille siehst?
Wenn alles, was du tust von heute auf morgen andersherum funktioniert?

Alles ist anders
Und Anders ist besser…

Und wenn Anders nun nur eine Illusion ist?
Alles ist nicht Anders
DU bist anders!


13.11.2006 um 17:45 Uhr

Alles ist Nichts...


Ich muss unbedingt dieses Gefühl aufschreiben, das mich als Kind häufig überkam – auch wenn es kaum beschreibbar ist.

Die Welt steht still und ich verlasse mein Ich.
Ich sehe mich irgendwie von außen. Ich schaue an mir herunter, begutachte meine Hände und die dazugehörigen Bewegungen oder stehe vor dem Spiegel, beobachte dieses bekannte Gesicht eingängig und sage mir innerlich immer wieder: Aha. DAS bin also ich. Dieser für mich so übersinnliche Vorgang dauerte nur wenige, kaum festhaltbare Sekunden, dennoch sind diese Sekunden in meinem Erinnerungsvermögen nachhaltig eingebrannt. Und dann und wann huschen sie wieder in mein emotionales Bewusstsein.

Heute umso mehr.
Meine Wahrnehmung ist mal wieder verschärft. Wie ein Luchs des nächtens auf der Jagd nach Beute. Nur das ich nicht auf Beutefang bin. Alles um mich herum ist doppelt so laut, das Licht brennt sich dreimal mehr in mein empfindliches Augenlicht und ich neige zu Kopfschmerzen. Der Bildschirm verschwimmt häufiger, aufgrund meiner abwesenden Ansaugaugen. Ich habe meinen Körper heute schon 2 Mal für Sekunden verlassen. Und das ist eigentlich eher Kindheitstalent. Ich bin überall in meinen Gedanken. Im Urlaub, in der Vergangenheit, im Urlaub in der Vergangenheit, in der Zukunft im Urlaub, aber leider auch vermehrt im Krankenhaus. Und an Tagen wie diesen sind diese OP-Gedanken sehr schädlich. An Tagen wie diesen, bin ich überempfindlich, was Schnipseleien an meinem Kopf betreffen. Ich träumte, die Narkose wirkt nur in den Beinen. Was soll die da denn? Ich hab immer noch weiche Knie. Die Narkose wirkt nicht… ich hab Angst vor der Narkose… Ich hab Angst danach wieder aufzuwachen…. Ich bin ein Weichei….

Und wenn ich nicht von der OP träume, dann träume ich jede Nacht von meiner Freundin… das Loslassen fällt mir schwerer als geplant. Und wenn ich nicht gerade loslassen muss, dann versuche ich einen geeigneten Geldgeber ausfindig zu machen, was sich auch schwieriger gestaltet, als ich mir vorstellte. Ich möchte kein Junior-Sales-Manager mit Erfahrung in der Kühlaggregatbranche und kein Key-Account-Manager mit Erfahrung in der japanischen Sägeindustrie sein… überhaupt möchte ich keine Führungsposition. Gibt’s denn niemanden mehr, der ein nettes, intelligentes, bei Bedarf zurückhaltendes, kleines Bürotigerchen sucht? Ich bin recht anpassungsfähig… aber ich verbieg mich doch nicht. Na klar tue ich das. Die ganze Zeit biege ich wie wild an mir herum. Ich bin nicht fürs Büro geboren. Aber gelernt ist gelernt. Und umlernen kost Geld, der wo ich nix hab. Auch die Zeit ist mir gerade abgehauen. Obwohl Zeit eigentlich eine Illusion ist. Trotzdem springe ich von einem Termin zum nächsten und hätte viel lieber ausgedehnte Briefschreiberzeit.

Nun muss ich schon wieder los… zum Physiotherapeuten… der biegt mir meinen Kiefer zurecht…

Ich grüße alle die mich kennen und alle anderen, die mich kennen lernen wollen *wink* ;)



26.10.2006 um 14:53 Uhr

Mensch vs. Natur



Wann bekommt man schon mal einen Sonnenuntergang über den Dächern einer großen Stadt zu sehen?
Wenn man sich bei einer Elemente-Austellung für Luft bei der Deutschen Welle anmeldet, dann ist ein guter Zeitpunkt dafür.

Über den Dächern



Hoch oben, erhoben aus der Menschenmasse. Zwischen Mensch und Natur stehend.
Zwischen Satellitenschüsseln und leuchtenden Himmelsfarben.



Satelliten

 

leuchtend


Verbunden mit dem Weltraum.
Verbunden mit dem Universum.
Stimmiges Summen in mir.
Surrendes Klingen der Antennen.

Satellit-Stadt




Zwischen den Welten…

Leuchthimmel

20.10.2006 um 10:15 Uhr

Nach Eifer süchtig?


Sind Sie ein eifersüchtiger Mensch?

Wie würdet ihr diese Frage beantworten?

Eifersucht ist ein sehr unangenehmes Gefühl, dass dem Kopf entspringt. Wer mit dem Herzen liebt, ist nicht eifersüchtig.

Das ist meine Antwort, die sich allerdings erst im Laufe der letzten 3 Jahre in mir entwickelt hat.

Nun fragt sich vielleicht mancher:

Grenzt das nicht an Schicksalsergebenheit? Wie traurig dann für jeden, der mit dem Herzen geliebt wird!
Ist doch schöön, wenn jemand gelegentlich einen insgeheim etwas eifersüchtigen Blick auf mich wirft – völlig grundlos, versteht sich! Wer möchte das missen wollen?

Diese Beschreibung ist nur allzu menschlich und eingebürgert.
Nun schreibe ich auch nicht, dass eine eifersuchtslose Beziehung für mich funktioniert. Es ist vielmehr eine Idealvorstellung von der Liebe.
Eifersucht nährt Deinen Stolz, Dein Ego, gibt Dir Selbstsicherheit. Bist Du mit Dir im Reinen, weißt wer Du bist, liebst Dich, dann brauchst Du keine Bestätigung mehr von außen.

Diese kleinen Blicke… ja, auch für mich sehr ehrend und bestätigend. Ich suhle mich darin. Aber ist es denn nicht ein Baden in fremdbestimmten Gefühlen? Es ist kein echtes, eigenes - von innen entsprungen.
Und andersherum: Mir tut das auch nicht gut, dieses mulmige Gefühl im Bauch, weil mein Kopf mal wieder halluziniert. „Warum kommt er nicht nach Hause? Wer weiß wo er sich rumtreibt… Warum guckt er solange auf diese Blondine dadrüben?“… all das zeugt von angenagtem Vertrauen, das vielleicht auch schon vor langer Zeit einmal angeknabbert wurde. Oder aber von aufgedrängten Werten. Die Medien sind voll mit Dingen, die einem suggerieren, wie eine Partnerschaft funktionieren „muss“. Eltern leben es uns vor. Aber kann nicht jeder seine Beziehung zueinander so gestalten, wie es für beide zu vereinbaren geht? Wenn die Karten ganz klar auf dem Tisch liegen und vor allem die Kommunikation kein Problem darstellt, wäre dann eine offene Beziehung noch ein Problem? Wahrscheinlich nur gesellschaftlich. Ich kann nicht für morgen sprechen, aber für heute ist das natürlich kein Thema für mich! Aber kann man nicht das Bedürfnis nach menschlicher Nähe außerhalb einer Partnerschaft empfinden? Wenn man weiß, wo sein Herz hingehört? Wie gesagt, ich habe dazu nicht das Bedürfnis, aber es drängt sich mir schon auf, wenn man mit jemandem alt werden möchte.

Ich habe festgestellt, dass mir ungezwungenes Leute kennen lernen sehr viel Spaß macht. Ich interessiere mich für anderer Leute Ziele, Lebens- und Liebensweisen und brauche bewusstseinserweiternde Gespräche für meine persönliche Entwicklung. Und darunter fallen natürlich auch Männer. Man kann sich auf ganz anderen Ebene unterhalten. Alles geht natürlich nur mit absolut geklärten Fronten. Keinen Heimlichkeiten, kein Verstecken. Einfach ein Bereich, nur für mich.
Ich weiß nicht, warum ich darauf verzichten soll. Klar von der Umwelt betrachtet, darf man sich nur mit seinem eigenen Mann treffen, man könnte sich sonst vielleicht verlieben. Hier wären wir wieder bei der Sache mit dem Vertrauen. Vor allem bei dem Vertrauen in sich selbst.

Können neue Begegnungen nicht auch die Beziehung bereichern? Bin ich glücklich, kann ich das mit in allen Lebensbereichen einfließen lassen und die Liebe blüht und gedeiht. Natürlich sollte das Gleichgewicht nicht ins wanken geraten, denn ich möchte natürlich nicht mit zweierlei Maß messen. Was für mich gilt, steht auch meinem Partner frei.

Ich möchte einfach frei sein in meinen Entscheidungen.
Darf ich das? Und muss ich fragen, ob ich das darf?

Ich möchte nicht um Erlaubnis fragen, aber doch sichergehen, ob sich bei meinem Liebsten ein mulmiges Gefühl einstellt.


**********************************************
Nachtrag:

In dem Zusammenhang wäre es schön, wenn ihr bei meiner Umfrage mitmacht! Danke!


17.10.2006 um 10:08 Uhr

Brennend kalt

Ein kalter Morgen.
Ich denk an Dein Gesicht.
Wie Du es mir entgegenhieltst
Erwartungsvoll
Eingefrorene Regungslosigkeit
Sie bringt mein Herz zum Brennen,
Und Dein Gesicht zur Resignation.
Ich brenne,
an einem kalten Morgen.

Könnt ich doch nur raus!
Raus aus meiner Haut.

Es ist zu früh um erwachsen zu sein.

12.10.2006 um 17:46 Uhr

Die Erde dreht sich... und...

...es ist Herbst.
Klugscheißer – mögen einige jetzt vielleicht denken.
Aber meine Feststellung beruht ja nicht nur auf meteorologischer Sicht.
Nein, auch nicht auf kalendarischer.
Eher tief im Innern spüre ich dieses Gefühl auftauchen, dass sich um diese Jahreszeit gern mal blicken lässt.
Um es mal zu verbildlichen. Der gestrige Tag war desaströs.
So sehr, dass ich heute dachte, es wäre der 11. … den gestern hatte ich ja gestrichen.

Der Tag begann mit Heulen und er endete auch mit Heulen.
Jetzt wird man mich nach dem Grund fragen. Das schlimme daran ist – ich hab keinen.

Ich hab vielmehr alles Negative fokussiert. Alles, was im Moment nicht klappt, kam an mich herangetreten. Nach dem Motto: Nix klappt! Mein Leben hat kein Sinn. Ich konnte zwar auch Positives kopflich wahrnehmen, aber aufnehmen ging nicht. Ich war immun und versperrt dagegen. Will ja keiner. Mitten im Selbstmitleid sehen, was man doch alles hat. Geh mir wech damit….

Und mögen es nur Kleinkramdinge gewesen sein, das der Schuh nicht zuging oder ich kein Geld für den Friseur hatte oder mein Lieblingsjogurt ausverkauft war… winzigste Tropfen mehren auch das Wasser. Es wog und wog und wog. Ich war frustriert und je mehr ich heulte, desto mehr heulte ich, weil ich heulte… ich mochte mich selbst nicht leiden. Der arme Bruder war völlig hilflos und versuchte nur zaghaft mich zu trösten... ach was soll ich sagen, das brachte mich nur noch mehr zum weinen…

Warum gibt man dann dem armen Herbst die Schuld? Der kann doch auch nix dafür. Herbst, nimm das bitte nicht persönlich. Ich mag Dich! Aber es ist so typisch für Dich… und sooo typisch für mich…

Melancholie in allen Fasern… oder sind es doch nur die Hormone!?

Am Ende bekam ich doch noch mein Häagen-Dasz-Eis und der Tag ging rum… vielleicht wars doch nur ein Scheißtag…..

10.10.2006 um 15:35 Uhr

Abwesenheitserklärung mit ganz vielen Abers

Stimmung: nach Hause telefonieren...

Ihr Lieben,
Ich war ganz schön nachlässig mit Schreiben, Kommentieren und Blogschnöckern.
Viel zu beschäftigt war ich.
Mit Wellness-Urlaub machen, zum Beispiel.
Das ist nicht zu entschuldigen, ich weiß. Und jeder weiß, jetzt kommt ein Aber.
Also… Aaaaaaaaaber

Ich war nämlich außerdem damit beschäftigt mein Allgemeinbefinden in den Griff zu bekommen und mit eben diesem weniger frischen Allgemeinbefinden noch Möbel zu rücken. Mein kleener Prinz hat es nämlich tatsächlich geschafft innerhalb weniger Zeit (unter Druck klappt das eben alles viel besser) eine eigene Bude zu organisieren. Und das sogar nur zwei Straßen von mir entfernt. Meine Füße fanden es immer noch zu weit, aber ich will mich ja nicht beschweren. Immerhin Rückzugsmöglichkeit für das doch so freiheitsliebende Hühnchen. Hätte mir das damals jemand gesagt, dass ich mal mit jemandem über 3 Monate in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung hausen würde, hätte ich diesem Jemand nur verständnislos abgewinkt. Ha! Aber alles hat gut geklappt und wir hacken uns immer noch nicht die Augen aus – auch wenn wir uns zwischenzeitlich ganz schön angepflaumt haben. Aber die Liebe hat diese Probe überstanden und mittlerweile fühlt sich unsere Beziehung an, als wäre sie 30 Jahre alt. Man kennt sich eben. Und das ist auch gut so! (Kann man diesen Satz eigentlich noch sagen, ohne Wowi’s Stimme zu hören?)

Das waren zwei Aber’s und hier kommt das Dritte.

Seit einiger Zeit, also um genau zu sein seit anderthalb Jahren bin ich in einer kieferorthopädischen Behandlung, mit allem Pipapo. Ich hab die Schnauze voll, sozusagen. Mit allem Schnickschnack-Metallkrams. Wenn ich nun Eure Hühnchen-Vision zerstört haben sollte, fragt mich mal. Ich mache das alles beinah freiwillig und zahl auch noch Geld dafür. Aber ich möchte ja noch was von meinen Beißerchen haben und ab Ende des Jahres glänzen sie wieder in ihrer vollsten Schönheit, zurechtgerückt und blank geputzt! Nur muss ich mich vor diesem glorreichen Ziel todesmutig unters Messer begeben. Ende November. Klein-Hühnchen war noch nie unterm Messer. Ich hab Angst. Mein Kiefer wird gebrochen und vorgeschoben. Bei wem es nun innerlich zuckt, fragt mich mal.

Ich dachte, das wäre Ausrede genug nochmal so richtig Verwöhnurlaub zu machen.
Das war’s auch. Ich hab mir die Federn vom Leib gerissen um Saunier-Sessions zu celebrieren. Dann hab ich mir die Flügel massieren lassen und mir ordentlich den Bauch mit Schlemmereien vollgehauen. Wer das Buffet gesehen hätte, der hätte Halleluja gebrüllt. So wie ich. Naja, eigentlich nur innerlich - brüllen ging nicht. Nicht mal annähernd. Den Kellner nach ner Serviette zu fragen war ein Krampf. Meine Stimme hatte ebenfalls beschlossen Urlaub zu machen. Und tschüß. Toll. Bei diesem Mitteilungsbedürfnis, welches ich hatte, nachdem ich diesen zauberhaften Sonnenuntergang am Meer sah! Aber einfach mal genießerisch schweigen oder Schnauze halten, wie man liebevoll in der etwas raueren Gegend sagt, aus der ich bin. Und das, wo ich doch mein Herz auf der Zunge trage und halbstöhnend Karamellschokolade in meinem Mund zergehen lassen muss, weil es doch sooooooo lecker ist. Aber nicht mal stöhnen ging. Bezaubernd war es dann, als das Stadium nach dem Flüstern kam. Rauchig, sexy klang das… jedenfalls empfand das meine Kieferorthopädin so. Ich fand das eher wie ne Mischung aus Stimmbruch und kranker, krächzender Nachtigall. Was soll’s. Das Essen im Hotel war trotzdem der Hammer!

Auch wenn mein Geldbeutel eigentlich keine Abers zulässt, mein Leben und alles um mich herum braucht das! Dann verzichte ich eben einmal auf mein Häagen-Dasz-Eis…. Auch wenns schmerzt…

Ich wollte mich eigentlich nur für meine unangemeldete Abwesenheit entschuldigen.
Die Unterschrift von meinem Erziehungsberechtigten reiche ich dann nach, ja!?

22.09.2006 um 15:14 Uhr

Schlag(die)Wörter!

Stimmung: Fühl mich wie ne Brausetablette
Musik: Sonata Arctica - My Land

 Jetzt ist das Ende nah.
Keine Panik. Nur das Ende der Woche.
Obwohl für mich die Woche jetzt eigentlich erst so richtig beginnt.
So ist das mit den Dingen.
Für den Einen ist es das Ende, für die Anderen der Anfang.
Man weiß nie so richtig, wo eigentlich alles begonnen hat.
Frei nach dem Motto „Huhn oder Ei?“

Ohje, ich habs aber auch manchmal mit meinen konfusen Einleitungen…
Ich war kurz davor vom Urknall anzufangen…

Eigentlich wollte ich nur kurz einen kleinen Einblick in meine vollendete(?) Woche geben.
Ich war doch so selten hier. Und eigentlich hätte ich über Millionen Sachen zu sagen, die ich auch schon gesagt habe, aber noch zu keinem, dessen Gesicht ich nicht sah. Also kommt ihr in Frage. Ihr die hier manchmal auf meinem Sofa lümmelt… und mitlest… oder auch nicht… wer weiß das schon… vielleicht mopst ihr euch auch einfach nur die Kekse, die als Erpressung Verlockung am Eingang stehen.
Solche Zusammenfassungen gibt es übrigens unter meinen Kollegen in Form von Wochenberichten, die wahrscheinlich auch keiner liest.
Ich werde einfach die wichtigsten Schlagwörter benutzen, dann artet das nicht so aus… Aprospos Schlagwörter… Kennt ihr schon das Konferenz-Bingo? Nee? Prima! Guckt ihr hier:
 

Meeting Bingo
Schlafen Sie manchmal ein während Besprechungen oder Seminaren? Oder wie ist es mit diesen nicht enden wollenden Konferenzen? Hier ist die Möglichkeit, das alles zu ändern!

 
Wie wird gespielt?: Kreuzen Sie einen Block an, wenn Sie das entsprechende Wort während einerBesprechung, eines Seminars, oder einer Telefonkonferenz hören. Wenn Sie horizontal, vertikal oder diagonal 5 Blöcke in einer Reihe haben, stehen Sie auf und rufen laut BINGO!! 
Synergie Prozeß Projekt Mentor Chancen / Risken
kommunizieren Effektivität Ressourcen Potential Benchmark
  Management Visionen Global Player strategisch Target
Performance     Effizienz Klassisch     Expertise Fokussieren
Optimierung kunden-orientiert Szenario milestone Problematik
 
Aussagen begeisterter Spieler:
"Ich war gerade mal 5 Minuten in der Besprechung, als ich schon gewonnen hatte."   -Martin P. - Frankfurt
"Meine Aufmerksamkeit während Besprechungen ist dramatisch angestiegen."   -Karl A. – München
"Was für ein Spiel. Nach meinem ersten Sieg sind Besprechungen nicht mehr dasselbe für mich."   -Christian R - Hamburg
"Die Athmosphäre während der letzten SE-Besprechung war zum Zerreissen gespannt, als 8 von uns auf den letzten Block warteten." –Thomas S. - Berlin
”Seitdem ich das Spiel bei uns in der Firma eingeführt habe, kann ich mich vor Einladungen zu Besprechungen nicht mehr retten”   - Denise M.- Winterbach 


Wenn wir hier gewinnen wollen, brauchen wir eigentlich nur die Lieblingsfüllwörter unseres Chefs „im Grunde genommen“ und "ähm" mit einbauen… *lach*

Wo war ich?
Schlagwörter, richtig. Also meine Woche wurde mit diesen Wörtern geprägt:

- Versicherungsbetrug
- Tai Chi
- Schwulenkneipe
- Drogen
- Urlaub

- wilde Party

Das ist doch mal was. Ohne Zusammenhang Wörter in die Runde schmeißen. So kommen auch Gerüchte auf. Man schnappt 2,3 Wörter aus dem Zusammenhang und schon ist der Ruf perfekt, oder ruiniert... je nachdem...

So!
Und wenn ihr wisst, warum die Schokolade im Schokocroissant nie bis in die Enden reicht, dann bitte teilt umgehend euer Wissen mit mir!

Im Aufsatz schreiben wäre ich wohl knallhart durchgeflogen. Dreiviertel des Textes besteht aus einer Einleitung.

Ich knall mich jetzt in meinen Wochenanfang und wünsche Euch ein schönes Ausklingen!

Wohl bekommts!


(Achso... bei Bedarf erläutere ich auch gern den Zusammenhang ;)

21.09.2006 um 18:18 Uhr

AugenBlicke

Gestern habe ich erkannt, woran man merkt, dass man liebt.

Es sind die Augen-blicke.

Man kann sich stundenlang in die Augen schauen, ohne was zu sagen und ohne sich unangenehm berührt zu fühlen. Man kann dabei die Nasenspitzen berühren und man fühlt sich, als wäre man tief drin in der Seele des anderen.

Ich muss kurz nachschauen, aber eigentlich fühle ich es auch so.Diese bewusste Erkenntnis verleiht Flügel.

14.09.2006 um 18:21 Uhr

Alte Verbindung, Neue Verbindung

Stimmung: gedanklich verknüpft

Es ist ein Jahr des Wiedersehens – offensichtlich.
Da treffe ich einen jungen Mann wieder, den ich nun mittlerweile schon seit 4 Jahren kenne, aber seit ungefähr einem Jahr nicht mehr gesehen habe. Von E-Mail-Kontakten oder Telefonaten alle paar Monate mal abgesehen.

Kennen… Kenne ich ihn überhaupt? Gezeigt hat er sich mir eigentlich immer nur von einer Seite. Von der verschlossenen Abwehrseite. Was auch daran liegen mag, dass ich mich ihm ebenso wenig gezeigt habe. Eigentlich haben wir ganz klassisch auf einander reagiert. Albern und unreif könnte man heute meinen, aber wir waren so gefangen in uns und je länger wir warteten, desto schwieriger wurde ein offenes Gespräch. Wir haben uns praktisch eingebrannt in unsere Rollen.

Wir lernten uns 2002 auf einer Geburtstagsfeier kennen. Damals wusste ich noch nicht, dass ich über ein Jahr unter diesem Kontakt leiden würde. Es war ein stetiges Auf und Ab. Wobei das Ab eigentlich dominierte. Er hielt mich an der langen Leine. Suchte Vorwände um mich sehen zu können und gestand sich keiner Gefühle ein. Es gab viele Momente in denen ich mich fragte, warum ich mir das eigentlich antue. Ja warum? Was war/ist eigentlich unsere Basis? Ich fühlte mich ihm gegenüber hingezogen, konnte es aber mir selbst auch nicht eingestehen. Ich habe ihm mein Vertrauen nicht geschenkt, mich nicht geöffnet und mich ewig wie das kleine Mädchen gefühlt und wahrscheinlich auch benommen. Er hatte eine Art an sich, die mich völlig unsicher fühlen ließ. Ich hasste dieses Gefühl und jedes Mal bevor ein Treffen anstand legte ich mir zurecht, was ich ihm alles mitteilen wollte. Ich wollte ihm vermitteln, wie schlecht es mir in diesem Zustand ging. Dass ich mich nicht mal traute zu bewegen, während ich neben ihm saß und nachts kein Auge zubekam. Ich wäre am liebsten aus seiner Wohnung gerannt, aber ich war wie erstarrt und kaute auf meinen gedachten Worten herum. Ich erstickte beinah daran. Um das zu verhindern und Tumore zu vermeiden, schrieb ich ihm einen Brief. Völlig vorwurfsfrei. Er beschrieb nur meine ausgedrückten Empfindungen und Wünsche.
Ich bekam darauf wochenlang keine Antwort und mich zerfraßen die darauf folgende Trauer und die spätere Wut. Wie konnte ich mich nur so täuschen? Ich fühlte mich regelrecht gedemütigt.
Zwei Monate später rief er mich an um mir zum Geburtstag zu gratulieren und tat so als wäre nichts gewesen. Es war wie ein Schlag ins Gesicht und ein Tritt ins angebrochene Herz. Für mich war die Sache erledigt. Ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Da er mich immer wieder mit scheinbarem Banalkram per Mail kontaktierte, teilte ich ihm dann genau das mit. Das er sich aus meinem Leben fernhalten solle. Was natürlich nicht auf Anhieb klappte. Ich konnte ihn nicht einfach aus meinem Herzen verbannen.

Es kam aber, wie es kommen musste. Ich traf ihn irgendwann „rein zufällig“ und er entschuldigte sich für sein Verhalten, das er „normalerweise“ nie derart an den Tag legen würde, wie er beteuerte. Okay, in Ordnung. Und nun?
Ich beschloss dieses Verhältnis zu beenden und wollte auch keinen Kontakt mehr. Er schien es anders zu sehen. Bis heute, war es eigentlich immer er, der den Kontakt initiierte.
Ein ansatzweise tieferes Gespräch hatten wir dann ein paar Monate später. Wir redeten und ich fühlte mich irgendwie immer noch nicht frei und ungezwungen. Wir trafen uns dann irgendwann auch mal wieder, aber es gab immer diese unentspannte Situation zwischen uns. Diese Spannungen, die ich kaum aushalten konnte.

Bis wir uns gestern trafen.
Wir sahen uns von einer völlig neuen Seite. Einer Seite die wir schon voneinander kannten, uns aber nie zeigten.
Wir sprachen über Dinge, die uns damals völlig fern schienen überhaupt daran zu denken.

Das Ding ist, ich verstehe ihn heute und ich bin ihm überhaupt nicht mehr böse, ich glaube nicht mal, dass ich das jemals ernsthaft war.
Ich spüre ihn dennoch zu kennen, obwohl wir uns nie wirklich „sahen“. Ich bin ein Mensch, der schon immer gern hinter die Kulissen geguckt hat und versucht hat Verhaltensweisen zu verstehen. Deshalb war es mir auch nicht verwährt in sein Innerstes zu schauen – mit dem Herzen zu sehen.

Heute hat sich so vieles in meinem Leben geändert und bewegt, dass meine Umwelt mich auch ganz anders wahrnimmt. Und so ist es auch mit ihm. Er sieht mich so, wie ich mich sehe. Denn die Umwelt sieht einen so, wie man sich selbst sieht.

„Wenn Du die Welt verändern willst, beginne mit dem Menschen, den Du jeden Morgen im Spiegel siehst!“

Es ist faszinierend. Der Blick nach hinten. Und der Blick in mich hinein. Der Blick wie ich die Dinge neu sehe, aber irgendwie doch schon immer sah.

Ich weiß auch heute noch nicht, was es ist, dass uns irgendwie miteinander verbindet. Ob ich ihn nun einen Freund oder aber einen guten Bekannten nennen kann. Man muss manche Beziehungen nicht unbedingt betiteln. Wir sind, was wir sind. Und wir sind, was wir tun. Punkt.

13.09.2006 um 16:31 Uhr

Verwurzelt

 

Baum der Zeit

 

Geradeaus im Takt der Zukunft
Fernab der geschriebenen Vernunft

Intensiv die Zeit, die ich jetzt erlebe
In der ich mein eigenes Gestern webe

Die Vergangenheit von Morgen zum Träumen verführt
Mit jedem Atemzug mein Sein gespürt

Verblasst war ich, beinah verschwunden
In unbeweglichen Mustern gebunden 

Das Jetzt – ein erwachtes Gefühl von Heimat
Die Ankunft einer Reise, die ich vor langer Zeit antrat

Die Sinne, sie wachsen und reifen
Und können nun nach meinen Wurzeln greifen

11.09.2006 um 21:42 Uhr

Neue Impressionen

Stimmung: wohlfühlig
Musik: Queensryche

Grundlegende Dinge haben sich verändert, meine Herrschaften!
Nee.
Eigentlich waren sie schon immer da, fällt mir gerade auf.
Nur hat sich meine Perspektive, mein Bewusstsein dazu verändert.
Ja, so kann man das sagen.
Mein Blickwinkel wurde verschoben.

Wo fang ich an?

Vielleicht damit, dass ich am Samstag den frühen Morgenhimmel betrachtete. Ich hab nicht aktiv mitgezählt, aber ich glaube, so etwas ist mir in meinem Leben weniger passiert als ich Finger an einer Hand habe. Durchzechte Nächte gelten nicht. Dafür war das Bewusstsein nie ausgeprägt genug. Nee, ich meine richtig mit durchschlafen und früh aufstehen und so. Ich muss zugeben, das war nicht geplant und auch nicht unbedingt freiwillig, aber es gab etwas, dass mich nicht länger im Bett hat verweilen ließ. Egal wie. Fakt ist, dass ich mich um halb sieben in der Morgensonne badete. Und es hat gar nicht wehgetan. Nachdem ich mich dazu entschloss und Groll beiseite schob, ging es mir richtig gut. Die Menschen sehen zwar auch nicht anders aus, aber sie sind weniger – ein entscheidender Vorteil. Und irgendwie riecht ein Morgen anders – zumindest wenn man frei hat. Und ich weiß jetzt, warum die Enten in meinem Park alle so fett sind. Omi kommt mit 2 vollen Beuteln Brotklumpen und erschlägt die Viecher fast. So ein Trubel ums Futter hab ich selten gesehen, da konnte der Papi mit seinem Kleinkind auf der anderen Seite des Teiches mit seinen 3 Krümelchen echt einpacken.
Dann hab ich gelernt, dass ich auch morgens unglaublich sexy sein muss, denn ein junger Mann kam nicht drumrum mir beim Gehen einen Brief zuzuschieben. Ich hatte ihn vorher kaum bemerkt, obwohl er 3 Meter neben mir saß und offensichtlich vertieft in mich und seinem Brief an mich war. Ich war in mein Wolfsfraubuch vertieft und ließ mich in eine andere Welt verführen, während ich die Sonne genoss. Er fand mich jedenfalls extrem anziehend und bat mir spontanen oder unspontanen Sex an. Yiiipiiiieee! Endlich! ??? Nee, also ist ja ganz nett und so… aber irgendwie doch ein bisschen mutlos, mich nicht direkt anzuquatschen. Er entschuldigte sich zwar dreimal dafür, aber abgesehen davon, dass ich nicht unbedingt zu der Sorte Frau gehöre, die auf unverbindlichen Sex mit dem Unbekannten steht, fände ich es schon schade, alles selbst in die Hand nehmen zu müssen. Ich frag mich immer, wie die Männer damit landen. Aber sicher wird es auch das passende Pendant dazu geben. Mir jedenfalls egal. Aufgepeppt, wie ich dann trotzdem war, lief ich durch die Weltgeschichte und wollte, wo ich schon dabei war den Morgen zu ergründen, nicht nach Hause. Wie schön es ist, frei zu sein, dachte ich mir, als ich spontan in den 200er Bus einstieg, der gerade reiiiin zuuufäääälliiiig vor meiner Nase hielt. Für diejenigen, denen diese Linie fremd ist: Der 200er Bus hält eigentlich an fast allen touristischen Sehenswürdigkeiten, die wo gibt in Berlin;) Also –zack– rin  in dit Teil, wa und bis mitten in die Stadtmetropole Bahnhof Zoo gefahren. Schööön. Die mehr oder weniger vermissten Leutchens waren also alle hier. Natürlich alle nicht von hier. Klar. Frühstück nachgeholt und in einen der besten Plattenläden der Stadt eingekehrt. Ne Stunde Platten gehört und dann doch nur ne DVD gekauft.

So. Und nun? Nach Hause? Nö, lieber noch nicht. Da nimmt mein Problemkind noch das Bett in Beschlag und schläft seinen Rausch aus.
Also ab zum Kaufhof, meine Gabi besuchen. Wer sich erinnern möchte, die Frau meines Papas, den ich immer noch nicht wieder sehen durfte. Gabi nahm mich herzlich in Empfang und arrangierte sofort ein Date mit meinem Rocker-Papa. Auch alles super spontan, wenn ich das nochmal betonen darf. Er wollte sich sowieso heute mit Dir treffen, sagt Gabi. Na prima, da bin ich ihm wohl zuvor gekommen! :) Denn komm ich später nochmal wieder und unser großes Wiedersehen ist perfekt.
Wieder zu Hause angekommen, hoffte ich, mein Wegbleiben wäre irgendwie aufgefallen. Denkste, Puppe. Immernoch am Ratzen, der Gute. Okaaaaay. Musik an und Bude durchgeschrubbt. Keine Reaktion. Aber kein Problem, die Bude hatte sowieso mal wieder eine Auffrischung verdient. Das kann ganz schön schnell ganz schön verlebt aussehen, wenn 2 Leute auf engstem Raum zusammenleben. Mal abgesehen davon, dass ein eigener Raum zum Rauschausschlafen manchmal ganz praktisch wäre… Nee, ich beschwer mich ja nicht….

Dann rückte das Treffen näher und ich stand mit meinem Reality Daddy Nase an Nase. Also um genau zu sein, war es eher Nase an Kinn. Er ist immer noch viel größer als ich. Aber schlank ist er geworden. Und Haare sind ihm zum Pferdeschwanz binden gewachsen. Und einen schicken Bart hat er jetzt. Aaaaaber, er ist immer noch derselbe. Immer noch dieselben Sprüche, immer noch diese leicht ruppige Art, die ich, würde ich ihn nicht kennen, falsch verstehen würde. Aber ich weiß, wie er es meint und im Herzen ist er ein lieber Mann, der es immer gut mit mir meint. Vergesslich und manchmal wirkt er wenig interessiert – aber das täuscht. Ich weiß, er fühlte sich mit mir pudelwohl, denn immerhin konnten wir uns schon wieder richtig käbbeln.

Es war wie früher. Es war wie Familie. Ich hab mich willkommen gefühlt und wohlig heimelig. So angenehm, dass ich bis zum Frühstück blieb. Ich schlief übrigens neben einem Schlagzeug, dass er im Wohnzimmer aufgebaut hat und Gitarren, die an der Wand klebten. Der Abend wurde mit Musik untermalt, die mir nur allzu bekannt vorkam. Meine Lieblingsmusik. Wer weiß, was ich gern höre, der weiß auch wie selten es geworden ist, das jemand das hört….

Ich hoffe ich sehe alle schon ganz bald wieder!

07.09.2006 um 10:14 Uhr

Stöckli

Stimmung: vernebelt


Ich hab da ja noch ein kleines flauschiges Stöckchen, dass nicht länger bei mir bleiben möchte – not_me, sei Dank! :)

Was ist dein Lieblingsoutfit? Und warum?

Jeans und T-Shirt – ich mags am liebsten bequem…  zumindest überwiegend.

Wie würdest du mit 3 Wörtern deinen Style beschreiben?


Abwechselnd:
- Mal möchte meine Weiblichkeit mehr unterstrichen werden – dann feminin
- Mal hab ich Lust auf Metal durch und durch – dann schwarz und
  alternativ
(aber für andere trotzdem noch vorzeigbar. Ich seh viel zu nett
  aus, als das jemand Metal vermuten würde. Wahrscheinlich könnte ich
  so noch bei Vorstellungsgesprächen erscheinen… ;) )
- Mal unkompliziert – dann einfach nur  bequem aber trotzdem schick für
  meine Verhältnisse.


Ich weiß, das waren jetzt keine 3 Wörter, aber ich halt mich ja so ungern an Beschränkungen.


Dein Modemotto? 


Wohlfühlen!
Und weniger ist mehr. Das heißt, den Typ unterstreichen nicht übertünchen – Außerhalb des Faschings keine Maskierung.


Lieblingsaccessoire?


Meinen Ankh-Kettenanhänger! Den lieb ich und möchte ihn am liebsten niemals abnehmen.

Ansonsten trag ich seit ich 16 bin immer denselben silbernen Ring – man könnte meinen, er sei mit mir verschmolzen und am Finger angewachsen. Er ist so dezent, dass er mir selbst überhaupt nicht mehr auffällt – aber ich häng an ihm… irgendwie… (offensichtlich…)

Eine Zeitlang trug ich ein Lederarmband um meine unscheinbare Stärke, die ich definitiv habe, ansatzweise zu unterstreichen bzw. hervorzuheben.

Lieblingsdesigner?


H&M!? Naja, no name meistens… ist so was von unwichtig, sehen wir mal vom Geld, das ich dafür nicht habe, ab. Außerdem klingt Designer so nach Extravaganz, ich bevorzuge es lieber einfach.

In welche Klamotte hast du richtig viel Geld investiert?


Pffff… da muss ich mal stark nachdenken… hab ich das jemals?
Bei Schuhen spare ich meistens nicht – dafür hab ich dann aber auch nur ein paar, das mich 3 Jahre lang täglich begleitet… ich denke das rentiert sich… 

Deine größte Modesünde?


Was ist damit gemeint? Als Sünde würde ich die Sachen bezeichnen, die ich in  meiner damaligen angehenden Teenie-Zeit trug. Z. B. bunte enge Glanzleggins in Kombination mit einem langen bis zu den Knien reichenden, quergestreiften, fliederfarbenen Sweatshirt incl. Kapuze und um dieses zauberhafte Shirt einen pinken Gürtel gebunden. Es waren die 80er, also sicherlich verzeihbar! Und damals war es der Hit!


Best angezogenster Star (männlich & weiblich)?


Das ist mir wurscht. Eigentlich alles insgesamt sehr oberflächlich.

Ich glaube aber mich zu erinnern, dass ich die Darsteller, insbesondere Brad Pitt in der Rolle von „Legenden der Leidenschaft“ sehr „anziehend“ empfand… Ich mag diese natürliche Kleidung aus früherer Zeit: mit Hosenträger und weiten Männerblusen. Ach und wo wir gerade bei Brad Pitt sind…. Diese legendären und mythischen Vampiroutfits sind auch unbedingt zum Dahinschmelzen. Dieser Widerspruch aus sanfter Stärke… *rrrrrrr*

Kurz und knapp: was ist für dich in und was out?


In ist, was gefällt…. Für mich, immer wieder Jeans. Die Variationsbreite ist unendlich. Von Knackig, sexy bis schlabbrig gemütlich.


An welche Blogs wirfst du dieses Stöckchen weiter?


Nimien, Zwischenweltler und zartgewebt – bei euch würde mich das sehr interessieren. Wäre schön, wenn ihr mitmacht!

04.09.2006 um 20:57 Uhr

Bewegungsfreiheit!?

 

Ich bin bewegungslädiert.
Was eigentlich auch kein Wunder ist nach diesem Powerwochende. Ziehen wir den Sonntag mal ab. Ok. Eigentlich war es nur ein Powersamstag. Aber ich fühle mich wie nach fünfwöchigem Armeedienst. Also immerhin stelle ich mir vor, dass das ein klein wenig anstrengend sein dürfte. Ist es das? Oder ist das nur der Ruf, bedingt durch die Jammermentalität der Männer?

Wieauchimmer. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr schmerzfrei umschauen. Ich bitte also um anschleichfreies Herantreten von VORN, meine Damen und Herren! Sonst kullert mein Kopf einfach so von meinem Hals. Dann tut mein Kopf zwar nicht mehr weh, aber da hätten wir dann noch das Problem meines Rücken und Halses. Wenn die auch noch abfallen, dann wäre ich nur noch ein Hühnchen auf mit aus zwei Beinen. Ich müsste mich so ja nicht mehr sehen, aber den Anblick möchte ich nun wirklich jedem anderen ersparen.

Gut. Hätten wir diese Eventualität geklärt. Also das kam so:
Zwei alte gute Freunde, aus dem Leben meines Freundes, die zufälligerweise auch ein Paar sind und sich zufälligerweise(?!) neuerdings Familie nennen, übermittelten uns die frohe Botschaft ihres Umzuges, bedingt durch dessen Familienzuwachses. Och mönsch… ich meine… oh toll, ich liebe Umzüge (mmmh…)! Wo solls denn hingehen? Ach, nur in eine Wohnung über uns. Oh toll! Gar kein Problem!
Ich habe mich dabei wohl nicht umgesehen und kurz vergessen, dass die beiden absolute Messies sind. Außerdem habe ich mich ein klein wenig an meinen Umzug erinnert. Alles schön vorgekaut und transportfähig vor die Tür gestellt. Hier war aber leider nix mit Kisten schleppen. Das hieß nun lose Ordner, mit staubflusenüberladenen Büchern und mit Schmutzwäsche, alten Briefen und Wasweißichnichtfürzeugs- beladenen Möbelstücken die Treppen hochgeschleppt. Das es genau zwei Etagen höher war, musste ich vorher anscheinend gekonnt überhört haben. Gut dass ich ein Bier im Bauch hatte, wie es sich für einen richtigen Umzug gehört! Mein Gott, ich hab noch nie um 12.00 Uhr morgens Bier getrunken. Ich wusste ja nicht, was das für Auswirkungen haben kann…. Aber lassen wir das lieber… Ich hatte keine Ahnung, warum Staubflusen und Werbemüll direkt mit umziehen mussten. Irgendwie richtig schade um die neue Glanzhütte. Auf die Aussage hin „Das sieht alles viel schlimmer aus, als es ist“ hab ich innerlich nur abgewunken und uns alptraummäßig nachts noch Regale abbauen sehen. Wie gut, dass ich mich davor schon für 5 Stunden später abmeldete. So gab ich meinem Freund symbolisch alle Arme, die ich noch hatte und machte mich daran in meine Chaoshöhle zu kommen. Ich fühlte mich in meiner seit Wochen nicht aufgeräumten Bude auf einmal pudelwohl. Komisch.
Aber wo ich schon dabei war, ging der Putzwahn gleich weiter, dem Ziehen und Kneifen im Rücken zum Trotz.

Und als ob ich nicht schon genug Bewegung hatte musste ich unbedingt noch tanzen gehen.
Prima. Wenn dann alles auf einmal
Wir gingen in einen dunklen Club, der 80ziger Jahre inpetto hatte, obwohl er sich sonst so metalig gibt. Da hab ich gleich mal meine Freundin geschnappt und bin mit ihr in dieses so abgewrackte Gebäude getänzelt. Sie ist es eigentlich nicht gewohnt und erlitt beim Anblick schwarzbekleideter Menschenmassen einen kleinen Semischock. Ok, es war wirklich ganz schön voll diesmal, bedingt durch eines Konzertes im selben Haus. Und die Polizisten am Eingang taten auch noch ihr Übriges. Drinnen angekommen, ein paar Drinks später und in „Send me an angel“-Musik eingehüllt, fühlte sie sich allmählich wohl und schloss sogar Kontakt mit einem jungen Herren aus Köln. Sagen wir er schloss Kontakt mit ihr. Heute erfuhr ich, dass er sie zweimal auf die Wange küsste. Ungefragt. Frechheit! Seine Worte „ich mache so lange weiter, bis Du mir eine scheuerst“ machten ihn nicht wirklich unaufdringlicher… Tzz… Leute Männer gibt’s… Ich hätte ihn wohl nicht erst zum zweiten Zug kommen lassen…
5 Uhr früh zierte ich dann nun endlich verkokelt mit Rücken und Lungenschmerzen (ich hasse Qualm!!!) mein Bett. Es wurde bis heute nicht besser… Nicht dass jemand denkt, ich würde jammern… aber ich habe so das dumpfe Gefühl, mein Körper kämpft gerade mit einer anfänglichen Grippe. Und ich selbst bin schuld!

Was ich noch erwähnen wollte. Natürlich habe ich auch an meine bestimmte Freundin gedacht. Ich tanzte in Gedanken mit ihr. Immerhin war ich sonst immer mit ihr in diesem Schuppen. Aber es war völlig ok, dass sie nicht da war. Und ich merke, wie ich Schritt für Schritt meine Verkrampfung zu ihr lösen kann. Es hilft mir aufzuschreiben, was ich nicht mehr möchte und vor allem, was ich möchte!


31.08.2006 um 12:25 Uhr

Loslassen

Stimmung: :'-(

 
 Loslassen



Ich pflücke eine Blume
Und sehe Dich

Ich träume einen Sonnenuntergang
Und neben mir sitzt Du

 Ich höre ein Lied
Und sehe uns tanzen

 Ich sehe ein Meer
Und uns darauf hinaustreiben
- Wir waren noch niemals am Meer

 Ich sehe einen Film
Und höre Deine Kommentare

 Bei jedem Schritt,
Bei jeder Tat
Denke ich an Dich!

 Du hast Dich eingebrannt in meinem Leben
In so kurzer Zeit

 Doch jeder Gedanke an Dich,
Jede Bewegung für Dich
Tut weh

Ich kann nicht Ich sein
Wenn Ich Du bin


Bitte!
Lass mich los für eine Weile!
Lass mich die Schönheit eines Baumes
Mit meinen Augen sehen!

Ich danke Dir für Deine Begleitung
Doch sei nicht da
Wenn Du es nicht bist!
 
Es ist an der Zeit Dich gehen zu lassen
Ohne einen Groll für Dich empfinden zu müssen
 
Es ist an der Zeit Dich  los z u l  a  s s   e    n ………
 

30.08.2006 um 14:28 Uhr

Tick-Tack

Stimmung: gelangweilt
Musik: Muse - Stockholm Syndrome

Gestern war mal wieder so ein Kaugummi-Tag. Und der heute zieht sich auch schon wieder so eigenwillig gnitschig hin. Ich starre auf die sich nicht bewegende Uhr. Und denke nur ans Essen oder an meine nächste Freizeitgestaltung. Jeden Morgen nachdem der Wecker ne halbe Stunde sein Tanzprogramm für mich durchgezogen hat, frage ich mich wozu ich mir das eigentlich antue. Mein Leben bewegt sich gerade gewaltig. Und irgendwie muss diese blöde Jobfrage doch nachziehen! Ich beschließe mir also einen Hinterntreter zu besorgen, um mich anzutreiben. Ich komm ja bei mir selbst nicht hinten dran. Am Samstag soll nun also der erste Sch(T)ritt getan werden (gedanklich bin ich schon hundert Schritte gelaufen – wahrscheinlich bin ich deshalb so müde). Warum bitteschön, kann ich mir einen Hinterntreter besorgen, aber nicht gleich einen neuen Job? Manchmal bin ich so kurz vor Kurzschlussreaktionen, die eindeutig aus dem Bauch kommen: „Kündige doch einfach – Na los, kündige!!!“ – das der aber auch immer so schreien muss! Kein Wunder, wenn ich immer dauernd Hunger habe – der Körper muss ja eine irre Verbrennung haben! Das Witzige dabei ist, dass ich in diesen Momenten keinerlei Angst vor Konsequenzen habe. Es ist diese Fügung, an die ich glaube. Man muss nur den ersten Schritt wagen und danach folgt automatisch der nächste… als Vertrauensbeweis, sozusagen. Aber dann gibt es diese Vernunftsstimmen von außen und innen, die so überzeugend sind. Vielleicht sind sie’s auch. Aber –mein Gott- manchmal belebt so eine Unvernunft!

Vernünftig bleiben, vernünftig bleiben, vernünftig bleiben…………………..

Hab ich erzählt, dass sich mein Vater gemeldet hat?
Mein Reality Daddy, wie er sich liebevoll nennt freut sich auf ein Wiedersehen. Puh… und ich erst!
Ich bin wieder mal fasziniert von dieser Fügung.
Nachdem ich bei meiner Schwester war, schrieb ich ihm eine Nachricht, wie traurig ich bin und dass ich einem Wiedersehen ungeduldig entgegenblicke!
Nichts. Keine Reaktion. Ich wusste, dass sie in den Urlaub wollten. Und da die letzten Kontakte etwas unschön abliefen, hab ich mich auch nicht groß gewundert. Alle paar Minuten aufs Handy gestarrt. Vielleicht ist sein Handy aus, vielleicht ist sie nicht angekommen, vielleicht kann er nicht antworten…. Vielleicht, vielleicht…. Ich habe ihn so verkrampft festgehalten und umklammert den armen Wunsch, der sich nicht befreien konnte und somit auch keine Erfüllung prophezeien konnte. Also hab ich ihn losgelassen, rausgeschickt in die weite Welt. Und siehe da… bis nach Rhodos ist er gekommen, denn von da erreichten mich die lieben Grüße.
Wenn ich mich nur nicht so verkrampfe und mir sage: Der Wunsch ist doch rausgeschickt - Alles schön, alles super, ich brauche die Erfüllung nicht zum Glücklich werden! Dann ist es viel einfacher für den Wunsch, sich zu entfalten. Ich speise ein, und das bekomme ich zurück. Wie mit dem Computer. Ich hacke ja auch nicht tausendmal auf derselben Taste rum, um schnell ans Ziel zukommen. Gediegen…. Einmal drücken reicht… und dann schön loslassen…. Nebenbei vielleicht ein anderes Programm starten… im Hintergrund beschäftigt sich das System mit dem Wunsch schon.  

Hachja… ich wünsche mir einen neuen Job!............
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(Ich drück schon wieder zu oft auf diese Taste……)

 

24.08.2006 um 10:38 Uhr

Panta rhei!

von: Huehnchen   Stichwörter: Familie

Stimmung: zufrieden, optimistisch
Musik: Mercury Tide - Why

Nach diesem neverending Tag gestern, brauchte ich erstmal eine Portion Familie. Ich wollte den Rückenhalt auf meiner Seite spüren, nachdem ich mich so um eine heile Familie beraubt fühlte. Meine liebe Mutti hat es geschafft mich wieder in mir zu bestärken. Das erste Mal seit langem habe ich das Gefühl aufgenommen und willkommen zu sein, was mich und mein Selbstbewusstsein ungemein fördert. Ich muss irgendwie nicht mehr kämpfen – um Aufmerksamkeit, Liebe, Familie. Ich fühl mich gestützt und kann mich auf mich selbst konzentrieren. Und das schönste von Allem ist, dass ich das erste Mal spüre, dies ist keine Phase, sondern es ist tatsächlich etwas gelöst. Knoten, Muster, wasauchimmer. Eine Arbeit von beiden Seiten: Erkennen und Aussprechen von „Fehlern“ und Zugeständnissen sich selbst gegenüber, keine Verleumdungen oder Verharrungen auf Standpunkten, keine Schuldzuweisungen…. Einfach ehrlich, nicht nur gegenüber dem Anderen, sondern gleichzeitig auch gegenüber sich selbst! Das wirkt Wunder! Und wer hebt nicht gern als erstes die Hand, wenn es um Wunder geht? Hiiier!! HIER, ICH, IIIICH! Eine Tüte Wunder - zum mitnehmen bitte!!! Bezahlen? Och, mit meinem Stolz, den geb ich gern ab! Eigentlich ein guter Deal und kein hoher Preis. Trotzdem fällt es einem so schwer ihn abzugeben, man hat sich doch schon sooo an den Kumpel gewöhnt… 

Jedenfalls war es für mich ein sehr erfüllender Abend und einer, der nachhaltig ist. Meine Ma kam mit nem Sack alter Schwarz/Weiß-Fotos an, die ich zum Teil noch nie gesehen habe. Bilder aus der Jugend meiner Mutter, Bilder meines Vaters, Bilder meines anderen Vaters, Bilder meiner Oma in jungen Jahren, meiner Tante (mit der es übrigens auch gerade anfängt zu fließen!!) und meinem Cousin, Bilder mit allen zusammen, Bilder mit einem unsichtbaren Hühnchen, nur der Bauch meiner Mutter verrät mein Versteck… ha – sogar ein Bild meiner Eltern am Tag meiner Zeugung! Ist das nicht magisch? Wer sagt, dass ich kaum Familie habe? Hab ich doch Schwarz auf Weiß gesehen! Nur zusammenkommen müssen wir wieder. Und das werden wir auch! Auch meine Oma werde ich bald wieder umarmen! Ich häng mir nicht umsonst ein A4-Bild von ihr aus den Siebziger Jahren an die Wand!! Denn obwohl diese Bilder so sehr gehütet werden, habe ich Überzeugungsarbeit leisten können die Schönsten mitzunehmen, um mir Abzüge davon zu machen. Was bin ich dankbar für diesen unbezahlbaren Schatz! Nicht nur meine Schwester hat nun Fotos ihrer Eltern an der Wand! J 

Mir geht’s gut. Ich lasse nun los und entkrampfe mich von dem Gedanken unbedingt meinen Vater wieder sehen zu müssen! Ich lasse fließen… und was kommen soll kommt……………………….. Amen!

 

23.08.2006 um 13:26 Uhr

Spuren der Vergangenheit

von: Huehnchen   Stichwörter: Familie

Stimmung: festgehangen - traurig

 

Ich habe sie sofort erkannt. So ein hübsches Mädchen!Sie hat sehr viel zu erzählen und ich lausche gespannt – mittendrin schweife ich wieder ab, weil ich sie staunend beobachte. Wow! Ich sehe noch dieses kleine Mädchen vor mir. Ich sehe uns, wie wir in Betten rumturnen und im Mittelmeer planschen…. und nun… puh… jetzt sitzt vor mir so eine erwachsene, junge Frau, die von ihren Wochenendpartys erzählt.

Sie zeigt mir Album an Album Ihrer Kindheit. Auch ich tauche darin auf. Erinnerungen durchfließen mich. Je älter sie wird und je jünger die Fotos, desto trauriger werde ich. Warum habe ich keinen Teil mehr daran? Ich sehe Bilder meines Vaters. Was für ein cooler Typ, denke ich mir. Genauso einen Vater, den ich mir immer vorstellte. Lange Haare, Schlagzeuger in ner Band – ein echter AC/DC-Typ. Metaller vor dem Herrn. Ist Musikgeschmack erblich? Muss wohl…

So ein sensibles Thema… Und so ein verdammt sensibles Hühnchen. Mir fehlt das echte Vater-Tochter-Verhältnis. Diese Familie nagt an mir, ich spüre Neid in mir aufflammen. Es ist doch auch mein Vater! Wie gern stände ich neben meiner kleinen Schwester… und das nicht nur auf den Fotos….

Eigentlich möchte ich seit gestern Abend nur noch weinen… Warum fühle ich mich so deprimiert, traurig und voller Wehmut? Ist es nicht wunderbar, endlich wieder Anschluss gefunden zu haben?

Ich kann es nicht leugnen.
Dieses starke Gefühl meine Kindheit verpasst zu haben...
Mit etwas abschließen zu müssen, das noch unheimlich schmerzlich ist.
Wie denkt man in solchen Momenten nur geradeaus?

Ich will wieder zurück….