~ Panta Rhei ~

26.04.2008 um 02:37 Uhr

Brücke!?

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

Stimmung: leer, traurig
Musik: Silence - Der Untergang

 

Nun sitz ich hier, hundemüde und fühl mich leer und allein. Du bist aus der Tür und hinterlässt ein großes schwarzes Loch. Waren die Brücken doch noch nicht so stabil, wie sie aussahen? Hab ich irgendwo nicht aufgepasst? Was nur ist passiert? Mulmig ist Dir, sagst Du. Mir auch, ja. Wie kann das nichts mit mir zu tun haben? Ich bin doch hier. Das alles gehört zu mir. Es ist komisch wenn Du jetzt so gehst, aber es ist genauso komisch, wenn Du jetzt so bleibst.

Der Abend war wirklich schön. Ausgelassen, albern, verspielt. Nur hätten wir aufhören sollen irgendwann. Vorerst. Vorerst diesen Abend so in Erinnerung behalten. Aber wir wollten es wissen. An etwas festhalten oder etwas wieder hervorrufen. Da ist noch so viel mehr als Kammerflimmern zwischen unseren Herzen. Aber es hat sich auch soviel Zeit und neue Augenblicke zwischen unserer letzen Begegnung geschoben. Und doch fühlt es sich immer wieder gleich an, als verabschiedeten wir uns immer wieder.

Ich bin gerade einfach nur traurig...
Den Brückenboden hab ich wohl unter den Füßen verloren.
Ich weiß auch nicht. Steh ich noch drauf? Wessen Brücke ist das? Welche Richtung? Wie weit bin ich weg? Ich hab die Orientierung verloren....

25.04.2008 um 15:19 Uhr

Brückenarbeiten

von: Tigerschnute   Kategorie: Brückenarbeiten

 

Jetzt ist es soweit.
Der "richtige" Zeitpunkt erreicht.
Die Brücken müssen nicht mehr gestürmt werden.
Es ist genug Zeit vergangen, um darüber zu spazieren.
Noch nicht gelassen schlendern oder darüber fliegen, auch die Blumen am Rande sind (noch) nicht pflückbar, aber gegen einen neugierig und zurückhaltenden Spaziergang hat keiner etwas einzuwenden. Niemand wird überfallen und auch die Brücke ist stabil genug, dass sie nicht unter einem einbricht. Niemand wird also im Sumpf baden müssen oder gar versinken.

Wenn ich auf der anderen Seite angekommen… nein… wenn ich geklärt und geordnet, gegebenenfalls mit magischen Eindrücken im Gepäck, wieder zurück bin, werde ich berichten.

Lasst die Brücken nicht vermodern, meine Lieben!

21.04.2008 um 13:41 Uhr

Wie peinlich...

Ich könnte im Boden versinken.
So wird das doch nüscht mit meiner Starkarriere!

Vier Menschen unterschiedlicher Nationen blicken mich an (manche sogar noch weit tiefer, als erlaubt) und warten darauf, was ich Spannendes zu erzählen hätte. Auf Englisch. Ja toll. Wo ich doch sooo begnadet bin im Umgang mit englischen Vokabeln und die Übersetzung meines eigenen Humors.

Man stellt sich vor erfolgreiche Geschäftsmänner aus der ganzen Welt wurden in unsere kleine Weltfirma inmitten Berlins zu einer Serviceschulung geladen. Allesamt kennt man im Prinzip nur virtuell. Tägliche E-Mails, so manches Telefonat und vor Jahren gab es vielleicht mal ein, zwei Einzelbesuche. Man kennt sich seit Jahren. Einer der peruanischen Herren schlawenzelte vor fünf Jahren schon um meinen Schreibtisch herum und versuchte mich zu einem Kinobesuch zu überreden (was er in einem deutschen dunklen Kino mit mir wollte, kann ich mir bis heute nur synonymisch erklären…). Nun stehen diese aus der virtuellen Welt transportierten Männer wie Schuljungen in unserer Küche und warteten. Frau Schnute drängt sich durch die Masse um sich einen Kaffee zuzubereiten. Dabei wird sie sofort in ein Gespräch verwickelt.

Ungefähr so spielte sich die peinliche Szene ab:


L. aus Argentinien:

„Wie war Dein Wochenende? Warst Du tanzen?“

Ich:
Hihi… *kicher* Yes, yes *kicher*

Fummel wie blöd an der leeren Kaffedose rum.

L. aus Argentinien:
„Und sonst so?“

Alle starren mich an.

Ich:
„Ähm, ähm, ähm…. Also… Ich war da… ähm… ich weiß nicht…“

Jetzt nur nicht rot werden!

Ich:

*knallrotwerd*

Ja. Pfff.. Denk jetzt mal nicht an einen rosa Elefanten!

D. aus Argentinien:
*lach* „Du weißt nicht wo Du warst?“

Fühlte mich leicht ausgelacht.

Ich:
„Doch, doch… ich weiß nur nicht, wie dieses Gemüse heißt…ähm“

Ich werd immer roter… Im Dunkeln hätt ich geleuchtet.

Ich:
„ Dieses länglich, weiße Gemüse, welches jetzt gerade rausgekommen ist ??????“

Das ist übrigens eine eins zu eins Übersetzung…

J.-L. aus Peru:
Murmelt irgendwas spargel-ähnliches vor sich hin.

Ich:
„Yeah that’s it! – Das war ich sammeln“

Keine Ahnung, ob das wer verstanden hat, was ich meinte…

Stimme von Kollegen aus dem Hintergrund:
„So wir müssen jetzt los.“


Und dann stand ich da wie bedröppelt und konnte nicht mal die Situation mit einem total tollen Joke glätten… Murmelte irgendwas vom Wald und wie schön es war... Blabla... Vielleicht hat mein Grinsen alles wieder wett gemacht… Aaaaaaaaaaaaaaah


Genauso gut hätte ich auch sagen können: „Ich hab eine Wassermelone getragen“

16.04.2008 um 14:29 Uhr

Ick werd' zun Star!

 


Salut Tigerschnute,
ich wende mich mit einer kurzen Frage an Dich und hoffe, Du erhörst mich! ;-)
Ich recherchiere zur Zeit für eine TV Dating-Show und suche für unseren kommenden Dreh in Berlin noch eine gutaussehende, extravagante Single-Lady aus Berlin, die Lust hätte, sich auf die Suche nach einem eventuellen Mr. Right zu begeben und dafür auch noch Geld zu erhalten.

(..)


Ja, wie jetzt? ICH?? *umguck*
Vor einem Millionenpublikum?
Allein beim Gedanken daran, werd ich ganz wuschig. Stell sich einer vor, das sieht mein Nachbar, mein Chef, mein Frauenarzt… und die ganze Nation!! Zu Hüüülfe! Ich bin ne coole Sau, ja – aber unter Druck kann ich doch nicht! Da bin ich ganz furchtbar schüchtern und weiß auf einmal nicht mehr, wie ich heiße und schon gar nicht, wie ich mir meinen Traumprinzen vorstelle!

Was mach ich denn jetzt?
Unter normalen Umständen hätte ich das schon längst dankend abgelehnt. Aber da dieses Angebot gerade irgendwie zur passenden Zeit kam und zu meinem letzten Eintrag passt (Dieses subtile Schicksal aber auch), fahren meine Kreise schon wieder Gedanken… also andersrum… waaaah… Ich seh’ mich schon ganz verdattert im Fernsehen. Aber der Kampf ist noch nicht gewonnen.

Kann mir bitte, bitte jemand sagen, was ich tun soll?
Bin ich tough genug (mal wieder) ein Weltstar zu werden??

 

15.04.2008 um 15:58 Uhr

Ich geb dem Schicksal Input!

 

Die Gedanken kreisen wieder in eine Richtung. Sortieren schon noch ungeschehene Dinge.
Es ist wieder soweit: Ich bin Feuer und Flamme!

Alles dreht sich um eine Sache.
Eine Sache, die schon da war. Eine, die ich schon auf meinen Jahresblock 2008 skizzierte. Dann im Geiste wieder durchkritzelte… Dann kam wieder alles ganz anders. Und dann zerplatzten Träume, die aber offensichtlich noch nicht gut genug schmeckten. So isse, die Schnute. Gestern noch so. Und heute schiebt sie das Schicksal in eine ganz andere – nein, in die ursprünglich gewollte(? wer weiß das schon?) – Richtung. Das Schicksal? Wirklich? Nein. Das glaube ich kaum. Daran malte ich ganz allein. Ich bringe die Ströme dahin, wo sie fließen können. Und wie! Und das Schöne an dieser schnutigen Mentalität: Ich brauch gar nicht viel zu tun. Ha! Der unerbittliche Wille und eine dicke Überzeugung reichen schon…. Die Entscheidung fiel mal wieder völlig bodenlos – völlig bauchig und herzig, aber die Naturgesetze helfen artig dabei alles schön umzusetzen. Und genau da ist das gute Schicksalswesen nicht weit. Genau so ist es: Ich entscheide und Herr/Frau Schicksal tut den Rest!

Eigentlich ganz leicht – bis hierhin zumindest. Jetzt kommt der schwierigste Teil: Selbstdisziplin. Die hab ich nun nicht gerade gepachtet… Wie soll ich mich zur Selbstdisziplin disziplinieren, wenn mir jegliche Disziplin fehlt? Ein Teufelskreis. Aber vielleicht auch eine Zwickmühle. Oder eine Einbahnstraße!? Völlig wurscht! Denn auch das wird schon! Meine Überzeugung hat mehr Schwung, als diese… na ja… Sie wissen schon!

Also wenn ich eines gelernt habe, dann, dass sich alles irgendwie von alleine regelt, wenn man nur stark genug von einer Sache überzeugt ist. Da bedarf es nicht mal einer ausgeklügelten Organisation. Nur so als Tipp am Rande, für so planungsunfreudige Menschen, wie mich. Denn immer wenn mein Herz nicht hundertprozentig für etwas schlug, dann war es meistens nicht der richtige Weg… oder NOCH nicht der richtige Weg.

 

15.04.2008 um 00:51 Uhr

Serj Tankian.

von: Tigerschnute   Kategorie: Konzerte

Nein, das ist keine Käsesorte.
Auch keine serbische Automarke.
Und leider muss ich Euch auch in Bezug auf indischen Gewürztee enttäuschen!


Es ist dieser huttragende Zauberer, der durchaus etwas Magisches an sich hat.




Und zaubern kann der, ja meine Herren!
Da glaubt man seinen Augen kaum.
Er platziert sich einfach mittig auf der Bühne und ist einfach so - ohne, dass er Arme und Beine bewegt - präsent. Dann kommt das erste energische Summen und es rafft Dich dahin... Also mich. Da vibriert der Boden unter Dir... Also mir. Der Wahnsinn. Und dann lässt er eine Wortakrobatik aus sich heraussausen, dass man ihn nur mit großen Augen und offenem Mund bestaunen kann. Denn er hat viel zu sagen, der Serj (der übrigens NICHT Sörtsch ausgesprochen wird!) und was er sagt hat Hand und Fuß (und die bewegen sich!). Das sind klare auf den Tisch gehauene Aussagen! Jawohl! Wenn man nicht gerade damit beschäftigt gewesen wäre, sich aus dem Sog der Masse zu befreien und das leidenschaftlich Gesungene mit wild fliegender Matte zu besiegeln, dann wäre ein niedergeknietes Amen genau das Richtige zur Untmalung gewesen.


Dieser Mann…
Wenn er auch einen leichten Hang zum Verrückten in sich trägt, schafft er dennoch immer kurz vorher die Kurve - jedes Mal. So bleibt er äußerst interessant, spannend und unheimlich kreativ.

Jaaa.... dieser Mann...
Was der kann, das schafft noch nicht mal der indische Gewürztee.

Amen.

 

02.04.2008 um 13:22 Uhr

April, April!

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

Musik: nänänänänä!

 

Damit jetzt keine Verwirrungen und Irritationen auftauchen oder gar Gerüchte, die in der ganzen Welt verteilt werden (weil, ich bin ja sooo berühmt!!!), JA - mein letzter Eintrag war natürlich ein APRILSCHERZ!

 

 

Fürchterlich, ich weiß.

01.04.2008 um 10:40 Uhr

Und da ist es passiert

Musik: Hoch soll sie leben! *sing*

 

Man albert herum. Scherzt. Blödelt. Und alles ist sooo schön.
Und alles ist so schön buuuunt!
Guck mal, wie sich die Karos da an der Decke deformieren. Hui.
Und irgendwie bewegen sie sich auf mich zu. Komisch!

Tja und dann…
Und dann…
In den Armen des Anderen versunken. „Halt mich“-Lallend.
Von der Laune getrieben und inspiriert gibt man -mir nichts, dir nichts- ein Versprechen ab. Ach was! Ist ja nur eins für die Ewigkeit.
Ja, nu, man wird doch langsam ALT! Da sollte man schon die nötigen Vorkehrungen für sein Ableben schaffen. Und was passt da nicht besser, als eine Verlobung?

Na denn, gratuliert mal schön!
Oder bekündet Beleid.
Wie Euch ist…