Eintreten und Wohlfühlen

04.09.2006 um 20:57 Uhr

Bewegungsfreiheit!?

 

Ich bin bewegungslädiert.
Was eigentlich auch kein Wunder ist nach diesem Powerwochende. Ziehen wir den Sonntag mal ab. Ok. Eigentlich war es nur ein Powersamstag. Aber ich fühle mich wie nach fünfwöchigem Armeedienst. Also immerhin stelle ich mir vor, dass das ein klein wenig anstrengend sein dürfte. Ist es das? Oder ist das nur der Ruf, bedingt durch die Jammermentalität der Männer?

Wieauchimmer. Ich kann mich jedenfalls nicht mehr schmerzfrei umschauen. Ich bitte also um anschleichfreies Herantreten von VORN, meine Damen und Herren! Sonst kullert mein Kopf einfach so von meinem Hals. Dann tut mein Kopf zwar nicht mehr weh, aber da hätten wir dann noch das Problem meines Rücken und Halses. Wenn die auch noch abfallen, dann wäre ich nur noch ein Hühnchen auf mit aus zwei Beinen. Ich müsste mich so ja nicht mehr sehen, aber den Anblick möchte ich nun wirklich jedem anderen ersparen.

Gut. Hätten wir diese Eventualität geklärt. Also das kam so:
Zwei alte gute Freunde, aus dem Leben meines Freundes, die zufälligerweise auch ein Paar sind und sich zufälligerweise(?!) neuerdings Familie nennen, übermittelten uns die frohe Botschaft ihres Umzuges, bedingt durch dessen Familienzuwachses. Och mönsch… ich meine… oh toll, ich liebe Umzüge (mmmh…)! Wo solls denn hingehen? Ach, nur in eine Wohnung über uns. Oh toll! Gar kein Problem!
Ich habe mich dabei wohl nicht umgesehen und kurz vergessen, dass die beiden absolute Messies sind. Außerdem habe ich mich ein klein wenig an meinen Umzug erinnert. Alles schön vorgekaut und transportfähig vor die Tür gestellt. Hier war aber leider nix mit Kisten schleppen. Das hieß nun lose Ordner, mit staubflusenüberladenen Büchern und mit Schmutzwäsche, alten Briefen und Wasweißichnichtfürzeugs- beladenen Möbelstücken die Treppen hochgeschleppt. Das es genau zwei Etagen höher war, musste ich vorher anscheinend gekonnt überhört haben. Gut dass ich ein Bier im Bauch hatte, wie es sich für einen richtigen Umzug gehört! Mein Gott, ich hab noch nie um 12.00 Uhr morgens Bier getrunken. Ich wusste ja nicht, was das für Auswirkungen haben kann…. Aber lassen wir das lieber… Ich hatte keine Ahnung, warum Staubflusen und Werbemüll direkt mit umziehen mussten. Irgendwie richtig schade um die neue Glanzhütte. Auf die Aussage hin „Das sieht alles viel schlimmer aus, als es ist“ hab ich innerlich nur abgewunken und uns alptraummäßig nachts noch Regale abbauen sehen. Wie gut, dass ich mich davor schon für 5 Stunden später abmeldete. So gab ich meinem Freund symbolisch alle Arme, die ich noch hatte und machte mich daran in meine Chaoshöhle zu kommen. Ich fühlte mich in meiner seit Wochen nicht aufgeräumten Bude auf einmal pudelwohl. Komisch.
Aber wo ich schon dabei war, ging der Putzwahn gleich weiter, dem Ziehen und Kneifen im Rücken zum Trotz.

Und als ob ich nicht schon genug Bewegung hatte musste ich unbedingt noch tanzen gehen.
Prima. Wenn dann alles auf einmal
Wir gingen in einen dunklen Club, der 80ziger Jahre inpetto hatte, obwohl er sich sonst so metalig gibt. Da hab ich gleich mal meine Freundin geschnappt und bin mit ihr in dieses so abgewrackte Gebäude getänzelt. Sie ist es eigentlich nicht gewohnt und erlitt beim Anblick schwarzbekleideter Menschenmassen einen kleinen Semischock. Ok, es war wirklich ganz schön voll diesmal, bedingt durch eines Konzertes im selben Haus. Und die Polizisten am Eingang taten auch noch ihr Übriges. Drinnen angekommen, ein paar Drinks später und in „Send me an angel“-Musik eingehüllt, fühlte sie sich allmählich wohl und schloss sogar Kontakt mit einem jungen Herren aus Köln. Sagen wir er schloss Kontakt mit ihr. Heute erfuhr ich, dass er sie zweimal auf die Wange küsste. Ungefragt. Frechheit! Seine Worte „ich mache so lange weiter, bis Du mir eine scheuerst“ machten ihn nicht wirklich unaufdringlicher… Tzz… Leute Männer gibt’s… Ich hätte ihn wohl nicht erst zum zweiten Zug kommen lassen…
5 Uhr früh zierte ich dann nun endlich verkokelt mit Rücken und Lungenschmerzen (ich hasse Qualm!!!) mein Bett. Es wurde bis heute nicht besser… Nicht dass jemand denkt, ich würde jammern… aber ich habe so das dumpfe Gefühl, mein Körper kämpft gerade mit einer anfänglichen Grippe. Und ich selbst bin schuld!

Was ich noch erwähnen wollte. Natürlich habe ich auch an meine bestimmte Freundin gedacht. Ich tanzte in Gedanken mit ihr. Immerhin war ich sonst immer mit ihr in diesem Schuppen. Aber es war völlig ok, dass sie nicht da war. Und ich merke, wie ich Schritt für Schritt meine Verkrampfung zu ihr lösen kann. Es hilft mir aufzuschreiben, was ich nicht mehr möchte und vor allem, was ich möchte!


Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenk_fee schreibt am 05.09.2006 um 07:55 Uhr:Oh-ruh Dich aus,mach es Dir gemütlich und lass Dich pflegen;)Ich hoffe ´,Du kommst schnell wieder auf die Beine-Staubflusen zu tragen ist so schwer und mühselig*g wenn ich da an das ganze Einsammeln denke...*kopfschüttel. Und dann noch in der Höhle des Löwen Tanzen gehen...Gute Besserung;-)
  2. zitierenDarkHoneyLady schreibt am 05.09.2006 um 19:27 Uhr:Das ist ja total süß von dir, dass du soooo fleißig und ausdauernd schon für meinen/unseren Umzug übst...*zwinker*
  3. zitierenHuehnchen schreibt am 05.09.2006 um 21:08 Uhr:Och danke für Dein Mitgefühl, liebe k-fee! Das ist das Schöne, wenn man mal schwächelt. Tee wird ans Bett serviert, Extrastreicheleinheiten und nebenbei lasse ich mir gerade noch meinen Küchentisch anbohren... wenn das kein Service ist! ;) Liebste Grüße
  4. zitierenHuehnchen schreibt am 05.09.2006 um 21:10 Uhr:Laaaaaaaaadyyyyyyy, das ist doch keeeeeeeeeeeiiiiiiiiin Ding!! Ich hab doch nur wegen Euch diese Strapazen ... äh, ich meine dieses Training auf mich genommen! Ich bin nun fit wie ein Maikäfer im Oktober!! Guck mal, wiiiie stark ich bin *vordirrumpose*

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