~ Panta Rhei ~

21.11.2007 um 15:32 Uhr

Abschied

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Stimmung: unendlich traurig
Musik: James Blunt - Carry you home



Manchmal muss man Entscheidungen entgegen seinem Gefühl treffen.
Dass ich das einmal sagen würde, wer hätte das gedacht?


Warum?

Vielleicht weil das Gefühl zwei Seiten hat?
Das Momentane und das Zukunftsorientierte.

Momentan möchte ich, dass Du bleibst.
Zukunftsorientiert ist es besser wenn Du gehst.

Ich gehe mit einem schweren Herzen, aber einem guten Gefühl.
Dem Gefühl etwas erschaffen und gewonnen zu haben.
Ich gehe mit Liebe
Und ich gehe aus Liebe

Und sei nicht böse mit dem Universum.
Schmerz ist auch ein Katalysator der Liebe

Ich danke Dir…
Für alles, was Du bist!

Mein Goldschatz am Ende des Regenbogens…


(Jetzt weiß ich nicht mehr warum Du gehen musst…)

17.11.2007 um 04:19 Uhr

Bodenlos

Stimmung: irgendwie betrunken glaub ich..... und traurig

http://www.youtube.com/watch?v=5yY1Nrznh4I

Man denkt und bewegt sich ohne Erwartungen - fadenscheinig.
Denn offenbar sagt die Enttäuschung etwas anderes.

Stück für Stück kann sich vom einen auf den anderen Moment völlig der Boden unter den Füßen verlieren. Bodenlos. Brökelnd. Fallend. Irgendwie von jetzt auf gleich. Wie geht das? Sind das die Promille im Bier? Ist es die innere unbewusste Erwartungshaltung, die man doch eigentlich gar nicht hatte? Eine Kombination aus beidem?
Klar, könnte ich es beeinflussen, aber Stolz zu überwinden will gelernt sein und meistens macht das Ganze erst hinterher Sinn... Dann wenn das Bereuen beginnt. Und der Schmerz....

Und dann?

Vielleicht erstmal ausnüchtern.... vielleicht macht das klarer im Kopp...


Ich möchte doch nur gehalten werden.

16.11.2007 um 14:02 Uhr

Ja, wer wird denn da gesetzesuntreu?


Guckt mich nicht so an. Er war’s!

Naguuut. Ich bin wohl ein klitzekleines bisschen bei Rot über die Ampel gedüst. Aber es war doch schon spät und dunkel und kaum ein Auto befuhr die Straße. Und… und… ALLE machen das! Nur blöd, wenn man das nette grün-weiße Beamtenauto hinter sich nicht bemerkt. *ups*

„Junge Dame, auch Fahrradfahrer haben hier rot“

Auweia. Kurz zusammengezuckt und schnell weiter gefahren – zwei Köpfe kleiner. Vielleicht sieht mich ja keiner. Denkste, Puppe. Mit Blaulicht und Tatüü wurde ich ausgebremst. Breit und wirklich einsehend lächelnd wünschte ich wohlerzogen einen schönen Abend. Ausweis, Pipapo vorgezeigt und Moralapostelrede über mich ergehen gelassen. Verständnisvoll und immer noch lächelnd nickend zur Kenntnis genommen.

Dieter: „Sind Sie im Besitz eines Führerscheins?“
Ich: „Nö.“ *lächel*
…Puh. Ein Glück!…
Dieter: „Na das ist ihr Glück!“
Sag ich doch.
Harry: „Frau Schnute, dieses Vergehen macht dann 62,50 €“
*schluck* Passt gerade wunderbar in meine Kreditüberziehung. *schiefgrins*
Dieter: „Nee, nee, Harry, quanta costa 86,50 € wegen plus Bearbeitungsgebühr“
Ach schön, dann lohnt’s sich wenigstens.
Harry: „Und Sie haben nicht mal reagiert, als wir sie ausriefen“
Ich: „Na doch *lächel* ich bin doch zusammengezuckt und rot geworden… und mein Herz schlug viel höher als sonst, da können Sie sich was drauf einbilden“ *hihi* *miteinerhaarlockespiel*
Oh, da habe ich ein Grinsen in seinem Gesicht wahrgenommen. Ich bin ja so charmant. :)
Harry: „Das kann ich aber im Dunkeln nicht sehen“
Ob er meinen Herzschlag im Hellen sehen könnte?
Dieter: „Na wenigstens haben sie Licht am Fahrrad, das können wir Ihnen gutschreiben“
Was macht das jetzt? Nur noch 50,65 €?
Dieter: „Sie müssen besser aufpassen, Frau Schnute, Sie haben keine Chance, sie sind die Schwächere.“
Ich: Ja *lächel* ich weiß *lächel* da bin ich machtlos. Aber ich hab doch geguckt und keiner kam und… ALLE machen das. *lächel*
Dieter: „Mein Onkel ist vor drei Jahren wegen so einer Dummheit überfahren worden.“
Ich: … *nichtmehrlächel*
Harry: „So. dann wünschen wir Ihnen noch einen schönen Abend, Frau Schnute. Sie wirken sehr vernünftig und einsichtig. Lassen Sie sich’s eine Lehre sein. Heute kommen Sie noch mal mit einer Warnung davon“
Puuuhhhh *knieschlotter*
Dieter: „Und denken Sie daran, meinem Onkel konnte nicht mehr geholfen werden“
Ich: „Das tut mir leid“ *lächelnunterdrück* wirklich“
Tat’s wirklich!
Ich: Schleim, schleim, schleim….
Ich erinnere mich nicht mehr….


Hab dann kniezitternd an allen popeligen Ampeln angehalten. Und ALLE anderen rauschten an mir vorbei… lalala... ich kam mir so albern vor. Toll! Ich hab doch Augen im Kopf. Ich mag es nicht, wenn man mir sagt, wo ich stehenzubleiben habe, wenn KEIN Hindernis in Sicht ist!

Heute Morgen stand ich dann wieder an allen Popel-Ampeln. Und an einer Ampel hinter mir…die Polizei.
Die Tatsache, dass ich heute 15 Minuten zu spät war, relativiert die 86,50 €. Gut, dass ich stehenblieb.

So schnell lass ich mir mein Leben nicht nehmen!
Aber darüber hätte ich mit den beiden netten Herren bestimmt nicht philosophieren können.
Schade!

Trotzdem musste ich den ganzen Abend lächeln. :)

13.11.2007 um 17:09 Uhr

Vorhang auf!

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches


Eine so unscheinbare Kleinigkeit

Doch so bedeutend
 
 
Ein Blick hinter diese Geste

Ersetzen Dein Sprechen
 
 
Und mein Herz verliert an Schwerkraft
 
Die Nachwirkungen kolossal
 
 
Erwartungslos

Aus sich selbst heraus

Völlig rein…

Meinen stillen Wünschen

Entgegen



Hachja, ich möchte gar nicht mehr mit dem Baden aufhören ;)

12.11.2007 um 16:49 Uhr

Wochenrückblick - Teil 1 - 7

So viele Ereignisse und so wenig Raum zum ventilieren.
Das klingt wie ein Neverending-Refrain und könnte dieses Jahr mein Leitspruch sein.

Allein die letzte Woche war eine Komposition aus Berg- und Talfahrt der Gefühle, gefüllt mit leidenschaftlichem Schleudergang der Synapsen, umhüllt mit zart schmelzenden Streicheleinheiten der Seele.

Nicht gefehlt hat dabei das Adrenalin in den Beinen, das umwärmte, erstrahlte Herz, welches sich wie eine Blüte öffnete – mehrmals. Aber auch ein bisschen Alltagsfrust, der seit Monaten aus seiner Ecke kroch und einher kam mit der, aus allen Erlebnissen resultierenden, Burnout-Müdigkeit. Ja, ja, sein Leben zu genießen ist schon wahnsinnig anstrengend. Ich hab’s schon nicht leicht.

Der Montag begann mit jemandem, dem ich mein Leben verdanke. Und wenn ich das noch nicht erwähnte, an dieser Stelle: Danke für mein Leben!
Auch wenn (oder gerade weil) es schwere Zeiten gab, die uns einen tiefen Stempel eingravierten, sind wir untrennbar miteinander verbunden und von mal zu mal werde ich sehender. Schritt für Schritt, der Blindheit entgegen. Von mal zu mal wohlfühlender, bedingungsloser, sicherer und immer mehr ein integriert dürfendes Ichgefühl! Ja, bedingungslose Liebe kann neugeboren werden! Weiter so!

Dienstag ging es spontan und ganz flexibel weiter mit einem Cocktail aus Lachmuskelkitzel, einem erfüllenden Wohlfühlbad und der Erkenntnis, wie wichtig eine beste Freundin ist. Natürlich durften echte Cocktails zur Untermalung nicht fehlen. Die restliche Untermalung erledigte sich von ganz allein, als die Musik, die ich mit ihr verbinde im Hintergrund ertönte und der Rosenmann rituell um die Tische tänzelte. Ein Blick zwischen uns genügte um unsere Freundschaft mit zwei gegenseitig geschenkten roten Rosen zu besiegeln. Klingt kitschig – war es wahrscheinlich auch, allerdings mit einem lustigen Augenzwinkern anbei.
Schön, wenn man den Hintern seiner Seele entblößen kann und trotzdem gemocht wird. Schön, wenn ein Blick genügt und man weiß, was in dem anderen vorgeht. Gedankenlesen ist zwischen mir und E. kein Hokuspokus. Vielleicht auch, weil wir uns mittlerweile so gut kennen und uns (nicht nur arbeitsbedingt) sowieso täglich sehen und vielleicht auch, weil wir aus ähnlich empfindsamen Fundament gebaut sind. Auch hier gab es wahnsinnig komplizierte Phasen, des Kennenlernens, des Austestens, der inneren Kämpfe. Doch plötzlich ist alles ganz einfach. Als hätte man seinen neuen Wagen endlich eingefahren und kennt seine Macken. Und plötzlich, gelten wir als Schwestern, wo wir auch auftauchen mögen. Unsere Freundschaft wurde nach all den Jahren familienähnlich, unzertrennbar und wir haben uns unsichtbar, fühlbar verbrüdertschwestert. Auch hier ist kein Ende in Sicht – zum Glück!

Am Mittwoch sprudelte der Lebensfluss durch vergessene Muskeln. Yoga für Anfänger, so der Kurstitel im Prospekt. Meine Herren, hier werden Muskeln gezerrt und gedehnt, die noch keinen Namen haben. Die Schwerkraft zuppelt an allen Enden. Zum Kopfstand sind’s bestimmt noch 180 €. Obwohl ich mich wirklich gut schlage. Durch unterstützende Übungen aus anderen lebensbereichernden Kursen, hab ich zumindest keine verknotet und verklumpten Knochen mehr. Und durch die Integration in meinen Alltag kann ich die Welt wieder aus gerader Perspektive genießen (nicht dass ich vorher krumm gewesen wäre, aber man fällt doch gern immer mal wieder aus Bequemlichkeit zusammen). Meine Körperhaltung wirkt sich positiv auf mein Selbstbewusstsein aus – wer hätte das gedacht!? So einfach also. Außerdem mag ich Titel, wie „Gruß an die Sonne“ und „Blick ins Herz“ für die Übungen. Hachja… Gereinigt, gelassen und neugeboren auf zum nächsten Ziel:

„Der Sternenwanderer“
Kitschig, schmalzig und wahnsinnig vorhersehbar, dieser Film auf Großbildleinwand. Bei Aussagen, wie „Ich würde für Dich bis ans andere Ende der Welt reisen, um um Deine Hand anzuhalten!“ kräuselten sich mir die Nackenhaare, dabei versuchte ich mir dieses bekannte, schmalzige In-Ketten-Gefühl abzuschütteln. Es regnete und triefte wirklich abgelatschte Liebesbekenntnisse. Wenn man nicht genauso fühlt, dann wird man plötzlich in unangenehme Gänsehaut gehüllt.
Trotzdem hatte der Film etwas an sich, was mich nicht losließ und wovon ich sogar träumte. Dieses Mädchen, welches als Stern vom Himmel fiel, begann jedes Mal von innen zu leuchten und zu strahlen, wenn ihre Seele berührt wurde. Und da ich weiß, dass wir alle dieses Leuchtpotenzial in uns tragen und alle kennen, wie hell wir erstrahlen können, wenn es uns rundum gut geht, berührte mich das mehr, als ich zugeben wollte. Man muss kein Stern sein, um strahlen zu können….

Ein mexikanisches Totenfest lud einen Bekannten und mich am Donnerstag zu sich. Es wurde zu einer Ausstellung, inklusive Musikeinlage und typisch mexikanischem Tanz geladen. Ein bisschen mehr stellten wir uns dabei vor, als abstrakte Totenköpfe auf bunten Leinwandhintergründen, grellem Neonlicht und anderthalbstündigem Warten auf Musik. Deshalb beschlossen wir nach kurzem „Reinschnuppern“ zu meiner neuen Lieblingsbar „Sternenstaub“ in Gemütlichkeit überzuwechseln.
Hier herrscht einfach eine wunderbar private Atmosphäre, als wäre man im Wohnzimmer vom Inhaber gelandet. Dieser erwiderte mein Zuhausegefühl mit seinen wohlklingenden Worten, er genieße meine Anwesenheit. Das trägt wirklich toll zu meiner neuen Yogahaltung bei! :)
Auch der Ausklang des Abends war meinem Lebensgenuss mehr als zuträglich. Auch hier durfte ich Nachhausekommen, allerdings mit all meinem Sein – mit meinem ganzen nackten Seelenhintern.

Der Freitag hatte es dann in sich. Er begann mit schlechter Laune und so etwas wie Frust und Übermüdung und endete mit einem lebendigen Sahneshake aus Körpergefühl und kontaktfreudigen Gleichgesinnten. Ich hätte die ganze Nacht durchtanzen können. Ich war so in meinem Element, dass ich meterweit leuchtete. Ich durfte Stern spielen und anstecken. Und es wurde ein kleiner Flächenbrand, der selbst von den Frauen nicht weggeneidet und gemieden werden konnte. Sie fand mich sympathisch und fragte nach meiner Telefonnummer – strahl, straaaahl (um Irrtümer auszuschließen: sie war mit ihrem Freund da ;)). Ein rundum perfekter Abend! Einer der in Erinnerung bleiben wird. Auch weil meine bessere Hälfte E. mit dazu beitrug, diesen Abend erwartungslos gelungen umzusetzen.

Den Samstag hab ich nur zur Hälfte erlebt (siehe Freitag).
15 Uhr Weckzeit, der Blick aus dem Fenster und der feste Glaube daran ich würde noch schlafen. Anders konnte ich mir die fetten Schneeflocken da draußen nicht erklären….
Der Blick ins Zimmer, ein kurzer absurder Gedanke ans Aufräumen und sofortiges Verwerfen beim gleichzeitigen Rückwärtsfall in das noch warme Kuschelbett.
Der Blick in den PC, ein kurzer absurder Gedanke, das Erlebte zu notieren und sofortiges Verwerfen beim gleichzeitigen Rückwärtsfall in das noch so warme Kuschelbett.
Nichts anderes flüstern mir diese eisigen Flocken vom Fensterbrett aus zu.
Ein kurzes Telefonat mit meiner E. und das müde gegenseitige Lallen in den Hörer lässt uns entscheiden, den Abend gemütlicher ausklingen zu lassen, als mit Party. Abgesehen von unserer Müdigkeit, hätte man den Abend zuvor sowieso nicht mehr toppen können. Also beschließen wir einen Saunaabend mit Spreeblick zu genießen um unsere schlaffen Körper mit neuer Energie zu füllen. Ach soweit sind wir gar nicht gekommen. Fünf Meter vorher schwenkten wir in den auf dem Gelände befindlichen Theatersaal. Wie wär’s mit „Caveman“ ?
Wir sind ja so unberechenbar. 20 Uhr trafen wir ein und 20.30 Uhr beginnt dieses Stück reeeiiin zufällig – na wenn das kein Zeichen ist! Also schnell noch eine der letzten 5 Karten in der letzten Reihe ergattert und ab losgelacht in diesem – trotz klischeebedienten, wirklich amüsanten Stück mit Wiedererkennungseffekten. Nein, es ist wirklich empfehlenswert. Ich hab’s vor vier Jahren schon einmal gesehen, genug Zeit dazwischen, um aus anderem erfahrerenen Blickwinkel zu betrachten. Erkenntnis: Ich bin viel Frau, aber manchmal hab ich ein bisschen was vom Mann… Das lass ich jetzt mal so stehen.

Die Woche wurde dann wieder mit einem Nachhausekommen versiegelt. Erst unbeschwert und seelennackt, dann mit dem Zeigefinger auf den dicken Elefanten im Raum zeigend, der die vermeintliche Unbeschwertheit vor dem Schlafengehen zertrampelt, aber ein bisschen Klarheit schenkt. Trauer vermischte sich mit Taubheit in den Gliedern und löste ein grenzenloses Gefühl von Wehmut und Festhaltenwollens von Nähe und Vertrautheit.

Und jetzt geht die Woche von vorn los mit nicht viel weniger Aktivitäten.

Manchmal glaube ich ein Leben reicht gar nicht aus für all das, was ich noch erleben und sehen möchte… Erwähnte ich das schon mal? Der Gedanke kommt mir immer wieder… Jede Sekunde möchte ich festhalten. Egal welche Gefühle sie in sich trägt.

Ich hoffe ihr lasst Eure Woche genauso bunt leuchten und spürt wie wertvoll jede Sekunde ist!


PS: Das sollten jeweils 7 Einträge werden und sicher hätte ich diese noch herrlich ausschlachten können, aber wie um alles in der Welt macht ihr das bloß? Leben und ellenlange tägliche Einträge schreiben? Und dann meterlange Mails... Ich bin echt überfordert und für Tipps dankbar!

08.11.2007 um 15:22 Uhr

Alle Hunde die bellen, sind nachts grau

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

„Nun lass aber mal den Teufel im Dorf“

Und bloß nicht die Kirche an die Wand malen!

Das hat heute den Vogel abgeschossen.
Die Weiber gackern über meine Verdrehtheit und haben jetzt einen neuen Aufhänger um das Schreibtischleben ein bisschen alberner werden zu lassen.

Wer mir mehr verdrehte Sprüche schenkt um mich gackernd vom Schlaf abzuhalten, der hat einen Wunsch frei!

Nach dem Wo-gehobelt-wird-erntet-der-Bauer-dicke-Kartoffeln-System.

:-)

06.11.2007 um 16:42 Uhr

Burnout

Meine Ma fragte mich gestern ob ich übernächtigt wäre oder geweint hätte…
Hm… Ich hab wohl ein ganz klein bisschen mein Eulenleben ausgelebt. Was soll man auch tun, wenn der ganze Tag aus Arbeit besteht und man aus Versehen auch noch ein Nachtkind geworden ist. Wann soll ich denn all die verdammt wichtigen Dinge tun (wenn nicht auf Arbeit)? Wann soll ich denn schlafen (wenn nicht auf Arbeit)? Wann soll ich denn alle meine 100 Freunde treffen, weil ich so sagenhaft beliebt bin (wenn nicht nachts)?

Und dann ist da noch dieses kleine Schmusemonster:




Verständlicherweise hat er nachts einfach am meisten von mir. Also wird Aufmerksamkeit auf sich gelenkt was das Zeug hält. Da wird gehämmert, gekratzt, hemmungslos ins Ohr geschnurrt und auf dem Bauch rumgesprungen. Ich hab so ein tolles schwedisches Metallbett mit Lichterkette daran. Und das scheppert so schön, wenn man stundenlang dagegen tritt. Außerdem gibt es so tolle Bilder an meiner Wand, die man abpulen kann. Und der Holzschrank erst… was für ein paradiesischer Kratzbaum das ist! Und da ist auch noch so ein super lauter Geräuschpegel eingebaut, wenn man dran rum kratzt.

Hachja… „Spiel mit mir, tanz im Kreis, unterhalte mich. Mir egal, ob Du übernächtigt bist, ich WILL JETZT spielen und kuscheln!!!“ Eine Ausdauer hat der Kerl, kann man sich wirklich eine Scheibe abschneiden.


Und was tut der Rotzbengel, als ich mich dann nach einer Stunde Weckerklingeln doch mal hochgequält habe? Macht mit seinem kleinen Kuschelkörper einen Halbmond und SCHLÄFT!! Unfassbar. Jetzt würde ich ihn so gerne in die Seite pieken und um ihn rumtanzen „ Spiel mit mir, dreh dich im Kreis, kuschel mit mir!!“ Und dann guckt er mich mit seinem Püppchengesicht, das eigentlich nur aus Augen besteht, an und ich schmelze dahin. Ich liebe dieses Monster.






Und da das mit meinem Schönheitsschlaft auf Arbeit nicht immer so ganz reibungslos funktioniert - man stelle sich vor die Blicke kommen aus allen Richtungen, wenn mein PC, dank der Tastatur anfängt fürchterlich zu piepen, weil mein schwerer Kopf ja irgendwo liegen muss (Newton ist an allem Schuld) - dann sehe ich eben aus, als hätte ich geweint *schluchz* Zählt das schon zum Burnout-Syndrom? Ich fass nochmal zusammen: Tach voller unnützer Arbeit, Nacht voller Aktivitäten und ein Morgen mit einem aktiven ADS-Fellmonster.

BURNOUT!!!!

05.11.2007 um 13:43 Uhr

Wieder am Anfang

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches

Eine Äußerung -und sei sie nur im Scherz- eine Äußerung eines Themas dessen Wunde tief sitzt und schwer heilend ist, und man befindet sich wieder am Anfang. Als hätte man nichts, aber auch gar nichts gelernt. Wo ist das Raubtier in mir, wenn ich es brauche? Eine schwere Prüfung.

So schwer nicht nachzugeben.
So schwer zu sich zu stehen.
So verdammt schwer mal nicht in alte Schemen zu rutschen.
Und –ja– es ist schwer tief an sich zu arbeiten, zu kämpfen und seine Sensibilität unter Kontrolle zu bekommen.

Auch wenn es immer leichter ist, diese Situationen anzunehmen und zumindest teilweise umzuwandeln, ist es doch jedes Mal als stünde man wieder am Anfang…

Auch wenn ich sie mir nicht wegwünsche, steht mir meine Emotionalität manches Mal mächtig im Weg.

01.11.2007 um 18:26 Uhr

Out of the Dark, into the Light

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches


Ich denke an Dich

Wenn Du morgen am Sarg stehst,
Ihn siehst
So wie er einst war
Mit Deinem Herzen
In Liebe
Und wenn es Dir die Kehle zuschnürt,
Dir die Luft zum Atmen nimmt,
Dann denke daran,
Er ist in Liebe gegangen
Egal, wie hart die letzte Zeit war,
Welch Kämpfe ihr ausgefochten habt
Es ist nun vorbei,
Lass ihn gehen
In Liebe

Und wenn euer Lied ertönt,
Dann denk noch einmal an die Zeit
Die Zeit der „Jugendliebe“
Mehr als zwei Jahrzehnte verbindet euch
Denk an sein Lächeln.
Ihr seid Euch so nah.

Und wenn er Dich mit Bon Jovi auf Rosen bettet,
Gedenke ihm,
Lass deine Tränen sprechen
Deine Chance ihm zu vergeben
Ihn zu verabschieden
Denn er ist in Liebe gegangen

Heraus aus der Dunkelheit,
hinein ins Licht,
So sein Wunsch

Kannst Du es sehen?
Sein Licht strahlt wieder.
Die Ketten des Lebens genommen
Seine irdische Reise vorbei.

Ich denke an Dich
Und schenk Dir Licht!