~ Panta Rhei ~

16.09.2011 um 01:51 Uhr

Falling~Deeper and Deeper

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Alles ganz weich gerade.
Jede Bewegung - und mag sie noch so groß sein - kann ich durchatmen.
Durch innehalten.
Stürmisch und überschlagend zeigen sich die Ereignisse im Außen.
Doch im Innen ist Ruhe. Da ist es rhythmisch geborgen. Wissend. Der Fluß fließt einfach und die Bewegungen dazu sind bedacht, bewusst. Ja, gleichmütig. Annehmen, was ist. Nicht angekommen, aber auch nicht losgegangen. Einfach da. Pur und ganz. Sinkend. Tiefer und tiefer. In mich. Hinein.

Mir ist mehr als nur nach Seufzen.
Ein Ausstoß von innerer Glücksseligkeit bahnt sich an.

So hochtrabend das auch klingen mag. (Sagt der Verstand.)

08.07.2011 um 11:56 Uhr

Der Baum des Lebens

 

Ein sehr nachhaltiger Film voll mit schwerem Stoff und sagenhaften Bildern. Stille, die jede Pore öffnet. Ein einziges Kunstwerk. Ich wusste nicht, was ich von dem Film halten soll. Hin- und hergerissen... verstehend, warum Menschen vorzeitig das Kino verlassen... aber selbst zu gefesselt und mitgenommen auf einer philosophischen Reise. Kein Popcornkino. Nachdem mich der Film nun nach drei Tagen immer noch einholt und ein intensives Gefühl hinterlässt, hab ich nun beschlossen, dass hier ein eindrucksvolles Meisterwerk - mit sagenhaften Schauspielern und tiefbewegender Musik kreiert wurde - welches weit über den Horizont hinaus geht............. ~~~

 

26.05.2011 um 03:28 Uhr

Freigeist

Da gibt es Momente, die vor Intensität strotzen. Momente, in denen ich mit einem mir nahestehenden Menschen auf fünf Wolken gleichzeitig schwebe, wir uns in Nähe ertränken und uns dem Genuss des Seins und der Verbindung zueinander hingeben. Augenblicke in denen alles vibriert und nichts anderes existiert. Wie eine eigens erschaffene Galaxie und die Erde unter uns, zwischen uns, neben uns, um uns weit weit weg. Ein Stück Ewigkeit zum Greifen, Anfassen, Inihrsein.

Und dann - einen Augenblick weiter - gibt es das nicht mehr. Ist es weg. Losgelöst. Nicht mehr existent. Sicher nähre und labe ich mich an der Erinnerung. Aber nicht so sehr, dass ich sie festhalte und wieder und wieder aufatmen muss. Ich weiß irgendwie, es kommt ein neuer Moment. Und das immer wieder. Für mich ist das innerlich richtig schön. Ich lebe im Augenblick. Fühle mich mit dem Jetzt komplett verbunden. Ich bin selten woanders in solchen Momenten. Weder gedanklich noch geistig. Ich bin ganz und gar. Das macht mein Leben aus.

Irritierend wird es für mich jedoch, wenn ich genau mit diesem innerlichen Zauber von außen konfrontiert werde. Wenn es dann Ansprüche und Erwartungen an mich geben, weil eben diese Momente so eindringlich und verbindlich waren. Wenn es einen Augenblick so war, dann muss es doch auch weitere geben. Und da beginnt sich etwas in mir zu sträuben. Ich bin immer wieder im Tanz mit meinen inneren Widersprüchen und auf der Suche nach Gründen. Warum ist der Freigeist in mir so ausgeprägt? Das heißt, manchmal frage ich gar nicht und freue mich einfach nur darüber, dass ich keinen Abhängigkeiten erliege. Aber wenn es dann Unverständnis in meine Richtung gibt und mir so liebe Menschen enttäuscht von mir sind, weil ich von einen Moment in den nächsten hoppse und ihnen nicht die Aufmerksamkeit schenke, die sie doch schon einmal bekamen, dann frage ich mich selbst, warum das so ist und was mir vielleicht fehlt.

Letztlich sagte jemand zu mir, wie sehr er meinen Freiheitsdrang spürt... er meinte, ich wäre nicht unnahbar oder unverbindlich - ja, ich wäre ganz da - aber dennoch ist da etwas in mir zu spüren, dass sich nicht komplett vergibt. Ich war beeindruckt von dieser Beobachtungsgabe. Nur die darauf folgende Frage, ob ich von einem Mann schon einmal sehr verletzt wurde, erstaunte mich. Es war nicht das erste Mal, dass ich das gefragt oder es angenommen wurde. Ist es denn so abwägig einen momentlang alles voneinander zu genießen und im nächsten in einer anderen existenten Welt zu sein? Manchmal denke ich, dass ich völlig gut so bin und mein Sein nur im Widerspruch zur Gesellschaftsvorstellung einer Beziehung steht. Und dann hinterfrage ich mich wieder... in Momenten, des eingeschalteten Verstandes... Sicher spielt hier vieles mit ein. Und ja, ich löse mich wahrscheinlich immernoch aus einer Abhängigkeit, die mein Kindsein prägte. Vielleicht ist das immernoch ein Schutz... eine Angst davor zu sehr von jemandem gebraucht zu werden. Eine Angst davor zu sehr von jemanden in Anspruch genommen zu werden. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Dann spielt mein Naturell, meine Wesenszüge mit hinein...

Wahrscheinlich hab ich die Gänze noch gar nicht erfasst. Dieses Schmetterlingsein ist wirklich kein Herauspicken von den schönsten Momenten. Es ist viel mehr als das. Und wenn man ganz genau hinfühlt, dann sieht man das auch. Ja, da ist auch eine Sehnsucht verborgen. Die Sehnsucht anzukommen und sich bei einem Menschen niederzulassen. Vielleicht bin das auch erstmal nur ganz und gar ich. Ich verwirkliche mich gerade selbst. Ich schäle mich gerade Stück für Stück und gleite in meine eigens erschaffene Zukunft. Und da ist soviel Urvertrauen und Sicherheit. Da ist etwas in mir, das sich nach Beständigkeit, Ausdauer und Ankommen sehnt. Es existiert genausoviel Ordnung, wie Chaos da ist. So ist das mit den Extremen. Ist ein Extrem vorhanden, ist das andere nicht weit. Ich pendele solang, bis die Mitte gefunden ist. Und solange darf alles sein.

27.04.2011 um 11:40 Uhr

Glüüüückskind!

 

Ich bin ein Glückskind vom Glückskindplaneten!!!

Erwähnte ich das schon???

 

:-)

 

24.04.2011 um 10:42 Uhr

Die Geburt der Venus

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Ich schlage nun Wurzeln in der Wirklichkeit und finde ohne Kampf zur Lebensmitte ~ zur Liebe ~ Je reiner und unschuldiger meine Absichten dabei sind, umso größer ist die Erneuerung, die geschieht.

 

Und es ist Frühling. Welch schöner und passender Moment für eine Erneuerung!

26.01.2011 um 12:43 Uhr

Schmerz als Chance

 

Jedes Leid, jeder Schmerz den wir erleben ist eine Chance. Eine Chance auf Innenschau und Entdeckungsreise zu sich selbst. Eine Chance sich weiterzuent-wickeln, alte Schichten abzuschälen und zu sich zu finden. Wenn wir die Verantwortung für unseren Schmerz übernehmen, fangen wir an etwas in uns wachzurütteln und können so nach und nach erkennen, verstehen und den Schmerz transformieren.

Es ist niemals die Schuld der Anderen; je mehr wir uns darüber klar werden, desto mehr befreien wir uns von den Gedanken des Zorns und der Verbitterung, mit denen wir uns selbst gefesselt haben. Und spüren nach und nach unsere Liebe...

"Liebe wird aus Mut gemacht. Denk nicht lange nach, wir fahrn auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht"

Über diesen Text hab ich nie nachgedacht, bis er sich plötzlich als immer wiederkehrender Refrain in meinen Gedanken wiederfand. Und er passt. Wir sind auf dem Weg...

 

 

10.12.2010 um 00:32 Uhr

Vertrauen

von: Tigerschnute   Kategorie: SpiegelHerz


Und sie saß da und kämpfte mit den Tränen.
Da war nur ein Wort: Vertrauen.
Ihr Thema.
Und B. sowie ihre Beziehung halfen ihr dabei dieses Thema zu erkennen.
Sie sagt, sie ist so unendlich traurig, ihn verletzt zu haben, indem sie ihm misstraute. Und sie hat Angst selbst verletzt zu werden. Doch wem misstraut sie eigentlich wahrhaftig? Ihr Bauch sagt, da ist Liebe für ihn. Reine Liebe, die ganz und gar vertraut. Doch ihr Kopf baut Konstrukte. Und eine Handlung im Außen unterstützte ihr Konstrukt, machte es stabiler. Nur übersah sie dabei, dass dieses Konstrukt schmerzt. Und dass dieser Schmerz und diese Härte nur ihr galt, erschaffen im Innen um im Außen Resonanz zu finden. Denn wem misstraute sie hier eigentlich? Ihr Herz sagt: JA! - ihr Kopf sagt: NEIN!... sie misstraute sich selbst. Sie misstraute ihrem eigenen Herzen, ihrem eigenen Gefühl und bestraft sich nun selbst dafür. Sie suchte bei ihm, obwohl der Schlüssel in ihr liegt.

Als sie das erkannte, atmete sie auf, weinte nicht mehr und sah klarer. Sie ist durch die Beobachtung wieder ein Stück bei sich selbst angekommen. Und das verdient Hochachtung. Hochachtung für die Selbstachtung.

Es ist so wundervoll teilhaben zu dürfen während ein Prozess geschieht.

 

09.12.2010 um 16:36 Uhr

Frauen-Weihnachtsfeier

 

Menschen, die einander täglich sehen und doch kaum Gemeinsamkeiten haben, als das tägliche Sehen, treffen sich nach der Arbeit zum glühweinen. Und beinah wäre es das auch geworden. Ich gehöre nicht dazu, obwohl ich mittendrin bin. Einige meiner Kolleginnen haben eine private Ebene und sind sich viel näher, als ich es je sein möchte. Außerdem bin ich seit ein paar Jahren am Abnabeln und trage nicht mehr sehr viel zur Kommunikation bei. Und dennoch sitze ich am Tisch und fühl mich allein. Ich spüre, wie diese Verletztheit und Abgelehntheit ihr verlockendes Angebot machen. Ich spüre, wie diese Angebote automatisch kommen, weil ich das in diesen Situationen oft gewohnt bin. Ich spüre, wie diese Angebote nichts mit dem Moment zu tun haben. Da war überhaupt keine Ablehnung, sondern einfach nur keine Nähe und das ist zum Teil auch selbst gewählt. Und als ich beinah in mich zusammensinken und in Selbstmitleid zerfließen möchte, sehe ich plötzlich ein Stopp!-Schild und fühle dem Gefühl nach… Da ist gar nichts… Da ist keine Verletzung, die jetzt da ist. Das ist etwas Abgelegtes, etwas Altes und ich wollte dem schon fast blind folgen.

Und nun sitze ich wieder am Tisch, blicke um mich und beobachte jeden Einzelnen, jedes Individuum. Jetzt habe ich das Ego beiseite geschoben und mir taten sich Dinge auf, die ich vorher in meinem Film gar nicht wahrgenommen hatte. Jeder am Tisch trägt seinen Sack voll Probleme. Niemandem ging es wirklich gut. Jeder versuchte diese Tatsache zu überspielen. Jeder! Stattdessen wurde sein Alltags-Ich im Glühwein ersoffen und sich für einen Moment lang in eine ablenkende Heiterkeit begeben. Und in mir ging ein Licht auf: Mir geht es tatsächlich noch am besten von allen. Natürlich kann ich das so nicht beurteilen, aber es kam mir, als ich in all die geschichtenerzählenden Gesichter sah. Das war jetzt nicht wirklich angenehmer, aber dieser Blickwinkel half dabei mir wieder nah zu sein. Und so konnte ich auch jedem Anderen wieder nah sein. Auch wenn sich das im Nichtsichtbaren abspielte.

 

17.11.2010 um 12:33 Uhr

Stille

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

Als das Faszinierendste empfand ich die Stille. Wie sie sich ausdehnte in diesem Raum, der bis ins kleinste Detail für Stille ausgelegt wurde. Eigentlich für die Klänge, die in ihm stattfinden, aber die Klänge erfahre ich erst durch die dahinter kommende Stille. Ich badete förmlich in ihr – atmete sie auf. Leider ist sie ein rar gewordenes Gut. Vielleicht empfinde ich sie deshalb als so zart und groß und wertvoll. Schade, dass dieses Geschenk so schnell durch Klatschen zerstört werden musste. Weil man es so kennt? Muss denn eine Anerkennung des Künstlers immer nur durch Beifall kundgetan werden? Warum nicht durch das Geschenk der Stille und der daraus wachsenden Aufmerksamkeit? Durch die Präsenz, die nur dem Künstler gilt. Wenn keiner redet und alle gebannt mit dem Herzen hören. Ich empfinde das als etwas viel Größeres. Auch weil dadurch die zarten Töne der Musik nicht wieder „zerklatscht“ werden. Sie dürfen im Raum schweben und uns durchdringen. Können wir das aus Gewohnheit nicht zulassen? Zwischen dieser musikalischen Konzertreise, war einfach nicht der Moment zu klatschen. Zu Beginn ja, und zum Ende als Abschluss auch, aber dazwischen hat es den Zauber genommen. Es hat mich regelrecht herausgeworfen aus meiner Reise. Es war zu hart, zu kalt, zu nackt für diese unglaubliche Weichheit der Komposition. Und es hat irgendwie eine Trennung zur Musik geschaffen. Manchmal gibt es einfach Momente in denen Stille das Höchste für mich ist. Selbst Gespräche werden zu oft von lauten, vielen, unbedeutenden hin- und herjonglierten Worten gepuscht. Manchmal bin ich so müde davon, dass ich einfach nur still sein möchte.

http://www.youtube.com/watch?v=GTkzyyv0DuA&feature=related

 

09.11.2010 um 10:20 Uhr

Netzwerk

 

Als Erstes möchte ich heute Morgen danke sagen für die liebevollen Worte von Angelmagia und dem Feuerkind und die Geste des Awards.

Angelmagia, liebes Lichtwesen, ich besuche Dich seit vielen Jahren so gern in Deiner Blogheimat und bin fasziniert von Deinem hellen Wesen und Deiner Ausstrahlung. Du fühlst Dich so leicht und leuchtend zwischen uns allen an und dafür möchte ich Dir danke sagen. Danke für Dein Sein!

Feuerkindlein, Du bist hier so reingeschneit und nun verwoben mit dem Hier. Du hast Deinen Anker geworfen und bringst Festigkeit in die Mitte. Ich mag Deine authentische und neugierige Art mit dem Leben und dem Hier umzugehen. Du fragst mit kindlichen Augen und wandelst die Antwort als Frau. Du bist offen für Neues und doch stehst Du mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Das gibt mir irgendwie Halt. Danke Dir dafür!

Ich werde keinen Blogaward verleihen, auch wenn ich die Geste, jedem seine Besonderheit vor Augen zu halten sehr schätze. Ich mag dieses Netzwerk in seiner Gesamtheit, wie das Meer. Ich kann die einzelnen Tropfen sehen, fühlen und schätzen, die es nährt, aber ich mag keinen Tropfen besonders hervorheben, weil jeder seinen Platz hier hat.

Und das erinnert mich daran, was sich mir in meinem Traum heute Nacht zeigte. Es war alles so gefühlsintensiv, deshalb fällt es mir schwer, das mit dem Verstand zu greifen und in Worte zu pressen. Aber ich wäre nicht Schnute, wenn ich’s nicht trotzdem probieren würde… ;)

Es war genau das Gefühl in der Gesamtheit, welches ich vermittelt bekam. Ich war unterwegs – astral – und im Nachhinein fühlt sich das an wie ein Auftrag. Klingt komisch, aber es war unglaublich real. Immer wieder gab es alltägliche Dinge, mit deren Sinn ich mich zu beschäftigen versuchte und Entscheidungen vor denen ich stand. Aus der höheren Perspektive sah alles so banal aus. Ich wurde irgendwie aus meinem Körper rausgeschossen, das konnte ich richtig fühlen. Und als ich von dort aus betrachtete, zeigte sich mir immer wieder ein Wort: W e s e n. Dieses Wort überdeckte alles. Alles mit dem ich mich zuvor noch zu beschäftigen versuchte. Mit diesem Wort schwang ein unglaublich universelles Gefühl mit. Ich fühlte das W e s e n aller Dinge und jedes Einzelnen. Nichts anderes war wichtig und doch war dieses Nichtsanderes genau das: Das Wesen. Ich hörte die Worte flüstern und spürte das un-end-liche Gefühl nachdem ich regelrecht wieder „zurückgeschossen“ wurde. Ich wurde wieder hineingepresst in meinen Körper, mit dem ich dennoch immer verbunden bin. Das fühlte sich ungefähr so an, als würde ich fallen. Mein Herz schlug schneller und ich erschrak sogar ein bisschen. Augenblicklich war ich wieder hier. Noch benommen vom eben Erlebten. Ich war nicht gleich wach, aber ich fühlte die andere Ebene und meinen sprechenden Geist. Er sinnierte schon über die Unglaublichkeit, des eben Ge-wesen-en. Und das Gefühl überlagerte den Verstand. Ich konnte alles verstehen, aber nicht erklären. Genauso ist das, wenn man mit dem Herzen versteht. Mit allen Zellen, mit Haut und Haar…

 

09.11.2010 um 00:56 Uhr

Wohin fliegen Deine Sternengedanken?

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

Der hier ist für Dich... weil ich Dich fühlte... weil ich mich mit Deinem Herzen verbunden hab. Weil ich Dich einhüllte in Licht und Deine Liebe fühlen durfte. Weil Du so fern bist, aber einen Moment lang Teil von mir. Weil Du Dich mir plötzlich zeigtest. Weil ich Erinnerungen streicheln möchte... und Dich... Weil wir uns eng umschlangen... wie Schmerz und Glück in einer innigen Umarmung.

Weil ich nichts mehr ausklammern möchte.

Der hier ist für Dich...


Ich frag mich, ob Du wohl auch gerade fliegst...

Durch die Melodien, die ich Dir in Dein Schatzkästchen Deines Herzens zufliegen lassen hab?

07.11.2010 um 16:27 Uhr

Wunderbare Begegnung

 

Wunder stehen nicht im Widerspruch zur Natur.
Wunder stehen im Widerspruch zu unserem Wissen zur Natur.

Augustinus

 



Ich habe gerade „Das letzte Einhorn“ zum ersten Mal gesehen.
Zum ersten Mal. Und es ist durch und durch der perfekte Moment.
Es steckt soviel Wahrheit in diesem märchenhaften Film, dass es mir Tränen in die Augen treibt. Dieses Wesen berührt mich in seiner wahren Größe. Mit seiner Schönheit, seiner Reinheit, seiner majestätischen Anmut, seiner Liebe und seiner Verzweiflung wieder Kontakt zu uns herzustellen, da es vergessen wurde. Es wurde vergessen an Wunder zu glauben und dadurch vertrieben. Wenn wir in die Tiefe gehen, den Mut haben uns unseren Ängsten (dem roten Stier) zu stellen, erfahren wir wahre und fabel-hafte Wunder. Mit Ehrfurcht vor dem Leid, welches wir dadurch erfahren (durch die Liebe zu anderen Menschen), können wir die Gnade erfahren. Die Gnade der Liebe und des Lebens. Mensch zu sein bedeutet manchmal zu vergessen, wer wir wirklich sind… Wenn wir jedoch immer in Kontakt mit unserem Wesen sind, dann fühlen wir die Wahrheit. In uns. Nichts bleibt unvergessen. Wir nehmen Kontakt auf… mit Wundern… und sie dürfen wieder geschehen… Wunder sind unsterblich…


Es berührt mich unendlich, Dich durch diesen Film gefühlt zu haben. Ich danke Dir für Deinen Besuch heute Nacht, Deine Nachricht, dass es Dir gut geht und für die wunderbare Begegnung, die ich durch Dich erfahre.

 

03.11.2010 um 00:59 Uhr

Mein inneres Kind


Ich habe es gesehen. In mir. Es schmollte. Fühlte sich abgelehnt. Ungeliebt. Stampfte auf und sank traurig und zurückgelassen in sich zusammen.

Das äußerte sich im Außen mit Eifersucht und dem Gefühl nicht genug geliebt zu werden. Ich sah die Dinge aus einer Perspektive, die mir nicht gut tut – aus meiner bisherigen unsicheren und selbstzweiflerischen Perspektive. Ich interpretierte da und projizierte hier.

Und ich sah in mir, was dabei eigentlich passierte. Ich betrachtete mich von innen. Ich blickte auf dieses kleine abgelehnte, verletzte alte Knäuel. Und ich behandelte dieses seelenverletzte Ding genauso, wie es hätte behandelt werden müssen: als Kind. Ich nahm es an die Hand, beruhigte es, flüsterte ihm liebevolle Worte ins Ohr: Alles ist gut, auch wenn ich mich nicht genug um dich gekümmert habe, du bist und wirst geliebt und gesehen… wie du bist… wie du sein möchtest. Und ich sah mich mit diesem kleinen Mädchen an einer Klippe am Meer. Ich sah dieses Mädchen, wie der Wind durch ihr Haar strich, wie der Schmollmund abnahm, wie das Stirnrunzeln sich entspannte. Sie atmete Freiheit. Sie spürte, wie alles da ist und immer sein wird. Sie sah, wie Ablehnung nicht existiert, wenn sie offen bleibt… Und ich sah dabei zu, wie dieser Teil ein Stück mehr in mir heil wurde.

Ich wurde weicher an der Stelle. Ich reagierte anders. Anders als gewohnt. Ich nahm die Eifersucht in die Arme und löste sie damit auf. Und ich sah nun Perspektiven, die genauso da waren. Perspektiven, die komplett seitenverkehrt sind. Ich konnte das Licht anmachen, klarer sehen und auf dich zugehen…

 

03.11.2010 um 00:25 Uhr

November

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches

 

 

In kalten Tagen, wird mein Herz ganz warm.
Schmiegt sich um dich,
säuselt eine graubunte Melodie
und wirft seinen Anker.


Um

Endlich

Mal

Anzukommen…

 

 

20.10.2010 um 16:50 Uhr

Schmetterlinge und Blumen

 

Im Moment ist mir gar nicht schmetterlingstypisch.
Am liebsten würde ich die Blüte aus'm Boden reißen und mit ihr durch meine Welt fliegen…

Nein. Eigentlich wünschte ich, die Blüte würde sich selbst entwurzeln und das Fliegen lernen. Ich leihe ihr einen Flügel…

Ein gruseliger Gedanke, dass die Blume einfach nur dasteht und wartet bis Frau Schmetterling sich an ihr labt...

 

15.10.2010 um 14:16 Uhr

Frei

 

Du bist jetzt Single, meine liebe Powerschwester.
Und ich freu mich darüber.

Von Außen betrachtet klingt das sicher total seltsam. Der erste Reflex Trost spenden zu wollen geht durch die Runde, Runzeln auf der Stirn und Fragezeichen im Kopf. „Waaaaas? Aber ihr seid doch ein so schönes Paar! Ihr liebt euch doch!“

Ja, ihr liebt euch und aus dieser Liebe heraus gebt ihr Euch frei. Ihr seid miteinander verbunden, egal wie man die Überschrift nun nennen mag. Ihr lasst euch frei!
Frei, um das Leben und das Drumherum atmen zu können. Ihr lasst euch frei, damit jeder für sich wachsen und sich näher kommen kann. Ihr lasst euer Herz sprechen und das finde ich einfach wunderbar!

Das Timing mag für so manch einen seltsam wirken, aber das ist der Weg - Dein Weg - und er wird besser passen, denn je.

Ich freu mich für Dich und wünsche Dir einen spannenden, tiefen und genussvollen Weg, meine Lieblings-Powerschwester.

Du bist geografisch am anderen Ende der Welt und symbolisch am anderen Ende Deiner Seele. Für mich bist Du nur ein Flüstern weit weg…

 

11.10.2010 um 15:27 Uhr

Umbruch

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

 

Eigentlich war alles ganz anders gedacht.
Es sollte der zweite Teil des Traumaarbeitseminars werden. Ich reichte Urlaub ein für Donnerstag und Freitag, kratzte das Geld zusammen und bereitete mich innerlich darauf vor meiner Selbstständigkeit entgegen zu arbeiten.

Ich nahm meinen Schwund (Schweinehund) an die Leine, obwohl er an diesem Morgen wirklich mächtig kläffte und meine Unlust in eine Richtung führte, die mein Verstand versuchte zu unterbinden. Das unangenehme Kribbeln im Bauch war heute irgendwie doller als sonst und ich versuchte Erklärungen dafür zu finden. Auf dem Weg meinte die U-Bahn dann auch einfach mal aussetzen zu müssen und der Schaffner schmiss alle Fahrgäste mit bekannter Berliner Freundlichkeit aus dem Zug („Zuch is kaputt, keene Ahnung wie se von hier wegkommen…“). Also ein kleiner halbstündiger Spaziergang durchs angesnobte, mittagshungrige Charlottenburg. Ich hatte keine Lust. Einfach keine Lust und ließ mir Zeit mit dem Schlendern, in Erinnerungen im Abend zuvor schwelgend… Am Seminarort eingetroffen, warteten die bereits Anwesenden auf alle noch hängengebliebenen U-Bahnopfer. Und dabei hoffte ich so, den Anfang verpasst zu haben. Nein! Ich wollte mich zusammenreißen und alles mit Lust und Laune mitnehmen. Aber es wollte einfach nicht zum Gefühl passen….

Ich kam überhaupt nicht richtig an. Ich konnte mich weder mit der Gruppe verbinden, noch mit mir. Ich war gar nicht da. Und mit jedem zurück in den Raum zwingen, spürte ich wie ich mich irgendwie in ein Schema eingrenzte und wie ich etwas tat, was gerade einfach kein Teil in mir wollte. Ich rebellierte, mein Verstand versuchte zu rebellieren und dieser Kampf ließ mich traurig werden. Diese Art von Arbeit, sich mit der Familientraumathematik zu beschäftigen passte gerade so überhaupt nicht in mein Gefühl. Ich hatte keine Lust eine Selbsterfahrung zu durchleben in der Familienproblematiken an den Haaren herbeigezogen wurden (wenn ich nur nach Problemen suche, dann finde ich auch welche…). Ich wollte keine Ahnen aus der Vergangenheit hinter mir aufstellen und fühlen…. Mir ging es gerade viel zu gut um irgendwo rumzurühren, wo ich früher schon rumrührte. Das hier war mein ureigenster Rhythmus, dem ich nachgehen wollte und der gerade stattfindet. Und hätte ich gewusst, dass es in Richtung Familienaufstellung geht, dann hätte ich einfach nicht teilgenommen.

Ich fühlte mich einfach vollkommen falsch in diesem Raum. Ich wollte flüchten. Ich fühlte mich beinah schon aus meinem Körper schwinden und mir drohte schwindelig zu werden. Ich sah mich am Meer, ich sah mich immer wieder auf dem Anathema-Konzert. Ich spürte, wie ich das als viel heilsamer empfand in der Gegenwart zu genießen, als in der Vergangenheit nach Traumata zu wühlen. Ich konnte einfach nicht fühlen, was er erzählte. Es fügt sich alles, ohne dass ich in die Tiefe einer Vergangenheitsbewältigung hinein muss. Es wird auf anderer Bewusstseinsebene etwas heil. Das war ein intensives, inneres Durchleben und eine Erkenntnis für mich selbst...

Und ich sah mich wieder am Meer und mir tat sich das unbändige Gefühl auf, dem einfach nachzugehen. Ich spielte immer tiefer mit dem Gedanken, das hier einfach abzubrechen. Erst als am Nachmittag die erste Behandlung auf der Liege begonnen wurde, kam ich ein stückweit wieder zu mir. Diese Art zu behandeln tut mir einfach so gut. Ich war bewusst und präsent, als ich meine Übungspartnerin behandelte und unser Erfahrungsaustausch deckte sich mit unser beider Empfinden und Intuition. Und ich strudelte in andere Welten, als sie mich behandelte. Ich sah Bilder, hörte Töne, ich fühlte, wie sich etwas ordnete und sortierte, wie eine bestimmte Ebene in mir „glatt“ wurde. Und mein Körper unterstrich das, indem er sich öffnete und weit atmete. Meine Übungspartnerin bestätigte mir das, sie sagte, alles fühlt sich ganz weit und wohlig an.

Beim Gruppenaustausch am Ende erzählte ich das so. Dass ich davonschlummerte und andere Welten betrat, aber trotzdem spürte, dass etwas passierte, ohne dass ich das genau benennen oder bestimmen konnte. Ich sah keine Ahnen oder konnte erklären, wie sich spezifisch wo, was in mir veränderte. Ich fühlte einfach den Fluss, der sich von selbst regulierte. Mein Seminarleiter W. sah darin wohl ein tief sitzendes Problem und schob das in meine „ProblemThematik“-Schublade. Wohl auch, weil ich zu Beginn kein Gefühl zu meinen Familienmitgliedern und Ahnen aufbauen wollte und das bei ihm als Verweigerung ankam. Wahrscheinlich habe ich wohl ganz viel zu verbergen, wovor ich gerade Angst habe, so seine Gedanken, die mich erreichten… Er nahm mich oft nicht ernst und dass er sich vor der Gruppe anmaßte mir zu erklären, dass ich nicht bewusst genug wäre, weil ich davonschwebte (meine Traumwelt ist der beste Heilort für mich, den es gibt…), erklärte dann meine Verschlossenheit der Gruppe gegenüber. Witzigerweise erzählten viele der Teilnehmer ähnliches, nur sie formulierten es anders. Sie schliefen nämlich einfach nur ein und da war es wohl völlig in Ordnung unbewusst zu sein. So manches Mal kam mir das mit ihm und mir schon wie ein kleiner, indirekter Machtkampf vor, weil ich nicht zu hundert Prozent dem folgte, was er seit Jahren lebt… Andere finden ihn wohl wahnsinnig faszinierend, wenn er sich mit seinen Behandlungserfolgen schmückt und seine Bühne für seinen Auftritt bereitet. Eigentlich sah ich darüber immer hinweg und fand es nur spannend, wie andere mit großen Augen an seinen Lippen klebten. Jeder hat so sein Steckenpferd und er braucht eben seinen Mittelpunkt und seine Streicheleinheiten. Und so konzentrierte ich mich auf das, was ich mitnehmen wollte. Das war mit jeder Faser diese Art der Körpertherapie. Und er hat eine Menge Wissen, welches er zu vermitteln wusste. Nicht alles stieß auf Resonanz in mir, aber das muss es ja auch nicht.

Ich beschloss also am Ende des Tages meinem Impuls zu folgen und ihm offen mein Empfinden zu vermitteln. Er nahm es anfangs hin und legte mir sogar meinen Wunsch in den Mund hier abzubrechen. Dabei beließ er es allerdings nicht. Plötzlich endete es in einem cholerischen Tobsuchtsanfall und er schrie mich an. Ich erstarrte kurz und Stück für Stück realisierte ich, was hier eigentlich abging. Trotz, dass meine Halsschlagader anschwoll und pumpte und pumpte, weil es mich eben nicht kalt lässt, wenn mich jemand anschreit, musste ich innerlich sogar ein bisschen schmunzeln, ob des Theaterstückes, welches er gerade aufführte. Er tat eigentlich genau das Gegenteil von dem, was er immer predigte. In liebevoller Achtsamkeit und Offenheit, blabla – nichts davon war gerade mehr von Bedeutung. Er sah mich gar nicht – hat mich nie wirklich gesehen. Er stieß auf etwas in mir, was er in sich ablehnte. Als er lauter wurde, stand ich einfach auf und ging. Ich muss mich nicht anschreien lassen für eine Sache, die ich freiwillig tue…

Das war es wohl. Meine Ausbildung ist an diesem Ort nun zu Ende und ich weiß jetzt auch warum…

Auf dem Rückweg war ich dann in Gedanken, in Zweifel und in dennoch immer wieder dazwischen auftauchender Bestätigung… Und ich fuhr mit der U-Bahn in die komplett andere Richtung, als ich eigentlich wollte und bemerkte es erst, als ich schon fast am Ende war. Wenn das kein Zeichen ist…;) Es musste wohl so kommen. Mit viel Explosion und Action. Es passt gerade alles zusammen...

Ich habe beschlossen nur noch zu genießen und mich nicht mehr in irgendwelche Zwänge zu verwurschteln und mich anzupassen. Wozu auch? Wenn ich mich ganz und gar fühle, glücklich und ausgeglichen, was mehr kann ich mir hier in diesem Leben wünschen?

Ich fuhr zum Meer und fühlte mit jedem Moment die Richtigkeit meiner Entscheidung.
Mir wurde ein Sternenschnuppenregen im Universum geschenkt, welcher das alles nicht hätte besser besiegeln können…
Ich hatte nicht mal einen Wunsch, weil gerade irgendwie alles da ist…

Und zu meiner Überraschung laß ich dann einen Artikel, der mich staunen ließ, weil ich genau das gerade durchlebte…

 

10.10.2010 um 21:05 Uhr

Flying to earth

von: Tigerschnute   Kategorie: Urlaub



Und immer wieder...
neu.
Morgens beim Aufwachen, abends zum Einschlafen.
Den ganzen Tag davon begleitet.
 

Durch Wald, durch Meer, durch Sonne, durch Wind.
Zum Horizont.
Mit allen Elementen vereint. Komplett. Ich fühl mich ganz.


Sternschnuppenregen.

Und immer wieder der Gedanke: Hier bin ich richtig.





Augenblicksfreuden umarmen die Ewigkeit.
Glück geht zu Herzen...

06.10.2010 um 08:42 Uhr

Noten inhalieren

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

 

... Und nun halte ich solange den Atem an, bis heute Abend ist. Vielleicht vergeht der Tag dann schneller... Und während des Abends atme ich die Musik auf und seufze sie wieder aus. Und danach halte ich wieder den Atem an und hoffe, dass die Magie nie wieder aus mir rausgeht...

 

05.10.2010 um 16:58 Uhr

Atem des Lebens

 

Bei einer inneren Beobachtung fiel mir letztlich auf, dass ich manchmal das Atmen vergesse. Wenn ich innere Bilder wahrnehme, dann halte ich den Atem an oder atme ganz flach. Herr SpiegelHerz machte mich mal darauf aufmerksam. Er sagte, so nehme ich meine Präsenz weg und mache mich unsichtbar. Das stimmt irgendwie, denn durch das Nichtatmen nehme ich mich aus der stofflichen Welt raus, ziehe mich in die Feinstofflichkeit zurück und werde astral. Ich nehme so Kontakt mit meiner inneren Welt auf. Ich merkte richtig, wie ich mich immer wieder ans Atmen erinnern muss um alle Ebenen wahrzunehmen und ganz zu sein. Ich bin ja nicht nur Astralkörper.
Früher habe ich dieses Nichtatmen praktiziert, wenn ich mich vor der harten Welt, da draußen schützen wollte, wenn ich vor der „Realität“ flüchten wollte. Ich habe mich in meine innere Welt verkrochen und dort alles heil gemacht, was heil werden wollte. Manchmal wurde ich nicht gesehen, oder gehört und ich wusste nicht warum. Auch meine Traumwelt war ein Zufluchtsort.
Ja: war! Jetzt ist eine neue Zeit. Jetzt ist bewusster, als früher. Jetzt weiß ich, wo ich bin, wenn ich nicht atme. Und beinflusse meine Präsenz, wenn ich bewusst atme. Und jetzt habe ich auch Teil an meiner Erdseite, ohne meine Flügel dabei verloren zu haben…