Eintreten und Wohlfühlen

25.01.2007 um 14:32 Uhr

Ich will Meee(h)r!

Mein Schiff steht im Hafen.
Es weiß genau, wofür es gebaut wurde.
Und es schunkelt leicht ungeduldig hin und her und bettelt um Losfahrt.
Ein kleiner Blick zum Horizont lässt erahnen,
welch buntes Potpourri aus Gefühlen auf sich warten lässt.

Es ist umhüllt von Frau Vorfreude, die immer einen Schritt voraus ist - das Ziel auf das weite, klare, wilde Wasser gerichtet. Frau Vorfreude pendelt zwischen Jetzt und Später, zwischen Hier und Da um beides im "AugenBlick" zu haben. Sie berichtet vom belebend Neuen, vom Meer und den Gefühlen, die emporsteigen werden. Sie erzählt... Nur Facetten, nur Nuancen, nur für den Appetit.... Sie sprüht voll Lebenslust und überträgt es dem noch so unerfahrenem Schiffchen und seinem Seemann bedingungslos.

Bleib schön hier und eile nicht zu schnell.
Beachte die Zeit in Deinem Bauch, Herr Seemann! Lass noch nicht die Leine los, bevor das Schiff noch nicht bereit ist für dieses großartige Abenteuer. Ein Abenteuer, das unausweichlich ist. Es kommt sowieso! Du weißt ganz genau, wenn Du erstmal dort draußen bist -unbedarft, erfahrungslos- gibt es nie wieder einen Schritt zurück!

Die Zeit des Hafens wird nun endlich vorbei sein!
Ich sehe schon das Leuchten am Horizont!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 25.01.2007 um 15:02 Uhr:Hey! Das hört sich ja nach richtig großen Plänen an, nach Veränderung, nach Aufbruch, nach Auf-etwas-einlassen.
    Da wünsche ich Dir eine gute Reise und allzeit eine Handbreit Wasser unter'm Kiel!
    Verlier nur den Hafen nicht ganz aus den Augen (oder nimm zumindest eine gute Seekarte mit). Der Hafen steht für Heimat, für Zuflucht, für Geborgenheit - falls es doch einmal zu stürmisch werden sollte da draußen.

    Hach, ich finde es wunderbar, daß Du wieder hier schreibst. :)
    Du bist Dir hoffentlich darüber im klaren, daß Du uns jetzt wahnsinnig neugierig gemacht hast.

    Ganz liebe Grüße aus der Zwischenwelt
  2. zitierenHuehnchen schreibt am 25.01.2007 um 15:41 Uhr:Hallo mein lieber Herr Zwischenweltler!
    Wie schön - wir beide - Hier! :)

    Ja, den Hafen hab ich im Rücken und kann jederzeit zurück, denn auch er hat sich entwickelt und verändert. Er macht es mir mitunter erst möglich, das Meer zu erleben - frei und ungebunden! - Seine Stabilität und Sicherheit ist beruhigend, gibt mir Rückenwind und treibt mich zum Eigentlichen! Karten kann ich leider nicht so gut lesen, deshalb lasse ich mich lieber intuitiv leiten.. So bin ich eben... :)

    Du bist also neugierig... Das kann was sehr Schönes sein, sieht man mal von der negativen Begleiterscheinung ab. Das bin ich auch so sehr... Nach Neuem gierig... Veränderung und Erneuerung tut so gut! Das vergangene Jahr war teilweise wie eine Zeitschleife - Ich wollte zu früh aufbrechen, da hat sich das Seil ständig verfangen. Es war wohl die Hand des Schicksals, die ordentlich mit der Bremsung meiner "Gier" zu tun hatte!

    Ich hoffe, ich kann wieder mehr schreiben - so langsam bildet sich meine rechte Hand wieder neu ;)

    Lass Dich knuddeln!
  3. zitierenzartgewebt schreibt am 26.01.2007 um 17:10 Uhr:Liebes Hühnchen,
    das Schiffchen sollte schon den Anker lichten,
    denn das ist ja eines jeden Schiffchens Bestimmung – zu segeln, um neue Ufer zu erforschen.
    Den Hafen sollte man aber nicht aus den Augen verlieren (wie ja du und auch Zwischenweltler richtig erkannt habt), denn dort gilt es aufzutanken, Kraft zu schöpfen, Risse zu flicken, Lecks zu stopfen....um dann gestärkt, erneut aufzubrechen.

    Bei Stillstand würde das Schiffchen Rost ansetzen....dabei sollte es doch unbedingt den Wind in den Segeln spüren ;-)

    Ganz liebe Grüße
    zartgewebt
  4. zitierenHuehnchen schreibt am 27.01.2007 um 15:09 Uhr:...und ich breite meine Flügel aus - und fliiiieeeg... um den Wind zu spüren und das Geräusch des Flügelschlags zu hören... :)

    Jawoll!

    Liebste Grüße auch an Dich, liebe zartgewebt!

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