~ Panta Rhei ~

16.12.2008 um 09:40 Uhr

Kristallklar

von: Tigerschnute   Kategorie: Philosophisches


Vermutungen türmen sich hinter der Fassade, die wir mühselig errichtet haben.

Projektionen finden einen schmerzhaften Anker in unserer Umwelt.

Die Haken, die wir auswerfen, treffen an empfindlicher Stelle.

Mit Wucht erhalten wir recht bald die Resonanz unseres Tuns.

Ein Zusammenhang ist nur schwerlich zu erkennen.

Deshalb angeln wir weiter nach der Schuld der Anderen.

Innere Ordnung schafft Klarheit und Verständnis.

Lasst uns in unseren Gewässern nach Unreinheiten fischen!

Lasst uns unsere inneren Kanäle reinigen!

Mit Geduld, Mut und Ausdauer spiegeln wir uns schon bald in der Schönheit unserer Welt.

~Der Schönheit unserer Herzen~

01.12.2008 um 15:07 Uhr

In der Wildnis

"Guranteed“

Mit gebeugten Knien
kann man nicht frei sein.
Ich erhebe meine leere Tasse
und bitte still darum,
dass man mich so nimmt, wie ich bin.

Das Leben umkreist die Menschen,
droht sie zu verschlucken.
Ihr halbes Leben lang sagen sie Ehefrauen
Gute Nacht, die sie kaum kennen.
Ich hab den Kopf voller Fragen,
den Lehrmeister in meiner Seele.
Das ist der Lauf der Dinge...

Komm nicht näher,
sonst muss ich gehen.
Mit der Macht der Schwerkraft
ziehen mich manche Orte an.
Wenn mich überhaupt jemand
zu Hause halten könnte,
dann wärst du das...

Allen, denen ich begegne,
leben freiwillig in Käfigen.
Sie denken an mich und meinen Weg,
aber ich bin nicht so, wie sie denken.
Ich bin empört,
aber meine Gedanken sind rein.
Ich lebe...

Den Wind in meinen Haaren,
fühle ich mich überall zugehörig.
Unter meinem Sein erscheint eine Straße,
die verschwunden war.
Nachts höre ich die Bäume
mit den Toten singen.
Ganz weit oben...

Überlasst es mir, meinen Weg zu finden.
Seht mich als einen Satelliten,
der immerzu kreist.
Ich kenne all die Regeln,
aber die Regeln kennen mich nicht.

Garantiert nicht...

Übersetzung von Eddie Vedder’s Titelsong zu „Into the Wild“



Ein junger Mann, kurz nach seinem Abschluss, auf der Schwelle seines neuen Lebens, will die Grenzen der Materialität überschreiten fernab von allen Konventionen, fern vom vorgetäuschten Leben seiner Eltern, begibt er sich auf die Entdeckungsreise zu sich selbst. Ein Mann mit Charisma, einem festen Glauben und der inneren Willenskraft seinen Traum zu erfüllen. Sein Traum vom Leben in der Wildnis Alaskas…. Eine spannende Reise mit Herzens- und Schicksalsbegegnungen mit Menschen, die sich auf magische Weise von diesem -aus gesellschaftlicher Sicht- verrückten Menschen angezogen fühlen. Ein wunderbarer Austausch zwischen diesen Menschen – jeder scheint sich genau in diesem Moment gebraucht zu haben.

Es geht um Freiheit, die Sprengung der gesellschaftlichen Ketten, über Board werfen von Moral und Prinzipien, Entdecken, Erleben, Zu sich selbst finden, Begegnungen mit Menschen, die Dich zum Wesenskern führen und letztendlich die Erkenntnis, dass Glück etwas ist, was nur geteilt wirklich erlebt und gefühlt werden kann.

Die Geschichte berührt so sehr, weil sie tatsächlich so stattgefunden hat und weil Sean Penn als unglaublich guter Regisseur so nah wie möglich an der wahren Geschichte geblieben ist. Die Orte wurden alle tatsächlich besucht, es gab einen ständigen Austausch mit den echten Eltern und Angehörigen. Herr Penn ist ein sehr detailverliebter Mensch, mit ganzem Herzen bei der Arbeit und das gesamte Team fühlte sich mitten im Geschehen. Die Schauspieler, die Autoren, der Kamera und Tonmensch wurden alle mit Sorgfalt ausgesucht und irgendwie fügte sich alles zu einem Ganzen. Jeder kannte und war gefesselt von der Geschichte, des jungen Mannes von 1992.

Ein Film, der definitiv in Dir nachhallt.
Jeder sehnt sich tief im Inneren nach gänzlicher Unabhängigkeit und wirklicher Freiheit…

Ein Film bei dem ich schon beim  Trailer  feuchte Augen und Hitzewallungen hatte...

Eines der für mich schönsten Zitate:
„Wenn Du vergibst, dann liebst Du. Und wenn Du liebst, dann scheint das Licht Gottes auf Dich.“