Ich versteh es nicht

29.04.2009 um 14:00 Uhr

Schönen Tag noch...

von: Hedera

Die Gründe, warum ich momentan nicht gerade vor Lebensfreude sprühe, spare ich mir, siehe anderer Blog.

Ich fühl mich noch ausgelaugter als sonst. Liegt wahrscheinlich auch an der Vorstellung nach der Arbeit nach Hause zu gehen und NICHT in MEINER Wohnung zu sein. Werden wir alle mit dem Alter immer komischer/eigener? Oder ist man das nur dann und wann? Liegt es an mir ganz persönlich oder geht es auch anderen so, dass sie, wenn sie eigentlich das Gefühl haben zumindest momentan angekommen zu sein, dass sie dann auch nicht wollen, das man ihre eigene Ordnung durcheinanderbringt?

Ich möchte meine Sachen genau da liegen haben, wo ich sie hingelegt habe. Keine neuen Plätze. Ich möchte Ecken haben, die Ecken bleiben, wo nichts steht (und nicht wie jetzt tausend Taschen und Tüten...) und andere Orte dürfen müllig sein, das braucht der Mensch ja auch. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen, ich möchte ich sein. Fernsehen wann ich will und was ich will. Musik laut machen, durch die Wohnung tanzen oder nichts tun (naja, das weniger). Wann darf ich das wieder ohne schlechtes Gewissen machen? Wann dreht meine Freundin (die hats gut...) die Musik auf und wann werde ich wohl aufgefordert, das zu unterbinden, weil "das ja nun aber gar nicht geht...." Wann? Ich erwarte es schon und ärgere mich schon jetzt über meine Unfähigkeit einfach zu sagen: ich will das so und das und das stört MICH nicht. Fast erwarte ich auch schon zu hören, das ich doch zu Bett gehen soll, als ob ich 14 wäre.....und nicht 43.

Hätte ich nicht nach Dänemark ziehen können? Oder einfach noch weiter weg?

15.04.2009 um 21:49 Uhr

Fotto

von: Hedera

Heute sah ich ein Bild und.....

......ich...

war...

erschrocken. Echt, nix anderes. Das ist sie? Neehhhh, kann doch nicht sein. Man bettet sie stolz auf seine Seite, zeigt, dass ist meine. Und ich denke, näähhhhhhhh gibbet doch gar nicht. DAS ist sie??? Alter ist unerheblich, sie könnte älter sein, jünger ja irgendwie nicht mehr.....aber so...nichts? Und weder von außen noch von innen schön??? Das ist sie?? Tatsächlich????

Okay, der Mensch betrachtet sich selbst ja auch oft völlig falsch. Vergleicht, auch völlig falsch. Aber DAS?

War ich schon enttäuscht -

und andererseits....

hat er sich verdient..

irgendwie....

das glänzt für mich nix und ich bin sicher, für jeden, dem ichs zeige auch nicht.

Glückwunsch

Halt fest dran, mal sehen, (ich nicht, never ever), wie sich DAS in 20 Jahren macht. Ist nichts steigerbar?

PPS

Das bin ich, ohne Perücke um Nachfragen vorzubeugen. Niedlich oder?

Wehe wer sagt was falsches ...lol....

 

06.04.2009 um 11:20 Uhr

Ich Steine, Du Steine

von: Hedera

 Warum auch immer, die Musik finde ich wunderschön und der Text hat so was traurig wahres............
Ich kletter hoch
es rollen Steine
und sie fallen auf Dich drauf
Du siehst sie kommen
gehst nicht zur Seite
Du dachtest Du fängst sie auf

Du greifst nach meiner Hand
wir sinken in den Sand
ich halt Dich fest so gut ich kann
doch wir kommen nicht voran
Du siehst mir ins Gesicht
ich seh alles
nur Dich nicht
zusammen allein
denn wir haben kein
Alphabet das wir Beide teilen
die Spur hinter uns hält uns zusammen
doch auch sie zerfällt irgendwann
ich weiß dass unter uns beiden der Boden bricht

Ich kann nicht mit
und nicht ohne Dich
vieleicht besser ohne Dich

Du hast gekocht
es gab Steine
die liegen jetzt in meinem Bauch
sie sind schwer
ich bin alleine
bitte wer
schneidet mich auf

Das Spiel ist neu
Du bist kalt
und ich betäubt
mein Herz voll mein Kopf leer
gestern war es umgekehrt

Du bist
haushoch am Horizont
ich seh Dich an beim Näherkommen
seh wie Du bist und wie wir sind
dass wir nicht zufrieden sind

Wir gehn ein Stück weg
kommen zurück
und wir erkennen das perfekte Glück
war, ist und bleibt ein Fiebertraum
und wir sind echt

Ich kann nicht mit
und nicht ohne dich
aber vor allem nicht ohne dich

03.04.2009 um 14:03 Uhr

Neues über das Wunder des falschen Verliebtseins:

von: Hedera

http://www.brigitte.de/liebe-sex/partnerschaft/trennung-ex-1012510/

Interessanter Artikel für Frauen, die die schrägen Typen irgendwie/trotzdem und überhaupt viel besser fanden als die, die ihnen wirklich was gegeben haben...komplizierte Einleitung meinerseits, tststststs

Bitte lesen Mädels, die ihr immer an die falschen geratet, oder immer wieder gerne...ich fand den Artikel hinsichtlich mehrerer Aspekte sehr interessant!!!!

Besonders nett der letzte Abschnitt:

"Um frei zu werden, kommt es darauf an, das Muster zu durchschauen und selbst die Verantwortung für die Lösung zu übernehmen", sagt Psychologin Angelika Faas. Sich klarzumachen, dass es nicht wirklich um diesen einen Menschen geht: Ein Mann, der uns lieblos behandelt und sich nicht die Mühe macht, über sich selbst nachzudenken, ist kein Traummann - er trägt höchstens das entsprechende Kostüm.

und dann das Ende zum Thema "Der Sex und dies und das waren aber so toll...."

Sex und Erotik können auch dann, wenn eine Beziehung instabil und beängstigend ist, das Leben in wunderbare Farben tauchen und uns an einen Menschen ketten. Gerade wenn die Anspannung groß ist, ist der Sex mitunter besonders intensiv. Der Psychologe Oskar Holzberg warnt allerdings davor, hier etwas zu verwechseln. Weil die Lust auf den Sex mit dem Ex groß ist, heißt das nicht, dass es richtig ist, ihr nachzugeben: "Nur weil man Lust auf eine Zigarette hat, ist es noch lange nicht klug, eine zu rauchen, wenn man sich entschieden hat, Nichtraucher zu werden."

Und jetzt kommts noch so zur Krönung:

Viel besser, als immer wieder auf den gleichen Torpedo aufzuspringen, ist es, sich klarzumachen: Dieser Mensch, nach dem wir uns so sehr verzehren, hat eine Seite in uns belebt, die lange ein Schattendasein führte. Eine Seite, und das ist die gute Nachricht, die zu uns gehört! Hätten wir sie nicht, hätten wir sie auch mit weiß Gott welchem Superstar nicht leben können. Eine Frau wie Natalie sollte deshalb versuchen, ihre wilde, erotische Seite auch ohne den schwierigen Gregor zu leben. Vielleicht hat ihr Ehemann diese Seite ja auch. Gut möglich, dass beide bisher gehemmt waren, sie einander zu zeigen.

 Zum Schluß noch:

Um sich von einem Menschen zu lösen, der einem zumindest augenblicksweise das Gefühl gab, so vital, so schön, so bedingungslos geliebt zu sein wie nie zuvor, sollte man sich bewusst machen: Leben bedeutet Entwicklung, und die wichtigsten Anstöße holen wir uns aus Beziehungen, die uns besonders tief berühren. Im Zweikampf müssen wir Kontur zeigen, können wir unsere Wertvorstellungen festigen. Üble Beschimpfungen, körperliche Gewalt, Seitensprünge: "Es geht gar nicht so sehr darum, ob unser Gegenüber objektiv etwas Verwerfliches tut, sondern darum, was das mit unserer Identität macht", sagt Oskar Holzberg. Seine Identität zu erkennen, zu formen und zu schützen - das kann man gerade aus Liebesbeziehungen lernen, die ein trauriges Ende nahmen.

Das Schöne ist: So ganz in die Wüste verbannen müssen wir die Geschichte ja gar nicht, die uns dermaßen berauscht und unser Leben auf den Kopf gestellt hat. Was uns bereichert hat, sollten wir uns in einem goldenen Rahmen übers Bett hängen - den Typ selbst aber, sofern er keinen Quantensprung in seiner Entwicklung macht, radikal in die Kellergalerie der Verflossenen verbannen.