~ Panta Rhei ~

31.01.2007 um 18:17 Uhr

Universeller Energiefluss

„Wo soll ich nur beginnen?“, hab ich mich gefragt.

Diesmal nicht am Anfang, dachte ich dann. Der wird überbewertet.
Viel bedeutender ist doch beim Wichtigsten zu beginnen.

Und das ist zweifelsohne:
Ich hab meine Berufung gefunden!
Auch wenn ich daraus erstmal keinen Beruf machen kann, ist es der nächste Schritt in die für mich richtige Richtung.

Schon immer übten Hände auf mich eine große Faszination aus. Abgesehen von der Vermittlung sozialer Nähe, fließen durch sie Energieströme, die einen großen Teil der menschlichen Aura ausmachen. Schon beim ersten Händedruck spür ich mein Gegenüber und kann ihn mit meinem Bauchgefühl viel besser einschätzen.
Alles was interessant aussieht, neu ist oder aber auch vertraut, muss ich mit meinen Händen berühren. Das ist eine ganz schön kindliche Eigenschaft, wenn man nicht einmal einkaufen gehen kann, ohne gleich alles angrabschen zu müssen.

Ich wollte schon immer durch meine Hände den Gefühlen Ausdruck verleihen. Das Klavier reizt mich zum Beispiel sehr. Kunst wäre eine Möglichkeit. Dann suchte ich lange im medizinisch/sozialem Bereich nach Perspektiven, da ich schon immer ein ausgeprägtes Helfersyndrom in mir trage. Leider eignet sich die Kombination aus Helfen und stark ausgeprägtem Mitleidempfinden nicht sehr, um sozial schwache und kranke Menschen zu motivieren. Ich wollte helfen ohne direktes Leid ertragen zu müssen, deshalb bin ich dann bei der Massage gelandet und dachte, das wäre ein geeignetes Berufsfeld für mich. Mag sein, dass es das auch noch ist, aber nicht mehr unbedingt als Haupttätigkeit.

Denn nun hab ich gefunden, was mein Herz zum Singen bringt…

Ich meldete mich für einen Reiki-Kurs an, um den Menschen um mich herum die universelle Lebensenergie zu übertragen und zum Reiki-Kanal zu werden. Das ist eine so großartige Sache, dass ich am liebsten allen etwas davon abgeben möchte. Ich werde Krankheiten nicht nur an der Oberfläche heilen - wie es die moderne Medizin tut – Ich werde sie im Kern lösen. Alte Strukturen und Muster werde ich zur Heilung anregen und den richtigen (Lebens-)Impuls geben. Selbstheilungskräfte werden wieder in Gang gesetzt.


Das klingt für das in der heutigen Gesellschaft verbreitete Ich-glaube-nur-das-was-ich-sehe-Ohr vielleicht verrückt, aber für mich ist das ein so logisch erklärbarer Prozess, das ich mir nicht erklären kann, warum man sich vor dieser Möglichkeit so verschließt. Ich finde es sehr schade damit nicht überall auf offene Ohren zu stoßen und ich finde es schade mich mit meiner Meinung oft zurückhalten zu müssen, sobald ich merke an Grenzen zu stoßen. Selbst in meinem alten Blog hielt ich mich mit meinem Glauben sehr bedeckt, aus Angst was andere denken könnten. Dabei gehört das so sehr zu mir. Deshalb arbeite ich daran, nicht mehr zu glauben, es sei das Intimste eines Menschen, sondern ein Teil der zu einem gehört und der einem nicht peinlich sein muss, nur weil er in der Minderheit ist oder weil es nicht wissenschaftlich erwiesen ist.

Das bedeutet nun nicht, dass ich mich unbedingt in der Mittagspause mit meinen Kollegen oder mit meiner Blumenverkäuferin am Stand unterhalten muss. Das bedeutet aber auch nicht, dass ich mich nicht mit meinen Kollegen in der Mittagspause oder mit der Blumenverkäuferin am Stand unterhalte, wenn sich die Gelegenheit bietet. Hier liegt der feine Unterschied. Ich werde niemanden meine Meinung aufdrängen, wenn er sie nicht hören möchte. Ich werde aber gern bereit sein mich auszutauschen, wenn sich ein Gespräch in diese Richtung ergibt.

Das mag alles noch sehr schwammig klingen, aber im Laufe der Zeit wird sich noch herausstellen, was ich meine.

Ich bin so neugierig, gespannt und vorfreudig, wohin mich diese Reise führen wird. Und dabei wird es erst eine der letzten in naher Zukunft. Meine Geduld ist erprobt und ich sollte die Zeit dazwischen gut nutzen mich darauf vorzubereiten.

26.01.2007 um 23:16 Uhr

FließText

Mit dem neuen Jahr beginnt für mich auch ein neuer Lebensabschnitt fließend.

Den Grundstein dafür legte ich letztes Jahr. Auch wenn es mir zusammen mit dem Jahr davor beinah wie eine ewige Zeitschleife vorkam. Wieder mal wurde mir aber bewusst, dass alles seine Zeit braucht um heran zu reifen. Als hätte jedes Leben seine Eigendynamik. Eigentlich kam mir jeder Schritt wie ein ausgedehnter, neverending Walzer vor. Einer vor, einer zurück. Zwei vor, einer zurück. Ich drehte mich im Kreis. Geändert hat sich ja doch nichts im Grundschritt. Komischerweise wird einem das erst recht deutlich, wenn man den Tango erstmal für sich entdeckt hat. Welch neue Leidenschaft! Welch atemberaubende Intensität. Auch wenn es grundverschiedene Tanzarten sind, vergleichen tut der Mensch eben.

Veränderung schwingt nun in meinen Hüften. Und ich habe gefunden, was meinem Inneren entspricht. Stimmt die Grundeinstellung, fließt alles wie von selbst... Alles fügt sich... Ich glaubte schon immer daran!

Das erste Mal in meinem Leben hatte ich nun einen Vorsatz für das neue Jahr. Die schönen Begebenheiten meines Tages zu verewigen um mich daran zu erfreuen, wenn ich mal traurig bin. Und wenn es "nur" das freundliche Lächeln des Busfahrers ist... Ob ich das nun jeden Tag fortführen kann bleibt abzuwarten, aber die Highlights einer Woche habe ich mir mindestens als Ziel gesetzt. In schriftlicher Form hab ich damit bereits begonnen - so richtig altmodisch, mit echtem Papier und Stift und so - Nun ist schon so viel Schönes im Laufe der letzten Wochen passiert, dass ich die Idee wieder hier zu schreiben und das alles zu veröffentlichen als sehr bereichernd empfinde.

Veränderungsgesänge, Zukunftsmusik und Ausdruckstanz - Herzmelodien!

Ich freue mich über interessierte Leserschaft!