~ Panta Rhei ~

16.10.2008 um 10:24 Uhr

Ein sausiger Abend

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

 

Woooooooooooooooooooooommmm!!!!
Hönhönhön!!!

Ui, ich bin gestern mit einem Motorrad durch die nächtliche Stadt gepest. Also gepest worden, besser. Ein tolles Gefühl, wenn Dich die Geschwindigkeit in den Sitz presst. Durch die vielen Ampeln wurde das Hochgefühl leider oft gebremst, obwohl der dynamische Start auch immer was für sich hatte. Von mir aus hätte ich mit den beiden sehr, sehr charmanten Männern noch die ganze Nacht ziellos durch die Gegend streifen können. Das war wirklich das Highlight des Tages.

(Hab ich schon erwähnt, dass die Stadt gerade traumhaft schön leuchtet? Jedes Jahr um diese Zeit ist Festival of Lights und zaubert Gebäude und Sehenswürdigkeiten in ein buntes, kaleidoskopisches Wunderwerk.)

In der Rockerkneipe dann angekommen hab ich mir wieder 3.145 Löcher in den Bauch gekugelt. Erst haben wir uns am Kickertisch das Adrenalin hochgepumpt (dieses Spiel macht mich echt irre) und dann gings weiter mit Semispsychoanalyse-Spielchen a là Schummellieschen. Kennt das jemand? Hier kann man sich mal so richtig im Lügen austoben. Man legt seine Karte verdeckt auf den Tisch und sagt Farbe und Figur, die man erschummeln darf, wenn man denn Bock hat. Wenn der andere denkt Dich enttarnt zu haben ruft er zwischen. Hat er Recht mit seiner Vermutung, muss der Legende alle Karten auf die Hand nehmen. Wenn nicht, dann hat er das große Kartenlos gezogen. Dieses Spiel entlüftet wirklich die Geheimnisse des menschlichen Lügenmusters. Schau jemandem tief in die Augen und Du siehst, ob er schummelt. Es sei denn man ist so im Gackerflash, dass man vor lauter Tränen nicht mehr geradeaus gucken kann. Wenn man dann zum Dönerquartett übergeht, dann fühlt man sich wirklich wieder, wie in der Grundschule.

Ich hab mich köstlich amüsiert mit den beiden Herren. Und das war alles so herrlich ungeplant. Selbst auf dem Heimweg durch den Regen gesaust zu werden, hätte von mir aus noch dreieinhalb Stunden länger dauern können, trotz klatschnass.

Und ich freu mich wie Hulle, die beiden heute Abend wieder zu sehen.

So schön, wie sich manche Menschen so automatisch finden und verbinden. Wir haben uns alle eigentlich das erste Mal vor 3 Wochen auf dem Geburtstag meiner Wölfin kennen gelernt. Ich finde es besonders schön, wenn die Männer untereinander sich gut verstehen und dann so offen sind, dass sie sich gemeinsam verabreden. Noch schöner, dass sie mich mit ins Boot holen und wir ein super Team bilden. Männer lernen Männer kennen – warum fühlt sich das nur immer noch so besonders an?

 

15.10.2008 um 13:46 Uhr

Vertrauen

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Ein lichter Abend mit beruhigendem Ausgang.
Mir wurde wieder Kraft geschenkt.
Kraft meinen tiefsten Wunsch zu realisieren.
Ich bin wieder zu mir gerutscht.

                     Mittig.

Hab die Gedanken in einen Sack gepackt und in die Erde verbuddelt.
In der Hoffnung, sie wandelt all meine Zweifel.
Ich habe meine Wünsche dem Feuer übergegeben.
Der Wind trug die Asche fort,
damit sie vollendet zu mir zurück kommen dürfen.
Der Vollmond half dabei.
Und das Feuerwerk im Hintergrund besiegelte es.

Ich stand vor Lichterspielen und Seelen vereinten sich.
Zwischen Mond und bunt angestrahltem Wasser leuchtete ein kleines Menschlein zwischen vielen.

Ein öffnendes Gespräch auf dem Heimweg füllte das Gefäß noch voller.

Und letztendlich ein erklärendes Gespräch zur endlichen Vertreibung meiner Selbstzweifel besiegelte den noch so zerbrechlichen Boden.

Und die Erkenntnis des Tages:

Ich brauch nicht in einen Kristall zu schauen.
Denn ich lerne zu ~v e r t r a u e n~ !


14.10.2008 um 11:58 Uhr

Karussellfahrt

von: Tigerschnute   Kategorie: Lebensphasen

Meine Laune hat heute Kellerqualität. Und ich mag’s im Keller nicht. So dunkel und feucht-kalt.
Vielleicht ist dort aber der Knopf versteckt. Der Knopf, der meine Gedankenkreise ausschaltet. Ich wusste gar nicht mehr, dass ich so viel gleichzeitig  im Kopf haben kann. Und der dann alles ins Herz pumpt um es schwerer werden zu lassen, aber den Kopf dabei trotzdem nicht entleert. Irgendwie ein Teufelskreis. Es pumpt und drückt alles hin- und her. Schaltet die Selbstzweifel ein, dann spricht kurz mal meine Seele dazwischen, die alles wieder versucht gerade zu rücken, es aber nicht schafft, weil Mr. Achso-Wichtig-Verstand denkt, er hätte den totalen Überblick. Kreise. Überall bunte Kreise. Oben, unten, seitlich, mittig, rein, wieder raus, diagonal, frontal, rücklings, hoch… Herrje. STOPP!!!

ICH bestimme und entscheide JETZT, dass der innere Kampf aufhört.
Denn ICH bin ICH.
Und ich bin gut so, wie ich bin.
Das ist unantastbar und niemand wird mich wieder in dieses „Lieb-Mich“-Muster drängen, vor allem nicht ich selbst.

So.

Ich habe gestern jemanden auf der Rolltreppe im Einkaufscenter gesehen. Wir kamen uns entgegen. Ich hoch, er runter. Ich drehte mich um, weil ich ihn erkannte. Er fühlte etwas im Nacken, das sich auch umdrehen ließ. Meine Blicke. Guckte kurz. Drehte sich wieder um, um sich danach noch mal zu versichern, keinen Geist gesehen zu haben. Ein Winken und tschüß. Das war witzig. Ich dachte darüber nach, ob unser kurzer Rolltreppentreff nun mein Zeichen war, oder seins. Meins, weil er mein Bote für einen wunderbaren Weg in meinem Leben war. Oder seins, weil er sich wieder ganz kurz an seinen damals eingeschlagenen Weg erinnern sollte. Egal wie, es hat mich für einen Moment glücklich gemacht. Und als ich im selben Moment beim Einkaufen auch noch ein Riesen-Werbeschild mit G L Ü C K L I C H las (und irgendwas drumrum, das verschwommen war und irrelevant), war ich das auch. Mit einem geheimnisvollen Grinsen im Gesicht, das keiner entziffern konnte, aber trotzdem irgendwie erwidern musste. Ein Funken Glücklich zwischen all den Gedankenkreisen, die ihr drehen und wenden kurz einstellten...

 

13.10.2008 um 12:50 Uhr

Meine Soap

 

Die letzten Nächte hab ich dann nicht mehr gekichert.
Viel mehr hab ich Karussell gespielt. Jagt die Gedanken in meinem Kopf. Herrgott nochmal! Ich steig irgendwie nie durch bei diesem Ich-jagen-Du-sammeln-Spiel. Ist es überhaupt von Bedeutung? Fakt ist, ich mag ihn. Ich könnte ihn sehr mögen. Fakt ist auch, zum noch mehr mögen brauch ich irgendetwas, das mir ein Fünkchen Klarheit bringt. Und da käme theoretisch er ins Spiel. Weil alleine spielen doof ist. Und Theorie noch doofer. Ha. Ich hab sogar noch was gefunden, was am Doofsten ist: Warten. Warten ist das überdoofste von allem. Und das Nichtwissen, das Rumgehänge zwischen irgendwas, was ich nicht kenne, oder schlimmer: nicht wahrhaben will. Geflochtene Körbe mögen in meine Wohnung passen, aber geschenkte metaphorische Körbe will ich nicht in meinem Leben haben. Wer will das schon? Gut, ich war nun auch nicht gerade sparsam mit Verschenken edler Rattanstücke. Man sagt zwar Geben und Nehmen, aber doch nicht immer mit leerem Inhalt! Kann es nicht einmal eine Quietscheentchenseifenblasenperle mit Schokosoße für beide Teilnehmer gleichermaßen geben?


Ich warte.
Eher ungeduldig, als geduldig.
Lieber jetzt als später.

Wenn ich nicht immer gleich den Euphorieknopf drücken würde und mit Gefühlsinvestitionen sparsamer wäre, dann hätte ich jetzt keinen Stein im Weg, der den Fluss stoppt.

Aaaaaaaah *kreisch*

Fließ, fließ, fließ!

 

13.10.2008 um 10:31 Uhr

Aus der Mitte des Herzens lauschen - ein Zitat

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches


Heart enthält 4 Wörter:

- Ear
- Hear
- Heat
- Art

“Aus der Mitte des Herzens lauschen“ verlangt von uns, dass wir nicht nur ein Ohr haben, sondern mit unserem ganzen Wesen hören; es ist Energiearbeit, und die Hitze in den Händen einer Heilerin ist eine mächtige Form von Energie. Mit realen, ganzen Menschen zu arbeiten ist ein heißblütiges Unterfangen, das heißt, es ist, vor allem anderen eine Kunst.

Wahrnehmung ist der visuelle, äußere Anteil der Intuition, Einsicht ist der kontemplative, innere Anteil der Intuition. Es ist „Ein-Sicht“; es ist das innere Sehen des Selbst und des Andern. Ein visionärer Mensch ist jemand, der dem vertraut, was er außen wahrnimmt und was er innen fühlt, und beides gleichermaßen achtet. Viele Menschen können der Teile gewahr sein; andere können das Ganze im Bewusstsein halten; doch sehr wenige Menschen können der Teile und des Ganzen gewahr sein.

Jedem kann gewünscht werden, dass sich der Weg nach innen zeigen wird, der Weg nach außen und einen Weg, die beiden zu verbinden.



Hugh Mine aus dem Buch
"Aus der Mitte des Herzens lauschen"


Schon sehnsüchtig erwartet, das Buch heute auf meinem Tisch. Juhuu.

10.10.2008 um 14:59 Uhr

Seifenblasenflow

von: Tigerschnute   Kategorie: Albernheiten

Ich hab mich mal wieder durch die letzten Nächte gelacht. So richtig kugelig. Wie ein Igel, nur ohne Stacheln. Wie eine Schnecke, nur ohne Schleim. Mehr Analogien gibt’s  auf Anfrage ;) Eine spannende neue Begegnung, die humoristische Wellen in meine Richtung schlägt. Ironisierter Sarkasmus. Sarkastische Ironie. Zynologie Leistungskurs bestanden. Obwohl wir bei letzterem zu empathisch angehaucht sind. Zumindest zu Beginn tut man noch so als ob.
Das gemeinsame Nächtefüllen und kleine Löcher in den Bauch kichern macht immerhin Spaß. Und der Appetit wird größer und die Neugier steigt täglich.

Genau die Krux, die bei Internetbekanntschaften lebensgefährlich bis tödlich enden kann. Zu genüge erlebt. Leider. Trotzdem, mein Optimismus ist vom ersten Tag an ungebrochen und meine Hoffnung weder gestorben noch irgendwie angekratzt. Seltsam. Sagt man nicht, Erfahrungen prägen? Vielleicht hab ich doch verstanden, dass jede Situation eine neue Chance verdient. Dennoch kann ich natürlich nicht leugnen, dass dieses wohlig ausbreitende Glücksgefühl vom Verstand unterschwellig gebremst wird. Alter Spielverderber! Aber er hat ja Recht: Seifenblasenplatzen macht auf Dauer keinen Spaß. Sie sollen auch mal aufsteigen, fliegen, sich ausdehnen – in den Himmel ranken, sich vermehren, verwandeln. Ein unangekündigtes Platzen ist beinah schockierend und traumatisch. Gut, ich übertreibe. Es ist nur desillusionierend und frustrierend ernüchternd. Klingt auch nicht besser. Egal, jedenfalls ist dieses ganze Rumgekennenlerne auf Dauer tierisch anstrengend, wenn nicht mal eine Perle zwischendrin aufblitzt bzw. wenn ein Stein so tut, als sei er eine Perle. Variierend erzählst Du immer die gleichen Geschichten, reichst Deine Schokosoßenseite und musst hinterher zusehen, die Schokosoße zu Matsch zu verwandeln um Heiratsanträge noch rechtzeitig zu verhindern. Herzbrecherische Affinitäten hab ich nicht, aber manchmal kann man nichts machen. Andersrum hab ich mich auch schon an Schokowangen ergötzt und plötzlich hatte ich Dreck im Mund. Auch nicht angenehm zur Gesundhaltung der eigenen Zunge... äh... des eigenen Herzens (Nun ja, wenn das Herz auf der Zunge liegt passt beides.)

Immerhin gibt es in diesem Fall gerade kein WieheißtDu-WowohnstDu-WiealtbistDu-Gelaber. Innere stimmige Verwabungen und alberne Nichtigkeiten, als Großartigkeiten enttarnt und zum Ziel unserer ersten gemeinsamen Lebenskollidierung gemacht. Juhu.

Wird die Seifenblase erneut platzen?
Schalten Sie auch morgen ein, wenn es wieder heißt: Schnute auf (Hin-)Wegen!

Das ist doch mal ein passender Cliffhanger für meine Soap.

10.10.2008 um 10:54 Uhr

Zitat der Woche

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches

 

„Wenn Du Dich verliebst, spürst du intuitiv, dass die Welt um dich herum voller Magie ist.
Wenn du aber erst erkennst, dass das gesamte Universum voller Magie ist, verliebst du dich in die Welt.“

 

 


 

 

09.10.2008 um 16:49 Uhr

Strahlenschutzbunker? Nein!


„Hallo!?“

„Hi Sweetie, ich bins!“


Und Du strahltest.
Wie schön, Dich zum Leuchten zu bringen. Wie schön uns gegenseitig zu erfüllen. Ein spontaner Besuch und der Abend gestaltet sich ganz anders, als die Gedankenformen es einem vorher gesagt haben. Die letzten Wochen Revue passieren lassen, die letzten Jahre ins Bewusstsein zurückkitzeln, zurücklehnen, genüsslich schweigend den Moment vertiefen um dann wieder belebt drauflos zu plappern. Hätten wir ein Messgerät für inneres Strahlen, es hätte am Abend seinen Höhepunkt erreicht.

Du Gute, ich halte es jetzt schon ganz fest.
Wie schön, dass wir das Besondere erkennen und benennen können.

Erst wenn es vorbei ist, wissen wir was wir hatten?
So ein dämlicher Spruch. Ich spür es täglich.

 

09.10.2008 um 10:41 Uhr

Aus der Mitte des Herzens lauschen

Ich saß so da mit Dir – Du am Fußende, ich auf der Kopfseite – Du öffnetest Dich, warst in Deiner vollen Präsenz, rund und vollkommen, im Reinen mit Dir, mit mir, mit der Welt. Du hörtest mir zu mit beiden Ohren und ganzem Herzen. Du hörtest nicht nur die Wörter, die plötzlich fast schon ungewollt aus mir sprudelten. Du schenktest mir für einige Stunden Deine ganze Aufmerksamkeit, mit jeder Faser und das auch noch mit Freude. Wie selten muss das sein, wenn man sich dabei so ungewohnt wohl fühlt. Wie wenig schenkt man jemandem unangestrengt seine ganze Aufmerksamkeit, ohne das Bedürfnis zu haben, seine Geschichten loszuwerden? Wie schwierig ist das geworden, innerlich einen Schritt zurück zu treten und zu lauschen, ohne dabei sein Dasein zu vergessen.

Bei meinen Behandlungen spüre ich dabei die Resonanz des Körpers, der Seele, wie sie sich mehr und mehr vertrauensvoll in meine Hände fallen lassen und manchmal sogar richtig aufbäumen. Wie gut es jemandem tut, ihn in voller Bewusstheit einfach nur zu halten. Diese Ausbildung, war das Beste was ich machen konnte. Dort trainiere ich unter anderem und vor allem meine innere Aufmerksamkeit für andere Individuen und dabei gleichzeitig auch für mich selbst. Ich komme in einen völligen Bewusstseinszustand, der mich meine Umwelt besser und ganzer wahrnehmen lässt. Ich werde klarer und mache einen großen Schritt mehr zu mir selbst.

Du mein Lieber, bist schon lange bei Dir angekommen und gibst Raum für die Menschen in Deinem Leben. Ohne viel darüber zu sprechen, führst Du mich in kürzester Zeit zum Wesenskern. Plötzlich ploppten in mir alle noch offenen und wichtigen Themen innerhalb kürzester Zeit in mir auf, wie ein Chatfenster. Ich sah, wo die Dinge im Verborgenen liegen, wo noch Baustellen und Einbahnstraßenschilder prangen. Es war beinah wie eine Selbstreflektion. Wie in meinen Behandlungen begleitest und trugst Du mich, wohin es mich tragen wollte.

Insofern muss ich mich nun bei Dir für Deine Behandlung bedanken! Und das nächste Mal schweige ich und lasse Deinen Körper erzählen, was er erzählen möchte. Ein schöner Energieaustausch mit uns; ein Segen Dich zu meinem inneren Kreis zählen zu dürfen!