~ Panta Rhei ~

26.09.2007 um 13:07 Uhr

Einklang

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches

Ein Ort der Stille

Eine Zeit nur für mich


Wieviel Du selbst bist Du am Tag?

Wohin trägt Dich Deine Seele?

Bist Du bei Dir?

Anwesend?

Oder nur körperlich?

Hinter welche Maskerade verbirgst Du Dich heute?

Spürst Du Deinen kleinen Zeh?

Deine Nasenspitze?

Was macht Dein Gespür?

Kannst Du Dein Gegenüber wahrnehmen?

Siehst Du ihn wirklich?

Nicht nur mit Deinen Augen.

Mit Deinem Herz?


Wie fühlst Du Dich heute?


Spiel mir meine Melodie!

Im Einklang...


25.09.2007 um 09:45 Uhr

Zwischen-Menschliches

Im zwischenmenschlichen Bereich bin ich gerade knallhart auf die Probe gestellt.
In zweierlei Richtungen. Zwei komplett verschiedene Beziehungsstrukturen.
Unterschiedliche Emotionen. Und doch fordern mich beide gerade bis aufs Äußerste.


Da denke ich bis vor kurzem noch, ich sei an vergangenen Anforderungen gewachsen und bewältige schwierige Situationen viel leichter anhand meiner Intuition, meines Bauchgefühls und schon werde ich(?) wieder(??) in missliche Lagen manövriert.


Ich weiß ja, dass Eifersucht zerstörerisch wirkt - vor allem gegenüber  sich selbst. Aber wie geht man mit einer Situation um, in der Du bis gestern noch dachtest, Du wärest etwas Besonderes im Leben des Anderen und schwupp-di-wupp interessiert sich derjenige mit dem A...llerwertesten nicht mehr für Dich - lässt Dich in der Ecke stehen und ignoriert Dich. Sicherlich nicht mit Absicht, das könnte ich niemals unterstellen. Auch einen Vorwurf möchte ich mir hier auf keinen Fall basteln. Es geht nur darum, wie in Gottes Namen (von mir aus auch eines anderen Namens) man mit diesen Stehengelassen-Gefühlen umgeht. Impliziert wurden ja offensichtlich Erwartungen, sonst wäre mit Sicherheit die Verletzungsrate nicht so hoch. Ja, es tut weh -autsch. Missachtung ist immer noch die schlimmste Strafe, die man jemandem antun kann, den man doch so mag (oder gemocht hat). Nein, ich möchte nicht darauf herumreiten, wie böse der Andere und die Welt doch zu einem sind oder wie viel Schuld sie tragen. Ich möchte einfach wissen, wie ich mich in Zukunft davor schützen kann. Ich weiß wer ich bin und was man alles an und mit mir haben kann. Ich bin mir meiner Qualitäten durchaus bewusst. Aber das Unsicherheitsgefühl überwog in diesem Fall definitiv und erinnerte mich schmerzhaft an alte Muster - eingegraben aus Kindheitsgeflechten. Bang! Zurückkatapultiert. Sehr, sehr unangenehm. Der Schmerz scheint tief zu sitzen und hat durchaus mehr zu bedeuten, als "nur" dieser Vorfall (bzw. diese Vorfälle) mit DER einen Person. Da denkst Du, Du arbeitest auf und auf und auf... und schon sitzt Du wieder in der Mühle und findest den Notausgang nicht. Und schon ist mir wieder bewusst: Diese Beziehung tut mir keinesfalls gut. Aber das scheint wohl an mir zu liegen, oder an der Kombination aus uns beiden. Es bleibt schwierig....


Die andere Geschichte ist nicht weniger schwierig. Im Gegenteil. Sie hat durchaus mehr Gefahrenpotenzial und ist von Komplexität geprägt.

Du entscheidest Dich für einen leckeren Kuchen. Nachdem Du nun diese Entscheidung getroffen hast, sagt Dir jemand, Du darfst in keinem anderen Teig rühren und von keinem anderen Kuchen naschen. Tja, da liebäugelst Du nun aber mit einem der scheinbar mit viel mehr Schokolade überzogen ist. Im Hinterkopf siehst Du die Hände, die auf Deine patschen und "nananana" rufen. Wie das Kind, das noch vor der Mahlzeit naschen möchte und von Mami einen drohenden Blick erntet. Du kennst die Qualität Deines auserkorenen Kuchens, ja - Du kennst und schätzt den Geschmack, Du möchtest diesen nicht für alle Zeit eintauschen, aber er nährt Deine Sehnsucht nicht mehr. Du hast Lust etwas anderes auszuprobieren, ohne an die Konsequenzen zu denken. Nur mal kosten. Und wenn Du Dich nun gegen diese schokige, geruchsverlockende Teigmasse wehrst – aus Gründen der Moral – dann wird definitiv eine andere süße Verlockung irgendwo bereitstehen. Und dann? Spiel von vorn? Geht es denn immer darum DIE eine Entscheidung zu treffen und sich in Förmchen zu pressen? Wenn andere Gelüste im Spiel sind, darf man diese nicht auch ausleben? Braucht man denn nicht auch andere Geschmacksrichtungen um herauszufinden, welche einem am besten schmeckt? Vielleicht auch um seinen Horizont zu erweitern und um festzustellen, wo man hingehört, oder besser: wo man hingehören möchte.

Naja, Kuchen war vielleicht nicht das bestgewählteste Synonym… Man stelle sich vielleicht einfach dabei vor, die Schokotorte hätte auch Gefühle ;)


Kuchen für alle!!!

17.09.2007 um 19:31 Uhr

Zwischen Nähe und Distanz

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches


Wieviel Nähe kann man ertragen,

Ohne erdrückt zu werden?


Wieviel Distanz ist angemessen,

Um sich nicht zu verlieren?


Welcher Zeitpunkt ist richtig,

Um sein Ziel wieder sehen zu können?




Du willst die Nähe und suchst die Distanz,

Zwischen Hier und Jetzt

Traurigkeit trotz Erleichterung

Alles ist ungewiss

Nur der Moment existiert

Der Auslöser, ein Gefühl

Ein Gefühl, welches nicht trügt

Du hoffst es so sehr…


Aber Dein Herz bricht trotzdem ein Stück






14.09.2007 um 01:30 Uhr

Tennismatch

Stimmung: aua
Musik: Braveheart Soundtrack

Okay, zuerst die gute oder die schlechte Nachricht?

Zuerst idyllische und beruhigende Bilder und dann ein paar, sagen wir, erwartete Kämpfe? Innerlich, wie äußerlich?

Erlebnisberichte oder Schlachten, die friedlich ausgefochten werden?

Vielleicht beginne ich einfach chronologisch?

Wir machen das anders.
Später erzähl ich von meinem wunderbar idyllischen Urlaub am schwedischen Waldsee.

Jetzt möchte ich aber am allerliebsten erstmal Jammern.
Dafür ist so ein Blog doch da, oder?
Zum Frust ablassen, Liebesschnulzen schnulzen, supertollen Lieblings-Songtexten veröffentlichen, Tagesabläufe schildern, inklusive wann man wie oft aufs Klo muss uuuuuund zum im Selbstmitleid baden!

Ich weiß ja, ich bin ein starkes, großes Mädchen.
Aber auch starke, große Mädchen müssen manchmal ganz schrecklich leiden können.

Ich hatte ja von meinem Kieferbruch im letzten Jahr erzählt. Knacks durch und zack nach vorn verschoben im Rahmen meines kieferorthopädischen all-inclusive-Programms. Jau, wie furchtbar das war, hatte ich erzählt? Oder war ich da ein starkes, großes Mädchen und hab das still schweigend unter den Tisch gekehrt? Egal, jetzt reichts mir jedenfalls langsam.

Ich dachte einfach schnipp-schnapp, zip-zap raus mit den Metalplättchen (die die meine Knochen zusammenhalten sollten). Ich dachte, das wäre ein Job für den Klinikhausmeister, der das im Vorbeigehen durchführt. Hmm… um ehrlich zu sein, es fühlt sich auch so an als hätte das ein Hausmeister im Vorbeigehen gemacht. Statt die Teile herauszuholen implantierte er mir zwei kugelrunde, riesengroße Tennisbälle in meine kleinen, zarten, süßen Bäckchen und verwandelte sie nun in breite mutierte Hamsterbacken! Wer hätte gedacht, dass so etwas Platz darin finden könnte. Hinzukommt, dass die sich an meine Knochen pressen bis es weh tut und mein Kopf platzen würde, wäre da nicht das ganze Gewebe dazwischen. Und wenn wir schon dabei sind, der Tubus, der sich in meinen Rachen schob, ist fast immernoch spürbar. Und damit ich noch was zum Jammern habe: die Bälle mussten ja irgendwie in das kleine Loch da vorn und was nicht passt wird passend gemacht. Mein Mund ist wund. Wow, daraus kann ich noch was machen… das reimt sich… dann schreib ich noch ein wehleidiges Gedicht über meine Zeit beim Onkel Doktor <- grmpfgrummel (hier kann man jetzt ein richtig böses Fäkalwort einsetzen).

Ich weiß, es gibt Schlimmeres! (*augenzukneif* Denk an Jesus, denk an Jesus, denk an Jesus!!)

Also, sollte ich den Grand-Slam gewinnen, melde ich mich zurück mit positiveren Impressionen aus meinem fließenden Leben…