Eintreten und Wohlfühlen

13.09.2006 um 16:31 Uhr

Verwurzelt

 

Baum der Zeit

 

Geradeaus im Takt der Zukunft
Fernab der geschriebenen Vernunft

Intensiv die Zeit, die ich jetzt erlebe
In der ich mein eigenes Gestern webe

Die Vergangenheit von Morgen zum Träumen verführt
Mit jedem Atemzug mein Sein gespürt

Verblasst war ich, beinah verschwunden
In unbeweglichen Mustern gebunden 

Das Jetzt – ein erwachtes Gefühl von Heimat
Die Ankunft einer Reise, die ich vor langer Zeit antrat

Die Sinne, sie wachsen und reifen
Und können nun nach meinen Wurzeln greifen

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 14.09.2006 um 09:00 Uhr:Als ich dieses Bild sah, schoß mir spontan ein Gedanke durch den Kopf:
    "Gefangen in Geborgenheit"
    Ich glaube, darüber muß ich noch mal nachdenken...
  2. zitierenHuehnchen schreibt am 14.09.2006 um 10:33 Uhr:Das ist ein interessanter Gedanke, lieber Zwischenweltler.
    Ich denke, so wie jeder es sehen möchte. Ich könnte mich zur Zeit in Geborgenheit „baden“. Und bin auf den Spuren meiner Wurzeln.
    Für andere ist es vielleicht ein Gefühl von Gefangenschaft… Wie man es selbst erlebt…
  3. zitierenZwischenweltler schreibt am 14.09.2006 um 11:34 Uhr:In Geborgenheit zu baden ist immer wieder schön. Es ist auch für mich ein essentielles Grundgefühl des Wohlbefindens.
    Aber die Quellen von Geborgenheit können ja sehr individuell sein. Mit der "Gefangenschaft" meine ich solche Situationen, in denen man seine Geborgenheit aus Angst oder Bequemlichkeit nicht verlassen will, und sich damit andere Dinge im Leben vorenthält.
  4. zitierenHuehnchen schreibt am 14.09.2006 um 11:51 Uhr:Aber ist das denn die Geborgenheit, die Seelenbalsam für uns ist und uns den Rücken stärkt? Ich meine nicht die gewohnheitliche Nähe hinter jener man sich versteckt um nicht auf eigenen Füßen stehen zu müssen – aus Angst oder Bequemlichkeit. Das ist eine Abhängigkeit, die nicht aus den eigenen Wurzeln entsteht und in der auch keine neuen Wurzeln geschlagen werden können. Für mich dieses Bild Sinnbild der Quelle, der Schöpfung, der Erfahrung und Ergründung eigener Kräfte.
  5. zitierenZwischenweltler schreibt am 14.09.2006 um 14:08 Uhr:Ja, natürlich. Für Dich steht der Wurzel-Gedanke im Vordergrund - er ist aktuell und sicher auch sehr dominant.
    Durch die Inspiration des Bildes habe ich wohl auch einen etwas weiten Gedankensprung vollführt. Das ist ja eigentlich ein ganz anderes Thema. ;-)
  6. zitierenHuehnchen schreibt am 14.09.2006 um 14:18 Uhr:Macht doch nix! Wir sind ja hier nicht an Themen gebunden. Hier gibts keine Rahmen, die es zu sprengen gilt!

    Ich finds schön, wenn Du Deinen Gedankengängen freien Lauf lässt! Ich wollte ja eigentlich auch nur daran Teil haben... ;)

    Das wollte ich damit sagen, ob es denn immernoch die Geborgenheit ist von der wir sprechen. Vielleicht müsste man dann aber auch erstmal klären, wie Du Geborgenheit definierst.

    Für mich ist es nicht das wirkliche Sein, das ich empfinden würde, würde ich mich in ihr aus dem falschen(!?) Hintergrund eingraben... Verstehst Du, was ich meine? Es wäre nicht die Geborgenheit, wie ich sie definieren würde.

    Aber ich hab verstanden, was Du meinst und letztendlich ist es wohl nur Wortklauberei was ich hier mache... ;)
  7. zitierenZwischenweltler schreibt am 14.09.2006 um 16:06 Uhr:Ich denke, das ist keine Wortglauberei. Mir fehlen nämlich noch die passenden Worte, um auszudrücken, was ich mit dem Bild assoziiere.
    Was Du sagen willst, verstehe ich schon. Unsere Vorzeichen sind hierbei aber ein bissl anders... Interessant, trotzdem, wir sollten darauf zurückkommen. ;-)

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