~ Panta Rhei ~

30.05.2008 um 13:53 Uhr

Innerer Frühling

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches

 

Liebe ist ohne Schmerzen
Sie ist Blühen
Sie ist Segen


Ein Spruch auf meinem Teebeutelzettelchen, der nun schon lange an meinem Monitor klebt.
Manchmal, wenn ich es brauche, fordern diese Zeilen meine Aufmerksamkeit. Unbewusst wandert mein Blick darauf und verweilt einige Sekunden…. und ich erinnere mich wieder.

Sie ist Blüüühen…
Sie ist Seeegen…


Na dann wachse mal kleines Blümchen, verteile Deinen lieblichen Duft. Betöre! Verzauber!
Hinweg mit Zweifeln, die das Blühen blockieren.
Hinweg mit Ego-Spielchen, die den Segen hindern.

Herbei mit Vertrauen und Klarheit!
Herbei mit Dir, mein innerer Frühling!

 

29.05.2008 um 17:59 Uhr

*rotwerd*


Ich bin echt krass drauf manchmal und meine Klappe ist ziemlich groß. Ich kann ganz schön frech sein und kenne oft keine Grenzen. Mittlerweile kann ich jeden ansprechen und geh mit offenem Herzen durch die Welt.

Das war nicht immer so. Früher färbte sich meine Birne bei jeder Gelegenheit ins unermesslichste Rot, welches es gibt. Keiner durfte mich öffentlich anschauen, geschweige denn ansprechen. Mein Kopf hatte mit der Gravitation mächtig zu tun. Ich musste mir einen Satz, den ich der Frau Antje an der Käsetheke sagen wollte, hundert Mal im Kopf aufsagen und bekam weiche Knie je näher die Schlange zum Ziel vorrutschte. Was wenn ich mich nun versprach oder auf einmal vergaß, was ich eigentlich wollte? Dann nahm ich einfach in Kauf etwas zu bestellen, was ich gar nicht haben wollte. Umtauschen? Oh Gott! Den Blauschimmelkäse -bäääh- werd ich schon wegbekommen. Mein Gott, war mir viel peinlich. Ich kann sagen, mich tatsächlich um 180 °C gedreht zu haben. Meine Persönlichkeit hat sich entfaltet. Ich bin mutiger, gehe mit erhobenen Hauptes meinen Weg und lächle verstrahlt durch die Gegend.

Und dennoch…
Es gibt so Situationen, die mir die Schamesröte ins Gesicht treiben und in denen ich -entgegen zu meinem sonstigen rotzfrechen Auftreten- schüchtern wie ein Schulmädchen bin. Die Unsicherheit wird mit kleinen Verlegenheit-Hihis und panischem Rumgefummel an Dingen (Haaren, Gesicht, Essen, Rockzipfel, Rockzipfel des Nachbarn…) überspielt. In solchen Momenten wünschte ich mich zu den Sträußen. Aber et hülft ja allet nüscht. Also wird wie ein echter Kerl damit umgegangen und Stärke gezeigt. Entweder ansprechen oder einfach wegrennen… hihi…

Das sind doch Momente in denen es innerlich pumpt und keinerlei zusätzliche Drogen mehr notwendig sind.

Die Droge schlechthin: Das Leben.

 

27.05.2008 um 18:31 Uhr

GlücksSträhne

 

Es klingt komisch. Und ich entschuldige mich vorab für meine Komischkeit ;)

Als ich heute eine ruhige Minute für mich hatte, spürte ich eine Haarsträhne auf meinem Arm kitzeln. Ich bewegte sie dann absichtlich hin und her und genoss das Gefühl. Dieses Gefühl des Kribbelns unter meiner Haut, das Gefühl der Lebendigkeit. Es sprang plötzlich über in mein Herz und einen Moment lang war da so ein globales, universelles Gefühl in mir, welches mich trug. Es war das Gefühl, das ich sorgenfrei glücklich bin. Mir kamen Menschen in den Sinn, denen es vielleicht nicht so geht. Menschen, denen das Kitzeln der Haare auf seiner Haut, vielleicht nur noch ein Anzeichen, ein Aufblitzen des Lebens sind. Menschen, die vielleicht vor lauter Sorgen taub für die Berührung geworden sind. Für die es nur noch bedeutet, körperlich da zu sein, aber seelisch verloren.

Ich musste mich unwillkürlich für mein Leben und die Freude und Leichtigkeit darin bedanken.

Manchmal überkommt es mich so klar, so greifbar… wie aus dem Nichts. Dann gibt es da nur noch Vertrauen und Frieden in mir.

Und wenn es nur durch eine Haarsträhne ausgelöst wird.

Dabei dachte ich gerade über einen Kurzhaarschnitt nach…

 

23.05.2008 um 15:50 Uhr

Sensitiv

von: Tigerschnute   Kategorie: Lyrisches

Kuriose Verbundenheit zwischen Fremden

Schwingungen empfangen zwischen den Bildern.




Nicht die Worte, die aus Dir sprudeln,

Nicht die Blicke, die zu mir sprechen,

Es sind die Momente, in denen „nichts“ passiert

Und doch alles gleichzeitig


Es ist die Aufmerksamkeit, die Du mir schenkst,

Ohne sie bewusst auf mich zu lenken.


 
Es sind die feinen, unhörbaren Signale,

Wellen, die zu mir strömen

Die lauter und klarer fühlbar sind als das
 
Offensichtliche.


Es ist die Energie, die Dich verrät.
 
Trau Dich und lausch hin!


Denn meine tut es auch…




22.05.2008 um 10:39 Uhr

Entscheidungsassistent zur sofortigen Einstellung gesucht!!!

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

Sie sind engagiert, kommunikativ und vor Allem

lieben Sie die Herausforderung??

Sie umgeben sich gern mit schwierigen, entscheidungsunfreudigen Menschen?
Sie sind gern des Tages und Nächtens unterwegs, absolut belastbar, allzeit einsatzbereit und hochmotiviert?
Auch dann noch, wenn Sie fünfundsechzig Mal wegen derselben Aufgabe aus dem Bett gerissen werden?

Wir suchen einen im Zwischenmenschlichen begabten jungen Assistenten mit Esprit und mitreißendem Charme. Er sollte keine Scheu davor haben mit der nackten Faust auf den Tisch zu knallen, auch wenn Ihr Klient dagegen mit dem Fuß auf den Boden stampft! Er sollte dominant und eine Menge Durchsetzungsvermögen besitzen. Sie haben es hier mit schweren Fällen von Unklarheit und Unsicherheit zu tun. Auch sollten Sie es verstehen zwischen den Zeilen zu lesen und Wünsche von den Augen ablesen können.

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung, inklusive Lebenslauf mit Lichtbild und bisherigem Referenznachweis.

20.05.2008 um 12:01 Uhr

Kitsch irgendwie ohne Kitschigkeit

Es gab ein Pärchen in unserer Toskana-Gruppe, welches sich wie ein warmes Sommergefühl um meine Seele schmiegte.
Normalerweise würde einem Single, wie mir, dieses Aneinandergeklebe, dieses „Herzchen hier, Herzchen da“-Gerede total auf die Nerven gehen. Nicht aber bei diesem herzerfrischenden Exemplar. Es gab soviel Liebe im Haus, soviel Herzlichkeit untereinander, dass mich häufig ein Glücksschauer durchfloss. Ich schwankte ständig zwischen „Auch haben wollen!“ und „Wie wunderbar für die beiden!“. Ich liebte es die beiden und ihren Umgang miteinander zu beobachten. Es war so echt, so erfrischend und so voller Herz, dass man sich dem einfach nicht entziehen konnte, selbst wenn man es denn wollte. Und ich wollte nicht. Ich genoss ihre Gegenwart, denn sie gaben mir das Gefühl von heiler Welt. Sie spendeten Wärme und Wohlfühligkeit.

Manch einer mag es für übertrieben halten, wenn man nicht mal ohne den Anderen Zähneputzen möchte und keine zwei Sekunden ohne die Berührung des Anderen auskommt. Ja, es gibt sehr viele Fälle in denen ich die Abhängigkeit und das Nicht-allein-sein-wollen so sehr im Vordergrund spüre, Fälle in denen ich dieses „Getue“ kaum ertragen kann. Der Glaube man würde sich lieben, dabei ist es nur die Vorstellung der Liebe füreinander.

Hier aber war keine Abhängigkeit oder gar Selbstaufgabe. Keiner brauchte den Anderen, um etwas in sich kompensieren zu müssen. Beide waren mittig – in sich. Es war das wohlige Ineinanderfließen, das Vereinen zweier unabhängiger Welten. Die Akzeptanz füreinander, ohne den Anderen in eine bestimmte Richtung biegen zu wollen. Das absolut nicht Selbstverständliche, die Wertschätzung.
Es war –Achtung, es wird kitschig!– ein kleiner, in Hoffnung badender, Silberstreif am Horizont an die bedingungslose Liebe zu glauben!


Man stelle sich vor, ein wunderbar strahlender Morgen, die Berge in reines Sonnenlicht getunkt, die Bäume wiegen sich im Wind, die Vögel singen ihren Refrain, die Luft reiner, als ich sie kenne und vollgesogen mit Blütenduft, wir sitzen zu dritt im Auto auf dem Weg zu einem Ausflug und dabei dieser Song laut aufgedreht, der mich auf wunderbare Weise berührt. Die zwei halten Händchen und blicken sich tief in die Augen. So kitschig das alles klingt, ich hatte dabei kein einziges Mal eine unangenehme Gänsehaut.


Der wird mich wohl immer an Euch, an diesen Urlaub und die Stimmung darin erinnern.

Danke, dass ihr mich daran habt teillassen!
Nur das Beste für Euch, ATK! :)

19.05.2008 um 17:30 Uhr

Oh man, oh Mann!

 

Da geht man einfach mal ganz unschuldig essen, anstatt sich tanzend die Nächte um die Ohren zu schlagen, und dann wird man auch noch prompt dafür belohnt.

Ein Gejubel und Gebrüll im Hintergrund, ein singender Tisch voller Mädels mit lustigem Kopfschmuck. Ich seh immer nur den Kopfschmuck wippen von meinem Platz aus. Sternchenohren. Niedlich, dacht ich. Ne Geburtstagsparty, also. Schön.

Der nächste Löffel Suppe schaffte es nicht mehr bis zu meinem Mund. Okay, das passiert mir öfter, allerdings hatte es dieses Mal eher mit dem Ertönen lautstarker Musik zu tun, als mit Ungeschick. Pump up the Volume – was’n hier los? Ein erschrockener Blick über die Schulter verriet im Ansatz warum. Die Mädels kreischten sich ein Loch in den Bauch und die Sternchen wippten nicht mehr, sie überschlugen sich!
Mittig des Cafés tanzte jemand. Und der tanzte nicht einfach nur so – neeee, der zog sich dabei auch noch aus! Aaaaaaahhh!!! Ich hab doch heute gar keinen bestellt! Gerade dieser Abend sollte ein entspannter werden. Und nu?? Ein STRIPPER???? Klar, dass wir von unseren Sitzen aufsprangen, um uns eine bessere Blickposition zu erkämpfen. Suppe kalt, Salat welk, allet ejaal! Jetzt durften wir unseren Augen mal ein Festmahl gönnen. Wie schön! Jetzt war auch klar, was der zuckersüße Kopfschmuck bedeuten sollte. Ein Junggesellenabschied. Meine Herren, ich hätte nach diesem Anblick sicher nicht mehr geheiratet. *schweiß von der Stirn wisch*

Nun ja, nach dieser steilen Tanzvorlage gingen wir schweißgebadet mit sehnsüchtigen Blicken um uns herum zur nüchternen Erkenntnis über: Solche Typen gibt’s nur im Fernsehen oder auf der Bühne.

Ein Griff in das Erpresser-Körbchen der werdenden Braut, zog statt eines Kurzen einen Glückskeks mit entsprechend semi-philosophischem Schriftzug: Nur Geduld, kleine Blockaden lösen sich von selbst.

Hm, vielleicht klappt’s dann ja mit dem Nachbarn.
*wart, wart*

 

19.05.2008 um 00:28 Uhr

Bella Italia!

Heute gehe ich mit einem vollen Herzen ins Bett und nehme mit, was mich an diesem Tag so sehr berührt und bewegt hat. Ein Abschied einer alten Ära und ein Neubeginn voller Lebenskraft.

Mein Urlaub vorüber, aber die Erinnerungen daran präsent, in weicher Luftpolsterfolie verpackt und mitgenommen. Dieser Urlaub hat mich in eine Richtung gelenkt, die wohl sonst nicht so schnell gepflanzt worden wäre. Eine fixe Idee erst, könnte man meinen und doch schlummert sie schon einige Zeit länger unter der Oberfläche.

Es war reichlich interessant, sehr ausgleichend, ergründend, aufschlussreich, abenteuerlich, überraschend und wunderbar entspannend. Die Gruppe fügte sich wie selbstverständlich in die Tagesabläufe, unkompliziert und ohne große Matrixplanerstellungen. Hach, wie erholsam. Wir ließen uns "einfach" mit unserer Urlaubslaune treiben. Kein Stress und Natur pur. Meeresbesuche, Stadt- und Landerkundungen sollten auch nicht fehlen. Also ein rundum abwechslungsreicher Urlaub. Und eine Toskana, die ich mir so nie vorstellte. Ein Italien, was ich mir so vorstellte und die Menschen und Mentalität, die mich einfach nur wundern ließ.




Unser Landhaus auf einem Gipfel mit idyllischem Blick ins Tal.







Meereszauber.













Wir ließen es uns gutgehen...


Und der schiefe Turm ist gar nicht schief, alles eine Frage der Perspektive. Mit Schieflage, war der Turm nämlich gerade, aber die gesamte Stadt war völlig schief.



Warum der wohl schief wurde!? ;)

02.05.2008 um 01:12 Uhr

Kaum da, schon wieder weg!

Wenn schon alle abhauen, dann kann ich das auch.
Ciao Tutti, heißts morgen und ich Schlawiner hab noch nicht mal Sachen gepackt. Was mach ich stattdessen? Eeeiiineeen Eiiintraaag schreiiibeeen. Nur für Euch. Könnt Euch was darauf einbilden. Nagut.. auch ein my-bisschen für mich. Ich freu mich dann, wenn Ihr Euch freut.

So.
Die letzten Erlebniswochen werden jetzt mit einem herrlich entspannten und vielleicht auch ein bisschen aufregenden 9-Mann(leider mehr Frau, als Mann...)Toskana-Bauernhof-Urlaub ausgeglichen.

Ganz schön viel Klein- und Großkram passiert in der letzten Zeit. Ich sage Euch... Alles wollte ich niederschreiben. ALLES! Aber nö, stattdessen muss ich wieder dieses Leben außerhalb der Virtualität erleben. Frechheit. Ich weiß!

Kleine Zusammenfassung gefällig?
Leider reicht die Zeit gerade nur für Stichpunkte. Wer mehr wissen möchte, muss einfach versuchen mehr stichige Punkte aus mir herauszusticheln. *stichel* Ähm... ja.

Also:

  1. Konzert am vorletzten Montag, selten so leer und doch so abgerockt gesehen. So leere Clubs kenn ich nur aus meinen Träumen... Zoo Army - schicke Typen, geile Stimme...

  2. Romantischer Geburtstag ohne Alk (oha!) am Lagerfeuer mit Seeblick, Frosch- und Nachtigallgesang als Untermalung beim nächtlichen Sternenhimmel-Tretbootfahren zu sechst und anschließende Jugendlichkeit wieder aufblitzen lassen mit "Wahrheit oder Pflicht" spielen. Und die Fragen und Aktivitäten sind heute immer noch dieselben spannenden. Wer hätte das gedacht. Toll. Und bitte gerne öfter.

  3. Die Baumblüten wurden mit Hilfe derer in den Himmel getrunken. Klingt komisch, hat sich aber tatsächlich so zugetragen. Baumblütenfest in Werder. Da wurden auf einmal Fremde zu besten Freunden. Und der Obstwein wurde der Beste von allen. *prust*


    Das Animationsteam on Tour ;)
    (Keine Ahnung, ich kenn die nicht...)



  4. Zwischendurch hat sich mein Lieblingsperuaner doch noch durchgerungen mich nach einem Date zu fragen, nachdem er eine Woche lang nur ein "Schnute, you look busy" herausgebracht hat. Holla, war das ne Anmache? Ne Masche? Kannte ich jedenfalls noch nicht. Und wie die lieben Lateinamerikaner so "Das-Leben-ist-schön"-mäßig drauf sind, ließ er mich doch glatt auf der Straße stehen, dieser kleine Schlingel. Aber er bereute tief...

  5. Konzert letzten Montag. Toll. Toll. Toll. Mir nicht mehr neu, aber bisher das lustigste von allen bisherigen Negative-Konzerten . Mit ihrer Androgynität sehen zwar alle aus wie Frauen, dafür waren sie wenigstens halbnackt und echten finnischen Salmiak-Schnaps gabs gratis obendrauf und schon wurden sie sexy genug. *kicher* (So langsam könnt ich mal einen Konzerte-Blog eröffnen fällt mir gerade auf..)

  6. So. wat nu noch? Ich seh gerade... ich bin doch kein Stichpunkte Typ. Drei wichtige Textmarker-Worte bekomm ich nicht hin ohne den großen dicken Erklär-Bär zu markieren. Ich bitte um Verzeihung!

  7. Ein großes Lieblingskuchen-Wiedersehen gabs. Wie das so war versuchte ich mit Brückenbaueinträgen zu schildern.

  8. Noch was. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich die Zeit mit meiner Lieblingslöwin unendlich genieße! Mir ist wieder bewusst geworden, wie lang zwei Tage werden können, in denen wir uns nicht sehen. Hoffentlich übersteh ich die nächsten zwei Wochen!

  9. Ich habe einen neuen und wundervollen Kontakt geknüpft. Oder er knüpfen lassen. Bin gespannt, wo der hinführt... aber im Moment genieße ich einfach nur... Alle Hachsager bitte ans Mikro!

  10. Und nur damit hier eine Zehn steht: Auf nach Pisa!
Für diesen Eintrag habe ich Stunden gebraucht... Genauso wie fürs Koffer packen... Vielleicht liegts daran... Bevor mir hier noch einer zwischenfunkt und ich mich den flotten Italienern mit fetten Augenringen vorstellen muss -> schnell abschicken!

Ich wünsch mir einen schönen Urlaub.
Danke! *knicks*

:P